Markt
Der Getränke-Fachgroßhandel hat zur Zeit alle Hände voll zu tun. Nach Aussagen des Bundesverbandes des Deutschen Getränkefachgroßhandels bewegen die 53 500 Beschäftigten des deutschen Getränkefachgroßhandels mit 20 000 Fahrzeugen rd. 70% aller Getränke vom Produzenten in den Einzelhandel und die Gastronomie. Der Bundesverband repräsentiert 1400 Unternehmen mit 80% des Gesamtumsatzes von rd. 28,5 Mrd DM. Trotz der guten Umsätze im August bleiben die Umsatzerwartungen der Branche für 1997 eher gedämpft bis mäßig. Zufrieden äußerte sich der Bundesverband jedoch in einer ersten Bilanz des Jahres 1996: Danach konnten 280 der befragten repräsentativen Mitglieder ihren Umsatz um 4,7% auf 3,707 Mrd DM steigern. Die Ertragssteigerung fiel aber erheblich niedriger aus.
Recht
In der „Bekanntmachung zum Verfahren für Leitlinien für die Lebensmittelhygienepraxis nach Artikel 5 der Richtlinie 93/43/EWG des Rates vom 14. Juli 1993 über Lebensmittelhygiene“ des Bundesanzeigers vom 8. März 1997 wird beschrieben, welche Verfahren für die Erarbeitung von Leitlinien für eine gute Hygienepraxis in Frage kommen. Es werden zwei Vorgehensweisen vorgeschlagen, entweder mit dem Deutschen Institut für Normung oder direkt mit den betroffenen Wirtschaftskreisen (Verbände, Landesbehörden, Verbraucherschaft, BGVV und BMG). Aus diesem Anlaß weist der Deutsche Brauer-Bund darauf hin, daß eine weiterführende Abstimmung des bereits existierenden Leitfadens für die gute Hygienepraxis, der vom DBB erstellt wurde, nicht geplant ist.
Markt
Als Biermischungen werden lt. Biersteuer-Gesetz Mischungen von Bier mit nichtalkoholischen Getränken bezeichnet. Es handelt sich dabei, wie der Deutsche Brauer-Bund mitteilt, ausschließlich um von Brauereien hergestellte und verbrauchsfertig in Flaschen abgefüllte Mischungen. Im Rahmen der Biersteuererklärungen werden nur diese Mengen statistisch erfaßt. Nicht enthalten in den Statistiken sind gebrauchsfertige Mischungen von Bier mit alkoholischen Getränken sowie privat oder in Gaststätten vor den Augen des Gastes hergestellte Mischungen von Bier mit alkoholischen oder nichtalkoholischen Getränken.
Nach den neuesten statistischen Zahlen hat sich im ersten Halbjahr 1997 die Zahl der Hersteller von Biermischungen gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres von 249 auf 296 erhöht..
Diverses
„Brauwelt“ sprach mit Hanno C. Fiedler, dem Vorstandsvorsitzenden der Schmalbach-Lubeca AG, Ratingen, über die Märkte der Zukunft.
Frage: Welche Veränderungen zeigt der Markt?
Fiedler: Unser Wettbewerbsumfeld hat sich in den letzten fünf Jahren gründlich verändert und ist gekennzeichnet durch eine zunehmende Konzentration auf der Abfüller- und Kundenseite. Osteuropäische Niedriglohnländer bieten zunehmend Verpackungen in Westeuropa an. Wir haben daraus Konsequenzen gezogen.
Frage: Welche?
Fiedler: So wollen wir uns auf den Ausbau von Kerngeschäftsfeldern mit globalen Zukunftschancen konzentrieren und dadurch eine Erhöhung der jeweiligen Marktanteile erreichen, die Kundenstruktur erweitern und globale Wachstumschancen nutzen. N.
Diverses
Die Verbotsverordnung für Fluor-Chlor-Kohlenwasserstoffe als Kältemittel und Treibgas für Dämmstoffe zwingt den gesamten Industriezweig der Hersteller von Kälteanlagen und Haushaltsgeräten sowie die Anwender, in kürzester Zeit gleichwertige Stoffe einzusetzen, die ökologisch unbedenklich sind. Diese Aufgaben koordiniert der seit 1957 bestehende Forschungsrat Kältetechnik mit Sitz in Frankfurt a.M. Seit 1959 ist der Verein Mitglied der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) und erfährt damit auch eine staatliche Förderung. In den ersten Jahrzehnten des Bestehens des Forschungsrates, der erste Vorsitzende war der Begründer der Kältetechnik als wissenschaftliche Disziplin, Prof. Rudolf Planck, war es relativ ruhig um die Forschungsbelange im Industriezweig.
Markt
Nach einer Mitteilung des Deutschen Brauer-Bundes über die wichtigsten Ergebnisse der Erhebungen der GfK, Nürnberg, über den Absatz von Bier nach Gebinden und Preisen im LEH und in Abholmärkten im 1. Halbjahr 1997 ergaben sich die in folgender Tabelle dargestellten Absatzveränderungen zum Vergleichszeitraum 1996. Bei den 0,5-l-Dosen ist das Preisband 0,60 bis 0,69 DM/Dose mit 22,9% am Absatz beteiligt. 31,7% der 0,5-l-Dosen werden zu Preisen zwischen 0,90 und 0,99 DM abgesetzt, 21,8% liegen im Preis über 1 DM. Im Preisband zwischen 0,60 und 0,69 DM/0,5-l-Dose lag der Anteil der Handelsmarken bei 66,4%, mit steigender Tendenz. Im Bereich 0,70 bis 0,79 DM/0,5-l-Dose betrug der Handelsmarken-Anteil 21,4%, fallende Tendenz.
Recht
Nach einem Urteil des EuGH (C-17/96) müssen die Mineralstoffe im Mineralwasser keine gesundheitlichen Eigenschaften haben. Die unterirdische Herkunft, eine dauerhafte Eigenart und die ursprüngliche Reinheit des Wassers reichen aus, um es als „natürliches Mineralwasser“ deklarieren zu können.
Gastronomie
Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes setzten die Unternehmen des Gastgewerbes in Deutschland im ersten Halbjahr 1997 nominal 2% und preisbereinigt 3% weniger um als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Bei den Unternehmen des Gaststättengewerbes ging der Umsatz nominal um 3% und real um 4% zurück. Nur die Kantinen und Caterer erzielten eine Umsatzsteigerung von 4%, real von 3%.
AfG
Nachdem die endgültigen Zahlen der deutschen Mineralbrunnenbranche von 1996 feststehen, hat die Informationszentrale Deutsches Mineralwasser, Bonn, alle wichtigen Branchenzahlen noch einmal in einem Leporello zusammengefaßt.
Danach gab es in Deutschland im vergangenem Jahr 242 Mineralbrunnen mit rd. 550 Quellen. Beschäftigt waren 16 080 Mitarbeiter, der Umsatz lag bei 4,7 Mrd DM. Insgesamt sind 91,27 Mio hl an Mineralwasser abgefüllt worden, 1,2% weniger als 1995. Davon entfielen 48,1 Mio hl (–2,7%) auf Mineralwasser mit Kohlensäure, 19,6 Mio hl (+0,8%) auf Mineralwasser ohne Kohlensäure, 0,77 Mio hl (–18,2%) auf Mineralwasser mit Aroma, 3,58 Mio hl auf Heilwasser und 19,18 Mio hl auf Mineralbrunnen-Erfrischungsgetränke (+1,9%)..
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