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Bayerische Sommer-Braugerste bleibt knapp -- In einem Bericht in der Brauwelt Nr. 17/18, 1996, S. 775, plädiert unter anderem Dr. Baumer erneut für hochwertige Winter-Braugerstensorten. Abgesehen davon, daß der terminus technicus richtigerweise braufähige Wintergerstensorten heißt, da Braugerste als solche stets die Sommerform beinhaltet, rührt doch die Misere wohl daher, daß gerade von Dr. Baumer beständige Signale zu ebendieser Winterform ausgehen. Mir persönlich ist es völlig gleichgültig, welche Ratschläge bayerischen Landwirten gegeben werden. Aber ich verwahre mich gegen jegliche Missionierungsversuche in Ländern, in denen die Braugerstenwelt noch in Ordnung ist..
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Europäische Union des Hopfenhandels -- Anläßlich des ersten Internationalen Hopfenwirtschaftskongreß, hielt die Europäische Union des Hopfenhandels am 6. August 1996 in München ihre diesjährige Arbeitssitzung ab. In seiner Begrüßung wies der 1. Vorsitzende des deutschen Hopfenhandelverbandes, Johannes M. Raiser, auf die Notwendigkeit einer engeren Zusammenarbeit zwischen Produktion und Handel hin. Die früheren Unstimmigkeiten waren meist eine Folge von Spekulationen, die oft jeglicher Grundlage entbehrten. Spekulationen müßten in einer freien Marktwirtschaft zwar sein, sie sollten aber überschaubar bleiben. Hier könnte eine Börse von Vorteil sein. Wünschenswert wäre eine ähnliche Einrichtung in den USA. Dann hätte man ein Informationsinstrumentarium, mit dem man gut arbeiten könne. E. O.
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Sortenempfehlungen bei Braugerste -- Von den Landesförderungsverbänden werden der Landwirtschaft zum Sommergerstenanbau 1996 wiederum nur Sorten empfohlen, die in der Gesamtheit ihrer Qualitätseigenschaften den Anforderungen der Verarbeiter von Braugerste entsprechen. Nur diese Sorten bringen die Voraussetzung mit, um auf dem Braugerstenmarkt bestehen zu können..
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Schwierige Hopfenmarktlage in Bayern -- Die Teilnehmer des Internationalen Hopfenwirtschaftskongresses (s. S. 1594) besuchten am 6. August 1996 als Abschluß ihrer Hopfenrundfahrt durch die Hallertau das Hopfenforschungsinstitut Hüll. Der bayerische Landwirtschaftsminister Reinhold Bocklet gab dort eine Pressekonferenz, auf der er zunächst auf die witterungsbedingten Ernteschwankungen der vergangenen Jahre hinwies. Nach den geringen Ernten der Jahre 1990, 1992 und 1994 sowie der Rekordernte 1993 konnte man 1995 mit einer Erntemenge von knapp 60 000 Ztr in Bayern endlich wieder eine normale Ernte einfahren. Laut Bocklet haben die US-Hopfenanbauer die Schwierigkeiten in diesen Jahren geschickt genutzt und Marktanteile erobert.B. Bayern und Hopfen gehören seit Jahrhunderten zusammen..
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Aufgrund der jüngsten Niederschläge erwartet Toepfer International, Hamburg, in der EU eine gute Braugerstenernte 1996. -- Abstriche sind nur bei der Winterbraugerste in Frankreich zu machen. Die Anbaufläche hat sich in der EU um 4% erhöht, in Kanada um 10%. Auch aus Südamerika werden günstige Bedingungen für die Braugerstenernte gemeldet. Toepfer erwartet, daß sich die internationalen Braugerstenpreise auf dem derzeitigen hohen Niveau nicht halten können.
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Mit Wirkung vom 20.10.1995 hat die EU-Kommission die Malzerstattung für das Wirtschaftsjahr 1995/96 auf 30 ECU/t festgesetzt, etwa nur halb so hoch wie im Jahr zuvor. -- Dennoch haben die Malzexporteure bereits ihren Lizenzziehungsbedarf für die eingegangenen Exportverpflichtungen weitgehend abgedeckt und für knapp 1,5 Mio t Exportlizenzen gezogen. Insgesamt wird ein Exportaufkommen von 1,8 Mio t erwartet.
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Europäische Hopfenernte und Marktvorschau -- Anläßlich des 42. Kongresses der Europäischen Union des Hopfenhandels vom 4. bis 7. August 1996 in München wurde folgender Kurzüberblick über Ernte und Markt für die europäische Hopfenernte 1996 abgegeben: Belgien: Die Anbauflächen sind in Belgien bei den Aromahopfen um nur 3 ha auf 84 ha gestiegen. Bei den Bitterstoffhopfen trat eine erneute Flächenreduktion um circa 33 auf 258 ha ein. Erwartet wird eine Ernte von rund 11 000 Ztr. Deutschland: Im Anbaugebiet Hallertau verringerte sich die Gesamtfläche geringfügig auf 17 837 ha. Die Anbaufläche verschob sich deutlich zugunsten der Sorten Tradition, Hallertau, Magnum und Taurus. Dies gilt auch für die flächenreduzierten Sorten. Frankreich: In Frankreich stehen in diesem Jahr 663 ha unter Anbau..
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Der Biergeschmack läßt sich in drei Wahrnehmungsbereiche einteilen: Antrunk, Mitte der Geschmacksempfindung und Nachtrunk. Der Antrunk wird von Aroma und Vollmundigkeit geprägt, die Mitte von der Rezenz und der Nachtrunk im wesentlichen von der Bittere des Bieres, wenngleich diese Empfindungen ineinander übergehen und im günstigen Falle ausgewogen sind. Über den Biergeschmack und seine Beeinflussung wird im nachfolgenden Beitrag berichtet.
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Biologische Weltsensation in Hüll gelungen -- Neuer Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Hopfenforschung in Hüll und damit offizieller Nachfolger des im Juni vergangenen Jahres verstorbenen Dr. Georg Beer ist Georg Balk, Technischer Leiter und Generalbevollmächtigter der Münchner Spaten Franziskaner-Brauerei. Dies beschloß die Mitgliederversammlung in München-Aschheim auf Vorschlag des stellvertretenden Vorsitzenden und des die Geschäfte bislang interimistisch leitenden Dr. Gerhard Nienaber. Bei den zahlreichen Berichten über die Versuchs- und Forschungstätigkeit vermeldete das Hüller Institut auf dem Gebiet der biotechnologischen Züchtungsmethoden eine Sensation, weltweit erstmals gelang die Entwicklung von vollständigen Hopfenpflanzen aus reinerbigen Pflanzen.