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Allem Anschein nach wurde in der zentralasiatischen Republik Kasachstan ein neues Bier-Klondike eröffnet - und alles rennt hin. Nicht nur die Öl-Bosse geben sich dort die Klinke in die Hand, um auf den kasachischen Ölfeldern am Kaspischen Meer ihre Claims abzustecken - auch einige internationale Bierkonzerne haben bereits ihre Flaggen gehisst. Am längsten vor Ort ist die türkische Efes-Gruppe. Seit 1996 betreibt sie eine Brauerei im Kohlerevier von Karaganda, rund 200 km südlich der Hauptstadt Astana gelegen. Dieses Jahr wird Efes eine 16 Mio USD-teure Brauerei nahe der alten Hauptstadt Almaty eröffnen, die über eine Kapazität von 500 000 hl verfügen soll. Heineken ist seit 1999 in Kasachstan engagiert und hat erst vergangenes Jahr seinen Anteil an der Dinal-Brauerei in Almaty aufgestockt. Die Baltic Beverages Holding (BBH) hat 2003 ihre Expansion in diesen Markt fortgesetzt und im Mai eine zweite Brauerei in Almaty erworben. Die BBH bezifferte den Kaufpreis für die Ak-Nar-Brauerei mit 30 Mio USD in bar. Die Verkäufer waren die EBRD (die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung) und ein privater Investor. Die Transaktion bedarf der Zustimmung der örtlichen Wettbewerbsbehörden.

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Duopole machen zwei recht glücklich - jedoch viele andere höchst unglücklich. Das scheint auch auf den kanadischen Biermarkt zuzutreffen. Dort haben sich zwei Brauer - Labatt and Molson - nahezu 90 Prozent des Bierabsatzes gesichert. Kein Wunder, dass die Kleinbrauer im Bundesstaat Quebec schon seit Jahren das Gefühl nicht loswerden, dass sie von ihren großen Brüdern langsam aber sicher vom Markt gedrängt werden. Daher reichten sie bei der staatlichen Wettbewerbsbehörde eine Klage ein mit dem Inhalt, die beiden Braukonzerne würden sie vom Wettbewerb ausschließen, indem sie sich die besten Regalplätze in den Läden sicherten und Kneipen, Restaurants und Clubs mittels Exklusiverträgen an sich bänden. Die Behörde wies nun ihre Klage zurück. Zudem bestritt Labatt jede Schuld..

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Offenbar kennt man in Japan noch nicht die amerikanische Methode, vor jeder Kneipentour mit Freunden einen Fahrer zu bestimmen, dessen Los es ist, den ganzen Abend über nur Wasser zu trinken - damit er nüchtern ist, wenn es gilt, die anderen hinterher mit dem Auto heil heimzubringen. Als in Japan im vergangenen Jahr die Strafe für Trunkenheit am Steuer auf 2200 EUR erhöht wurde, hatte man nicht nur die alkoholisierten Lenker im Visier, sondern alle Fahrzeuginsassen. Auch sie werden in Japan zur Verantwortung gezogen, sprich zur Kasse gebeten, wenn sie es zulassen, dass sich ein alkoholisierter Fahrer hinter das Steuer setzt, wobei es keine Rolle spielt, ob die Beifahrer nüchtern sind oder nicht. Wie Takashi Inoue berichtet, konnte die Polizei bei einem Fang die stattliche Summe von 70 000 EUR kassieren, als sie nämlich einen Bus mit sehr heiteren Männern stoppte, die gerade vom Golfplatz kamen. Da kann man nur sagen: Pech gehabt. Als Reaktion auf die drakonischen Strafen, die nach Alkoholgenuss am Steuer drohen, hat sich die Nachfrage nach alkoholfreien Getränken deutlich erhöht, was man u.a. an der Zahl der Produktneueinführungen ablesen kann. Darunter waren alkoholfreie Biere wie etwa Malt Squash (Kirin), Fine Brew (Suntory), Super Clear (Sapporo), Hoppy (Hoppy Beverage Co) und nichtalkoholischer Reiswein, Sake.

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Mehr als ein Jahr versuchte das Londoner Finanzzentrum, die City, den Braukonzern Scottish & Newcastle (S&N) davon zu überzeugen, dass es besser wäre, wenn S&N die vertikale Integration aufgäbe und seine 1450 Pubs verkaufte. Jetzt, da S&N seine Kneipen in einer Auktion an den meistbietenden versteigern möchte, geben sich die Banker überrascht. Nun ja, man kann es nicht allen Recht machen. Offenbar tut sich S&N besonders schwer damit, den Bankern zu gefallen, da die City ständig an der Strategie von S&N herumzumäkeln hat.

