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Wer in der Getränkebranche zu Hause ist und an Nürnberg im Dezember denkt, der denkt anders als andere. Der denkt nicht etwa an Christkindlmarkt, an Nürnberger Bratwürste und leckeren Heidelbeerglühwein - zumindest denkt er daran nicht im ersten Augenblick der Konfrontation mit beiden Begriffen. trendEvent Getränke, das ist der Stoff, aus dem die Gedanken der "Getränke-Insider" sind.

Konzentration im US-Handel

Vor Beginn des eigentlichen trendEvents ein kurzfristig angekündigtes Highlight am Vortag. Dan Wandel, IRI Information Resources USA, bot eine Sonderpräsentation zu den Getränkemärkten in den USA. Dass die US-Wirtschaft blüht, zeigt die Steigerung der Konsumrate um 5,3 Prozent in den drei ersten Quartalen 2000 im Verhältnis zu 1999. Wal Mart lässt grüßen..

Die Gebindestatistik 2000 weist für alle Mitgliedsbrauereien des Verbandes Rheinisch-Westfälischer Brauereien wieder einen Rückgang beim Fassbierausstoß aus. Der Rückgang gegenüber 1999 lag bei 4,5% auf 6 965 964 hl. Damit lag der Anteil dieser Gebindeform bei 24,24%. Drastische Einbußen mit -27,1% auf noch 184 705 hl verzeichnete das sehr kleine Segment (0,64%-Anteil am Gesamtausstoß) der Tankanlieferung.
Die 0,5-l-Mehrweg- und die 0,33-l-Mehrwegflaschen erlitten ein Minus von 5,1% bzw. 1,0% auf 10 685 866 hl bzw. 4 321 806 hl. Die 0,5-l-Einwegflasche verzeichnete deutliche Verluste (–11,9%) auf nun 339 491 hl. Dagegen wies die 0,33-l-Einwegflasche einen Zuwachs von 25,3% auf nun 600 908 hl auf. Wieder boomte die 0,33-l-Dose mit einem Plus von 71,8% auf 1, 021 Mio hl..

Der Preisindex aller privaten Haushalte in Deutschland ist im Jahre 2000 im Vergleich zum Vorjahr um 0,6% auf 1,9% gestiegen.

Nachfolgend soll dieses Segment des Biermarktes etwas transparenter dargestellt werden, da aufgrund des Biersteuergesetzes Biere mit einem Alkoholgehalt von 0,5 Vol.-% oder weniger (alkoholfreies Bier und Malzbier) nicht mehr Steuergegenstand und deshalb auch nicht mehr in der Biersteuerstatistik erfasst sind.
In den nachfolgenden Tabellen werden die Angaben für die jeweils größten Brauereien wiedergegeben, die auf eine direkte Befragung meinerseits ihre Absatzmeldungen für das Jahr 2000 mitgeteilt haben.
(Tabellen s. Heft)
Der Gesamtausstoß für alkoholfreies Bier und Malzbier ist nach Schätzungen des Deutschen Brauerbundes von 4 012 375 hl Jahr 2000 - also um 3,8% - zurückgegangen. 10,0% abgenommen hat. Die Tabelle 1 zeigt den Ausstoß an alkoholfreiem Bier nach Ländern..

Nach einer Studie der österreichischen Contrast Management Consulting (s.a. Brauwelt Nr. 6/7, 2001, S. 201) ist im stagnierenden Biermarkt weltweit ein klarer Trend zu großen, global agierenden Unternehmen zu beobachten. Der Druck in der internationalen Brauwirtschaft steigt, bedingt durch folgende Faktoren:
- Zunehmende Globalisierung;
- Verstärkte Konzentration (rasanter Anstieg der Übernahmen);
- Stagnation auf vielen traditionellen Märkten (USA, Westeuropa, Australien);
- Steigerungen nur durch einige wenige Wachstumsregionen (Zentral- und Osteuropa, Südostasien, Mittelamerika.
Die zehn größten Brauereigruppen treiben die Globalisierung der Brauwirtschaft voran und beherrschen mit insgesamt 636,1 Mio hl Bierausstoß bzw.
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Kann die Absenkung der Promillegrenze im Straßenverkehr ein wirksamer Beitrag zu mehr Verkehrssicherheit sein oder ist es viel mehr eine Spiegelfechterei auf dem Rücken des Brau- und Gastgewerbes? Dieser Frage ging Dr. Lothar Ebbertz, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Brauerbundes, anlässlich eines Presse-gesprächs in der Schloss-brauerei Herrngiersdorf nach. Anhand von Unfall-statistiken stellte Ebbertz die Entwicklung dar und präsentierte den anwesenden Journalisten eine Argumentationskette, die in erster Linie zeigt, dass das einfache Drehen an der Promilleschraube nicht zielgerichtet sein kann.

