Diverses
Die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG), Frankfurt a. M., auch als ältestes Testinstitut der Welt bekannt, kann auf eine über 100jährige Erfahrung im Bereich der Qualitätsprüfungen von Bier zurückblicken.
Gegründet wurde die DLG durch den Ingenieur und Schriftsteller Max Eyth im Jahre 1885. 1887 wurden erste Qualitätsvergleiche von deutschen Nahrungsmitteln in Form eines damals üblichen Preisausschreibens auf der 1. DLG-Wanderausstellung in Frankfurt am Main veranstaltet. 1891 wurde die erste „Prüfung von Dauerwaren für Ausfuhr und Schiffsbedarf“ veranstaltet. Hieraus entwickelte sich später die „Tropen- und Exportprüfung“ (TROPEX) der DLG. Im Vordergrund dieser Prüfungen stand die Haltbarkeit unter außergewöhnlichen Transport- und Klimabedingungen.
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Am 1. Mai nahmen 2180 Heimbrauer am jährlich stattfindenen „Big Brew Day” der American Homebrewers Association teil, um an die Legalisierung des Heimbrauens in den USA vor 11 Jahren zu erinnern. Vertreter aus 47 amerikanischen Bundesstaaten und acht Ländern trafen sich in 265 Brauereien zum sogenannten Simultan-Brauen. Angeblich wurden an diesem Tag 22,888 l Würze hergestellt. Das offizielle Bier des Tags der Arbeit war ein Collaborator Milk Stout. Der „Big Brew Day” des Jahres 2000 findet am Samstag, dem 6. Mai, statt.
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Trotz einiger Kontroversen hat das House of Representatives ein Gesetz verabschiedet, das den illegalen Verkauf von Alkoholika an Minderjährige über das Internet und durch die Post verbietet. Gegenwärtig erlaubt das Bundesgesetz den einzelnen US-Bundesstaaten, den Vertrieb von alkoholischen Getränken selbst zu regulieren. 19 Bundesstaaten verbieten daher den Verkauf an ihre Bürger durch andere Parteien, die nicht im jeweiligen Staat ansässig sind (was bei Vertrieb über Internet der Fall ist). Die meisten Staaten verlangen, daß Produzenten mit einem örtlich lizensierten Getränkefachgroßhändler zusammenarbeiten, der seinerseits an Händler vertreibt, die allein das Recht haben, an die Konsumenten zu verkaufen – die Prohibition läßt grüßen. Das Gesetz wurde an den Senat weitergereicht..
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Sun-Interbrew hat 51% der Aktien des Bierkombinats Jantar, Nikolajew/Ukraine erworben. Wie Sun-Interbrew mitteilt, handelt es sich um die dritte Brauerei, die sie in der Ukraine erworben hat. Weitere Kombinate sind in Tschernigow und Simferopol. Das Kombinat in Nikolajew wurde 1973 in Betrieb genommen und 1994 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. 1998 produzierte die Brauerei 62 000 hl Bier. 1999 wurden nach Brauereiangaben bereits 75 000 hl abgesetzt. Damit erreicht man einen Marktanteil in der Ukraine von 9,4%. Sun-Interbrew hat mit seinen nun drei Brauereien im vergangen Jahr einen Marktanteil von 23% erreicht.
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Der Bierkonsum in Tschechien ist 1999 erstmals rückläufig. Der Verband der Brauereien und Mälzereien (Cesky svaz pivovaru a sladoven) rechnet mit einem um 4 l niedrigeren Durchschnittsverbrauch, das heißt mit 156 statt bislang 160 l pro Kopf. Die Ursache wird in der schlechten Wirtschaftslage gesehen – Bier sei „eine entbehrliche Ware“, auf die man noch am ehesten verzichten könne. Infolge des ebenfalls rückläufigen Exports (–27% im ersten Halbjahr 1999) werde der Gesamtausstoß, der 1998 bei 18,3 Mio hl lag, in diesem Jahr auf 17,8 Mio hl sinken. Für 2000 rechnet der Verband mit einem Preisanstieg für Bier von 8 – 12 Prozent.
