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Rohstoffe

Einweihung der neuen Vegetationshalle durch (v.li.): Theresa Hagl, Hallertauer Hopfenkönigin, Stefan Sedlmayer, Michaela Kaniber, Dr. Michael Möller und Sarah Jäger, Bayerische Bierkönigin
05.07.2022

Neue Vegetationshalle eingeweiht

Gesellschaft für Hopfenforschung | Am 24. Juni 2022 hat Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber gemeinsam mit dem Präsidenten der LfL, Stephan Sedlmayer, ein für die Züchtungsforschung neu gebautes Forschungsgewächshaus im Hopfenforschungszentrum Hüll eingeweiht.

„Die Verfügbarkeit von Sorten, die agronomisch, wirtschaftlich und ökologisch Antworten auf die Herausforderungen des Klimawandels bieten, ist der Schlüssel für die Wettbewerbsfähigkeit unserer Hopfenbaubetriebe und der gesamten Wertschöpfungskette Hopfen auf dem Weltmarkt. Schon lange kann die hohe Schlagkraft und Leistungsfähigkeit des Hopfenforschungszentrums nur durch die enge Zusammenarbeit der bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft mit der Gesellschaft für Hopfenforschung e.V. aufrechterhalten werden. Die Investition der GfH in das neue Gewächshaus schafft die besten Voraussetzungen, um den Forschungsteams optimale Arbeitsbedingungen zu bieten und die Klimaanpassung bei Hopfenpflanzen weiter voranzubringen“, erläuterte die Ministerin.

Durch den Neubau können der Arbeitsschutz und die Arbeitssicherheit und gleichzeitig auch die Energieeffizienz verbessert werden. Außerdem konnte im neuen Gewächshaus die Kapazität für die Züchtung neuer Hopfensorten um 20 Prozent gesteigert werden.

Dr. Michael Möller, Vorstandsvorsitzender der GfH, betonte, wie wichtig Nachhaltigkeitsthemen vom Rohstoff bis zur Verpackung in der Brauwirtschaft geworden sind. „Die Hopfenforschung leistet auch einen entscheidenden Beitrag, den CO2-Footprint von Bier erheblich zu senken. Neben vielen Erkenntnissen aus den Bereichen Pflanzenschutz, Artenvielfalt bzw. Ökologie und Hopfenproduktionstechnik liegt dafür in der Züchtungsforschung das größte Potential. Wir sind deshalb glücklich und auch ein bisschen stolz, dieses moderne Cabrio-Gewächshaus, das den Jungpflanzen einen möglichst naturnahen Aufwuchs gewährleistet, heute in Betrieb nehmen zu können“, so Dr. Möller.

Die Züchtungsforschung, also die Entwicklung klimaangepasster, gesunder und stresstoleranter Hopfensorten, ist seit der Gründung der GfH ein Arbeitsschwerpunkt in Hüll

Stephan Sedlmayer sagte: „Durch die neuen Vegetationshalle wird die Grundlage geschaffen für eine weiterhin erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen der Gesellschaft für Hopfenforschung und den Wissenschaftlern der LfL. Die bayerischen Züchtungen aus Hüll liefern nicht nur hervorragende Brauqualität, sondern trotzen Krankheiten, Schädlingen und dem Klimawandel. Gleichzeitig brauchen Sie weniger Stickstoff, Pflanzenschutzmittel und Wasser. Durch diese Züchtungsforschung kann Bayern sich auch weiterhin den weltweiten Spitzenplatz in der Hopfenwelt sichern.“ Derzeit werden auf 83,8 Prozent der deutschen Hopfenanbaufläche Züchtungen aus Hüll angebaut.

Im Anschluss an die Segnung der neuen Arbeitsstätte, die Pfarrer Thomas Schießl durchgeführt hat, informierten sich die Ehrengäste auf einem Rundgang durch das Hopfenforschungszentrum über die aktuellen Forschungsschwerpunkte in den fünf Arbeitsbereichen.