Politiker aller Parteien werden nicht müde, dem Alkohol am Steuer den Kampf anzusagen. Auch ihnen kann es nicht gleichgültig sein, wenn z.B.
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Jahrzehntelang versorgten die Brauereien ausschließlich die Konsumenten der unmittelbaren Umgebung mit Bier. Menge und Preise stiegen langsam aber stetig. Die nachhaltigen Änderungen im Biermarkt haben diese Position erschüttert.

Jede Brauerei muss heute ein unverwechselbares Profil haben, um langfristig zu überleben. Grundlage dessen sind die Kernkompetenzen.
- Definition der Kernkompetenzen
Dem Bierkäufer werden heute eine Vielzahl verschiedener Produkte angeboten. Die Unterschiede im Preis sind, verglichen mit anderen Produkten, meist geringfügig, die Qualität in aller Regel hoch, so dass sich Unterschiede oft nur dem Fachmann erschließen. Um dieses bereitstellen zu können, bedarf es bestimmter "Kernkompetenzen".U. eine rechtzeitige Hinwendung zu Lastkraftwagen.

Der steuerpflichtige Bierabsatz bzw. Bierausstoß (ohne den Absatz von Bier mit Alkoholgehalt von 0,5 Vol.-% und weniger, vor allem alkoholfreies Bier und Malzbier) ist in der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 2000 gegenüber dem Vorjahr um 1,7% zurückgegangen. Der Konkurrenzkampf wurde um so härter, zumal die zweite Sommerhälfte „fehlte“ und außerdem noch eine Preiserhöhung erfolgte.
Betrachtet man die Tabelle 1 für den steuerpflichtigen Bierabsatz nach Bundesländern für das Jahr 2000, so fällt auf, dass der größte Ausstoßanstieg in Mecklenburg-Vorpommern (+8,8%), Sachsen-Anhalt (+5,7%) sowie Thüringen und Baden-Württemberg (je +0,2%) festzustellen war.
Dies zeigt, dass besonders die Marken aus einigen neuen Bundesländern verhältnismäßig starke Zugewinne zu verzeichnen haben.h..

2000 betrug der Absatz der deutschen Brauereien knapp 109,7 Mio hl gegenüber 110,1 Mio hl 1999. An der Spitze der Bundesländer lag Nordrhein-Westfalen (29,5 Mio hl) vor Bayern (22,2 Mio hl). Exportiert wurden 2000 10,7 Mio hl (9,5 Mio hl 1999).

