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Biere. Die Geschäftslage der Brauereien im vierten Quartal 2003 war vielfach enttäuschend. Zuletzt im Dezember sprachen über zwei Fünftel der befragten Firmen von einer schlechten Geschäftslage. 51 Prozent Negativ-Stimmen standen acht Prozent Positiv-Stimmen gegenüber. Die Produktionstätigkeit wurde insbesondere im Dezember auf breiter Front, d.h. bei drei von vier befragten Brauereien, eingeschränkt. Für die nächsten drei Monate sind ebenfalls häufig Produktionsdrosselungen beabsichtigt. Die Auftragseingänge waren im Oktober und November nahezu unverändert, im Dezember erfolgte ein starker Rückgang, der auch zu einem Absinken der Auftragsbestände bei jeder zweiten Testfirma führte. Ebenfalls jede zweite Firma empfand ihre Auftragsdecke während des gesamten vierten Quartals als zu kurz..
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Die Produktion in den knapp 1280 deutschen Brauereien ging im vergangenen Jahr Schätzungen zufolge um etwa vier Prozent auf rund 104 Mio hl zurück, wie der Präsident des Deutschen Brauer-Bundes, Richard Weber, am 16. Januar 2004 auf der Grünen Woche in Berlin sagte. Der Jahrhundertsommer habe der Branche zwar einen guten Absatz beschert.
Dies habe jedoch die Rückgänge infolge der Pfandpflicht auf Einwegverpackungen nicht ausgleichen können. 2003 habe gezeigt, dass es in Deutschland keine Branchen-, sondern nur eine Firmenkonjunktur gebe, sagte Weber. Bei den einzelnen Brauereien seien die Entwicklungen noch unterschiedlicher als in den Jahren zuvor gewesen.
Im Jahr 2002 lag die Bierproduktion bei 108,4 Mio hl. Die genauen Zahlen für 2003 werden erst Ende Januar vorliegen..
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Im folgenden Beitrag werden die Importdaten für die Lieferländer sowie die Absätze der größeren Marken (über 20 000 hl) im Jahresvergleich 2001 zu 2002 wiedergegeben.
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Im Jahr 2003 wurden in der allgemeinen Presse viele Vermutungen und Spekulationen über eventuelle Käufe und Verkäufe von Brauereien veröffentlicht. Außerdem gab es zu Beginn des Jahres die neue Dosen- und Einwegpfand-Verordnung, sodass große Unsicherheit und Verwirrung in den deutschen Biermarkt getragen wurde. Es ist nun an der Zeit, einmal die wirklichen Veränderungen innerhalb der Brauereigruppen und großen Privatbrauereien aufzuführen und in einer neuen Rangfolgeliste mit geschätzten Werten darzustellen.
Vorweg sei noch darauf hingewiesen, dass besonders die Brauereigruppen Holsten, Brau und Brunnen sowie die Radeberger Gruppe durch die neue Dosen- und Einwegpfand-Verordnung zum Teil erhebliche Absatzmengen verloren haben. Die Holsten-Gruppe hat ihre 1. 8,1 Mio hl abgegeben. Platz.
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Nach dem neuen Global Soft Drink Report 2003 von Zenith International, Bath/UK, dürfte der Absatz der Softdrinks weltweit jährlich um 5 Prozent steigen. Für das Jahr 2003 werden 4,67 Mrd hl für den weltweiten Konsum an Softdrinks angegeben. Das entspricht einem Pro-Kopf-Verbrauch von 75 Litern. Bis zum Jahre 2005 werden die Softdrinks die führende Getränkegruppe sein.
Im Jahre 2002 machten die kohlensäurehaltigen Softdrinks 42 Prozent des Marktes aus. Abgefülltes Wasser kam auf 32 Prozent, die Stillen Getränke auf elf Prozent, Fruchtsäfte und Nektare auf acht Prozent und Sirupe auf sieben Prozent. Abgefülltes Wasser zeigte im Jahre 2002 mit einem Plus von neun Prozent die größte Dynamik.
Der größte Markt weltweit für Softdrinks sind z.Z. die USA mit einem Anteil von 24 Prozent....
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Auch abgesehen von den jüngsten Gerüchten bzw. Ereignissen im deutschen Braugewerbe (s.o.) ist die seit langem vorausgesagte und befürchtete Konzentration im deutschen Biermarkt bereits angekommen. Darauf wies Klaus Richard, Senior Client Manager, A.C. Nielsen GmbH, Frankfurt, in seinem sehr ausführlichen Referat über die Gebinde- und Sortentrends im deutschen und bayerischen Biermarkt nach Einführung des Zwangspfandes beim Bayerischen Brauertag am 2. Dezember 2003 in München hin. Im Jahre 2000 lag der Marktanteil von Tuborg Pilsener, der damals noch einzigen ausländischen Brauereigruppe, die in Deutschland aktiv war, im LEH + GAM bei unter einem Prozent. Heute kommen Interbrew, Heineken und Tuborg Pilsener zusammen auf einen Marktanteil von 16 Prozent..
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Klaus Richard, Senior Client Sales Manager, A.C. Nielsen GmbH, Frankfurt, setzte sich beim Bayerischen Brauertag 2003 am 2. Dezember in München sehr detailliert mit den Auswirkungen des Zwangspfandes auf die Gebinde- und Sortenstruktur im deutschen sowie im bayerischen Biermarkt auseinander. In Deutschland hat sich der Bierausstoß seit 1991 von 118,3 Mio hl auf 108,3 Mio hl im Jahre 2002 verringert. In den ersten neun Monaten ist ein weiteres Minus von 2,6 Prozent aufgelaufen (s.u.), sodass sich der Abwärtstrend wohl fortsetzt. In Bayern brachte der "Wiedervereinigungseffekt" im Jahre 1990 eine Steigerung von 25 Mio hl auf 28,6 Mio hl und für die Jahre 1991 und 1992 Rekordausstoßzahlen von 29,68 Mio hl bzw. 29,3 Mio hl. Anschließend ging es aber bergab bis auf 22,5 Mio hl im Jahre 2002.
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