Marketing

Am 12. Juni 2003 wurde in Wien ein Symposium über "Bier und Gesundheit" abgehalten. Unterstützt wurde die Veranstaltung vom Verband der Brauereien Österreichs sowie der Österreichischen Gesellschaft für Ernährung. Diese hatten auch die Presse eingeladen, um acht Beiträge über dieses populäre Thema zu hören.

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Mit der Feststellung, dass immer dann, wenn in der Mode die Röcke kürzer wurden, sich die Wirtschaftslage verbesserte, beendete Günter Birnbaum, Division-Manager GfK-Panel-Services, Nürnberg, seinen interessanten Vortrag über "Top oder Flop bei Konsumgütern: Der Diffusionsprozess ist entscheidend" bei der diesjährigen GfK-Tagung am 4. Juli 2003 in Nürnberg. Das war der optimistischere Ausblick in die Zukunft. Die Gegenwart ist lt. Birnbaum immer noch gekennzeichnet von der pessimistischen Haltung der Konsumenten. Der Umsatz bei den Konsumgütern ist immer noch rückläufig, der Trend zum Discounter hält an, die Handelsmarken steigen, die Margen sinken, die Überkapazitäten drücken immer noch auf den Markt. All diese Faktoren treiben die Konsolidierung in der Ernährungsbranche weiter voran. Hinzu kommen noch die staatlichen Verordnungen wie Pflichtpfand auf Einwegverpackungen und die LKW-Maut. Vor dem Hintergrund dieses Szenarios werden Innovationen immer wichtiger. Sie sichern nicht nur die gegenwärtige Marktposition, sie erschließen auch neue Märkte.

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Wörterbuch Lebensmittelrecht, Englisch - Deutsch, Deutsch - Englisch von

Reinigung/Desinfektion

In einem Interview mit Dr.-Ing. Gerhard Hauser, dem Chairman der Gruppe "Design Principles" und ehemaligen Mitglied der Executive Group der European Hygienic Engineering & Design Group, kurz EHEDG, ging die "Brauwelt" auf die Entwicklung und die heutige Bedeutung von gut reinigbaren Geräten und Anlagen ein.

Reinigung/Desinfektion

In einem Vortrag zum Tagungsschwerpunkt "Kegs und Keganlagen" auf der diesjährigen VLB-Frühjahrstagung in Bielefeld sprach Dipl.-Ing. Felix Wagner, KHS-TILL GmbH, Kriftel, über das Reinigen der geschlossenen Edelstahlbehälter. Er war bemüht, die aus der subjektiven Erfahrung übertragenen Prozessschritte auf die Keg-Reinigung zu untersuchen und neu zu bewerten. Zwar ist die Innenreinigung der Behälter, obwohl keine visuelle Kontrolle möglich ist, eine in der Getränkeindustrie vergleichbare Aufgabe, die den Parametern der Reinigung wie Temperatur, Chemie, Zeit und Mechanik gehorcht. Es gilt, dass die wirksamen Komponenten des Reinigungsmittels sowie dessen thermische Wirkung erst bei dem durchfeuchteten Schmutz einen optimalen Effekt zeigen. Er betrachtete zuerst den Weichvorgang. Der Keg-Innenraum ist ein im Normalfall von der Außenatmosphäre abgetrennter Füllgutbehälter, der unter CO2-Druck steht und feucht ist. Unter bestimmten Umständen könnte es auch zum Austrocknen der Füllgutreste und zu festen Belägen kommen. Eine Weichzeit mit Lauge wird empfohlen, um Deposite an den Innenflächen zu quellen und zu weichen. Das Merkmal einer gelungenen Weiche ist eine durchfeuchtete Verschmutzung, d.h. der Wassergehalt im Schmutz als Parameter für den Weicherfolg, denn durchfeuchtete Beläge lassen sich besser abreinigen. Im Labor wurden verschieden starke Schichten von Hefe auf Testplatten aufgebracht und getrocknet. Diese Proben wurden für vorgegebene Zeitintervalle in heiße Lauge (2%ige NaOH, 80 °C) eingebracht und die Wasseraufnahme in Abhängigkeit von der Weichzeit beobachtet.

Verpackung

Auf der diesjährigen VLB-Frühjahrstagung in Bielefeld berichtete Dipl.-Brm. Werner Sauer, Technischer Direktor in der Flensburger Brauerei GmbH & Co. KG, über die betrieblichen Erfahrungen bei der Einführung des Keggy als Partyfass. Die Flensburger Brauerei, 1888 gegründet, braute im letzten Jahr über 2 Mio hl Bier. Das Sortiment besteht aus Pilsner, Dunkel, Weizen, dem alkoholfreien Flensburger Frei und dem Flensburger Energy. 3700 hl wurden im Keggy (12,5 l Inhalt) verkauft.

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