Betrachtet man die Tabelle 1 über den Gesamtbierabsatz nach Bundesländern für das Jahr 2000, so fällt auf, dass der Gesamtabsatz um -0,4% zurückgegangen ist. Dieser Rückgang kommt aus den Ländern Berlin/Brandenburg (-4,6%), Hessen (-3,8%), Nordrhein-Westfalen (-2,3%), Baden-Württemberg (-0,2%) und Bayern
(-1,7%). Die stärksten Absatzanstiege wurden in Mecklenburg-Vorpommern (+8,8%), Niedersachsen/Bremen (+3,3%), Rheinland-Pfalz und Saarland (+3,2%) und Sachsen-Anhalt (+3,9%),Thüringen (+1,4%) und Schleswig-Holstein/Hamburg (+1,2%) festgestellt. In diesen Ländern stieg der Export offenbar verstärkt an, wenn sich der Inlandsabsatz nicht auch erhöht hat.h. Die Gilde-Gruppe konnte auch ihren Absatz um 9,6% steigern, hier besonders der Export und die Marke Hasseröder. An 5.Z.
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Das Vorliegen der amtlichen Zahlen zum Bierausstoß in Bayern im Jahre 2000 nutzte Dr. Gerhard Ohneis, Präsident des Bayerischen Brauerbundes, um am 1. Februar 2001 in München über die aktuelle Situation der bayerischen Brauwirtschaft zu berichten.
Das Jahr 2000 hat für die bayerische Brauwirtschaft im Ausstoß ein Minus von 1,7% auf knapp 23 Mio hl gebracht. Auf Bayern entfallen somit lt. Dr. Ohneis ca. 21% des bundesdeutschen Gesamtausstoßes, bei nur 15% der deutschen Bevölkerung. Nach wie vor befinden sich von den bundesweit tätigen 1269 Brauereien 667 bzw. 55% im Freistaat.
Im Export konnten die bayerischen Brauereien ein Plus von 13,4% auf insgesamt 1,6 Mio hl bzw. 7% des Ausstoßes erzielen.
Neben dem Wetter spielen aber lt. Dr.
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Brauereien
Im Verlauf des 4. Quartals verschlechterte sich die Geschäftslage der Brauereien deutlich. Im Dezember beurteilte per saldo ein Fünftel der Firmen die Geschäftslage als schlecht, während im Oktober die positiven Stimmen noch leicht überwogen. Bezeichnend für die Situation ist der Rückgang des Gesamtbierabsatzes im Dezember um 8,5%. Zuletzt war nicht nur der Inlandsabsatz, sondern auch das Auslandsgeschäft unbefriedigend. Die Verkaufspreise blieben im Bereichszeitraum weitgehend stabil; auch für die nächsten Monate sind keine Preiserhöhungen geplant. Der Bierausstoß wird sich - nach den Plänen der Brauereien - im ersten Vierteljahr 2001 nicht erhöhen. Auch das Exportgeschäft wird schwach bleiben. Quartal von einer zufriedenstellenden Geschäftslage..

Das aktuelle Wörtchen BSE zeigt es ganz deutlich: Krisen sind oft schneller da als gedacht. War vor nicht allzu langer Zeit das Steak noch wahrer Hochgenuss, werden die Genießer von zartem Rindfleisch heute bereits mit einem Schuss Verwunderung beäugt. "Ein solcher Extremfall kann in der Getränkebranche nicht vorkommen." Mit diesem Argument auf den Lippen lehnt sich so mancher heute beruhigt zurück. Doch, so Petra Sammer, Group Manager Food & Nutrition Ketchum Deutschland, anlässlich des Fresenius-Getränke-Kongresses: "Seien Sie nicht zuversichtlich, dass Ihr Betrieb von Krisen verschont bleibt. Sie könnten der nächste sein, den es trifft." Und dann heißt es vorbereitet sein. Denn: Was der Verbraucher zu sich nimmt, wird mit höchstem Interesse betrachtet.
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Zum 26. Mal führte die Unternehmensberatung Roland Berger & Partner ihr Management-Seminar für die Brauindustrie durch. Erstmals fand es im Rahmen der BRAU am 14. und 15. November in Nürnberg statt. Man wollte so auch ein Zeichen der Verbundenheit zur mittelständischen Brauwirtschaft setzen.

Unter dem Thema "Der Weg zu neuen Marktsegmenten" referierten namhafte Experten der Branche. Der erste Tag stand im Zeichen der Identifizierung und Erschließung neuer Märkte im In- und Ausland. Am zweiten Tag ging es um die Rolle des Getränkefachgroßhandels bei der Marktbearbeitung - aus deutscher wie europäischer Sicht. „Der dominierende Anteil des Bierausstoßes in Europa und Amerika nimmt deutlich zu Gunsten des Konsums in Afrika und Asien ab."
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