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Aus- und Weiterbildung

14.05.2014

Heiße Phase hat begonnen

Seit 23. Februar 2014 stehen die Finalisten des Innovationswettbewerbs für Getränke und Lebensmittel der TU München (IGL) fest. Nun geht es für je drei Teams in den Kategorien Bier, Biermischgetränke und alkoholfreie Getränke in die heiße Phase des Wettbewerbs. Genau der richtige Zeitpunkt, um die Finalisten etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.

Kai Büchner, Julian Thünnesen und Nadja von Nessen, alle im 8. Semester Brauwesen und Getränketechnologie, bilden das Team „Beer-ArtGenossen“. Ihr Ziel ist es, dem Gerstensaft ein edleres Image zu verpassen. „Wir wollen zeigen, dass Bier es in seiner Hochwertigkeit locker mit Wein aufnehmen kann“, betonen die „Beer-ArtGenossen“.

Team „Bier-ArtGenossen“

Für ihr „Plato 17“ ließen sie sich von der belgischen Braukultur inspirieren. Besondere Herausforderung bei ihrem Brauprojekt ist es, den komplexen Gärprozess eines spontan vergorenen Bieres kontrolliert ablaufen zu lassen und reproduzierbar zu gestalten. Die nächsten Wochen wollen sie nutzen, um an dem anspruchsvollen Verfahren zu feilen. Die drei Brauer haben bereits IGL-Erfahrung – sie waren schon bei der ersten Auflage mit am Start, verpassten damals aber knapp den Finaleinzug. Diese Hürde haben sie beim diesjährigen IGL schon genommen. Jetzt wollen die „Beer-ArtGenossen“ zeigen, dass sie ihre Idee ausgebaut haben und ein marktreifes Produkt präsentieren können.

Eigene Brauanlage

Die „Bieraten“ konnten mit gleich zwei Getränken ins Finale einziehen. Ihre „Black Catherine“ überzeugte die Jury in der in der Kategorie Bier. Michael Kohles, Matthias Knöpfle, Lukas Schappals und Benedikt Marschall studieren ebenfalls im 8. Semester Brauwesen und Getränketechnologie an der TUM und brauen bereits seit Längerem auf ihrer eigenen Brauanlage. So war es nur logisch, gemeinsam am IGL teilzunehmen.
Mit ihrem Russian Imperial Stout „Black Catherine“ wollen sie den Biergenießer am Eisbock-Verfahren teilhaben lassen: das Bier wird als Digestif in einer gefrorenen Flasche serviert. Bis zum Finale wollen die „Bieraten“ vor allem die Sensorik perfektionieren und ein passendes Gebinde finden.

Team „Bieraten“

 Frauenpower

Als drittes Team konnten Katharina Rieger und Tanja Leidgschwendner in das Finale der Kategorie Bier einziehen. Team „Dantschig“ setzt auf Frauenpower und will zeigen, dass Frauen auch super Biere brauen können. Ziel der beiden Studentinnen ist es, Nicht-Bier-Trinker und v.a. die Damenwelt von Bier zu überzeugen.
Gelingen soll das mit der „Novizin“: einem Bier mit einem Stammwürzegehalt von 14-16 Prozent, das mit Ale-Hefe vergoren wird und durch drei Hopfengaben plus Kalthopfung ein fruchtig spritziges Geschmackserlebnis bieten soll. Ein etwas höherer Alkohol- und CO2-Gehalt stellt bewusst eine Nähe zum Prosecco her.

Team „Dantschig“

Die drei Teams fiebern nun dem Finale im Herbst entgegen und feilen weiter an ihren Rezepturen, um am Ende ein ausgereiftes Produkt mit überzeugendem Marketingkonzept vorstellen zu können. Denn beim IGL kommt es nicht alleine auf die Braukunst an, die Teilnehmer sollen auch ihr Können in den Bereichen Produktentwicklung und Marketing unter Beweis stellen.