Barrieretechnologie bekommt eigene Halle
Investition | Die KHS Gruppe investiert mehr als elf Millionen EUR in eine neue Halle für das Produktcenter Barrieretechnologie. Dort werden künftig alle Abteilungen der Plasmax-Beschichtungstechnik unter einem Dach gebündelt.
Das Gebäude mit einer Grundfläche von rund 4300 m2 entsteht auf dem neuen Werksgelände am Hellmesbergerweg in Hamburg und soll im Frühjahr 2027 in Betrieb gehen. Mit dem Neubau optimiert KHS Prozessabläufe und schafft Raum für weiteres Wachstum.
„Unsere Barrieretechnologie ist ein wichtiger Wachstumstreiber für den Geschäftserfolg der gesamten KHS Gruppe. Die Nachfrage nach unseren Maschinen der InnoPET FreshSafe-Baureihe hat sich in den vergangenen fünf Jahren vervierfacht“, so Kai Acker, Vorsitzender der KHS-Geschäftsführung, anlässlich des feierlichen Spatenstichs der neuen Halle am 22. Mai 2026.
Das Werk in Hamburg bündelt das Kompetenzzentrum für PET-Technologie innerhalb der Gruppe. Als Pionier der PET-Flaschenproduktion entstehen hier seit mehr als 50 Jahren Lösungen, die die internationale Getränke- und Verpackungsindustrie weltweit prägen. Dazu gehören unter anderem die Hochleistungs-Streckblasmaschinen der InnoPET Blomax-Reihe, die Füllmaschinen der InnoPET BloFill-Serie und die Beschichtungsmaschinen mit Plasmax-Technologie. Die InnoPET FreshSafe-Blöcke von KHS beschichten PET-Flaschen mit einer hauchdünnen, transparenten Glasschicht im Plasmaxprozess. Sie schützt empfindliche Getränke vor Oxidation bzw. dem Verlust von Kohlendioxid.
Die beiden Produktcenter für Streckblas- und Barrieretechnologie teilen sich bislang drei Werkshallen. Aufgrund des starken Wachstums insbesondere innerhalb der Barrieretechnologie stoßen diese jedoch an ihre Kapazitätsgrenzen. „Um Prozesse effizienter zu gestalten und die Produktion auszubauen, bündeln wir alle entsprechenden Bereiche künftig in einer neuen Halle“, erklärt Dr. Joachim Konrad, Leiter KHS-Produktdivision Großmaschinen.
Verbesserte Montage und optimierte Vorabprüfung
Die Vorteile: Kürzere Wege entlasten die Mitarbeitenden und optimierte Abläufe fördern die enge Zusammenarbeit der Fachabteilungen. Vom Hallenneubau profitiert auch die Montage: Statt Maschinen komplett an einem Ort aufzubauen, montieren die Mitarbeitenden einzelne Module parallel an definierten Arbeitsplätzen vor. Anschließend werden sie zur Gesamtmaschine zusammengefügt und in Betrieb genommen.
Der Laborbereich – hier prüft KHS die beschichteten Flaschen und entwickelt neue Beschichtungen und Beschichtungstypen – erhält zudem ein sogenanntes Paternoster-System. Mit ihm können künftig Flaschen-Batches automatisiert eingelagert und über eine Codierung gezielt abgerufen werden. Schließlich hat KHS das Flaschen- und Zwischenlager näher an die Labor- und Produktionsbereiche angeordnet.
Schlagworte
Streckblasprozess PET Neubau Prozessoptimierung
Quelle
BRAUWELT 12, 2026, S. 439-440
Firmen
- KHS GmbH, Bad Kreuznach, Deutschland