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Die Bierproduktion in Tschechien ist 1999 leicht zurückgegangen. Insgesamt sind im vergangenen Jahr rund 17,9 Mio hl Bier gebraut worden, berichteten tschechische Zeitungen. Im Vergleich zum Vorjahr sei dies ein Rückgang um rund 2,5%. Die Ursache sei vor allem ein schwächerer Export als bisher.
Der Bierhersteller Pilsener Urquell, der seit vergangenem Jahr zum Brauereikonzern South African Breweries (SAB) gehört, habe 1999 mit 4,75 Mio hl um 6% weniger verkauft als im Jahr zuvor. Zusammen mit der Brauerei Radegast, die im vergangenen Jahr mit Pilsener Urquell fusioniert worden war, habe die Jahresproduktion 7,7 Mio hl betragen.
Marktführer im Inland sei weiterhin mit die Marke Gambrinus, von der im vergangenen Jahr 3,42 Mio hl verkauft worden seien..
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Es ist was Wahres dran – früh übt sich, wer ein … werden will. Doch müssen schon die Säuglinge sich üben? Wohl um dem fallenden Bierkonsum der Spanier Einhalt zu gebieten, entwickelten die Werber von Casadevall Padreño, Barcelona, einen TV Spot, der einen Säugling zeigt, der neben seinem Vater auf dem Sofa sitzt und fernsieht. Eine Stimme sagt: „Wenn Papa und ich fernsehen, dann ist das ein Riesenspaß. Denn ich trinke ihm immer sein lecker Bier weg. Das macht aber gar nix, weil da ist überhaupt kein Alkohol drin.” Der TV-Spot wurde für Kristell produziert, eine Marke von San Miguel. Man darf hoffen, daß die Alkohol Watchers Sinn für Humor haben.
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Der Förderationsrat Rußlands hat Ende Dezember 1999 die Erhöhung der Verbrauchssteuer für Bier um durchschnittlich 30% und für Alkoholgetränke um 40% zum 1. Januar gebilligt.
Laut Wladimir Schischin, Generaldirektor der Vereinigung Piwoindustrija, in der die größten Brauereien Rußlands vereint sind, werden die Bierpreise dadurch um etwa 25% steigen. „Die Nachfrage nach Bier geht aus diesem Grund zurück, wodurch die Produktion unweigerlich sinkt”, fügte er hinzu. Schischins Berechnungen zufolge wurde im vergangenen Jahr in Rußland die Rekordmenge von 400 Mio dal Bier produziert. In diesem Jahr werde die Produktion auf etwa 330 Mio dal zurückgehen, meinte der Experte. Im Westen sind es 80 – 140 l pro Person und Jahr..
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Der österreichische Getränkekonzern Brau-Beteiligungs-AG (BBAG) will mit einer Lizenzproduktion seiner Premium-Marke „Gösser” auf dem russischen Markt Marktanteile gewinnen. Kooperationspartner ist die Brauerei „Ostmark“ in Kaliningrad (Königsberg). Der Lizenzvertrag ist vorerst auf sechs Jahre befristet. Die Produktionsmenge soll im ersten Jahr 40 000 hl betragen und dann schrittweise auf 300 000 hl ausgebaut werden. Man habe das gemeinsame Ziel, für „Gösser“ einen 10%igen Marktanteil im gesamtrussischen Premium-Segment zu erreichen, sagte BBAG-Sprecherin Susanne Weichselbaum.
Im Gebiet Kaliningrad hält Ostmark mit seiner Hausmarke und den derzeit vier ebenfalls über Lizenzvereinbarungen produzierten Sorten einen Marktanteil von rund 50%..
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Der Staatseigentumsfonds hat nach zwei Monaten Verhandlungen das Angebot des deutschen Investors Frederich Ipsen für die Brauerei Bere SA in Azuga akzeptiert. Vertraglich verpflichtet sich Ipsen, USD 7 Mio bis August 2000 in die Brauerei zu investieren, davon noch in diesem Jahr 750 000 Mark in eine Wasseraufbereitungsanlage, in den Fuhrpark sowie in eine Abfüllanlage mit einer Kapazität von 70 Fässern/Stunde. Nach Abschluß der Investitionen im nächsten Jahr werden die Kapazitäten der Brauerei auf 400 000 hl Bier im Bier Jahr verdoppelt sein.