Rohstoffe
Traditionsgemäß lud der Braugerstenverein Nord-Ost e.V. nicht nur seine Mitglieder, sondern auch Kunden und Interessenten aus der Landwirtschaft, Malzindustrie und den Brauereien zur Jahreshauptversammlung ein. Diese Veranstaltung am 14. Dezember 1999 war zugleich die Auswertung der im Sommer durchgeführten Rundfahrt, auf der sowohl die neuen Braugetreidesorten in Streifenanlagen beurteilt als auch die Bestände der marktführenden Sommergerstensorten besichtigt wurden.
Richard Ladenberger, Vorsitzender des Vereins, verband seine Begrüßungsrede mit einer Schilderung der Situation der Landwirte, die nach seinen Worten keinesfalls rosig ist. Der Agrarsektor hat Kummer mit der Politik und den Preissenkungen für Lebensmittel. Die Mineralölsteuer trifft in erster Linie die Landwirtschaft.B.B.
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Malz wird von Brauern oft als „Seele des Bieres“ bezeichnet. Der seit Jahren zu beobachtende Preisverfall bei Braugerste und Malz läßt allerdings Zweifel an der Wertschätzung der Mälzer und Brauer für ihren wichtigsten Rohstoff aufkommen. Mittlerweile hat der Braugerstenpreis ein Niveau erreicht, bei dem Erzeuger ernsthaft den Wechsel zu betriebswirtschaftlich interessanteren Alternativen in Betracht ziehen.
Vor den Folgen einer aus heutiger Sicht durchaus möglichen drastischen Reduzierung der Anbauflächen für hochwertige Sommerbraugerste – Preissteigerungen und Qualitätseinbußen – sollten Mälzer und Brauer in wohlverstandenem Eigeninteresse die Augen nicht verschließen.
Auch die Braugerstengemeinschaft sieht die Erfolge der vergangenen Jahre gefährdet..
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Im Rahmen des Langzeitprogramms zur Rückstandssituation von Pflanzenschutzmitteln im Hopfen wurden auch im Hopfen des Jahrgangs 1999 nur wenig Wirkstoffe gefunden. Die Werte liegen in allen Fällen unter den gesetzlich zugelassenen Höchstmengen nach der gültigen Rückstands-Höchstmengen-Verordnung.
Insgesamt wurden sechs Proben auf 48 Wirkstoffe untersucht. Über der Nachweisgrenze lagen in allen Proben Triforin und Kupferverbindungen.
Kupferverbindungen, so begründet die untersuchende Bayerische Landesanstalt für Pflanzenbau die Rückstände, seien durch die geringen Niederschläge im August nicht abgewaschen worden, sondern vollständig auf den Dolden haften geblieben..
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Die Frage ist, was kostet es wirklich, sie zu erzeugen, nicht, was der Händler oder Mälzer dafür bezahlt.
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Die Hopfenernte 1999 ist nach Angaben des Verbandes der Hopfenkaufleute und Hopfenveredler e.V., Pfaffenhofen, abgeschlossen. Die Landpartien sind vom Hopfenhandel auf ihre Alphawerte geprüft worden. Dabei zeichnen sich als vorläufiger Trend die in der Tabelle dargestellten Zahlen ab. Der Verband weist darauf hin, daß dieses Ergebnis wegen der noch nicht repräsentativen Anzahl der geprüften Hopfenpartien große Streuungen aufweist und nicht endgültig ist. Auch zeige die Erfahrung, daß die Alphasäurewerte im Verlauf der Saison noch einen natürlichen Abbau erfahren.
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Als Schlußfolgerungen aus dem umfangreichen Zahlenmaterial über die Hopfenernte 1999, herausgegeben von der Simon H. Steiner, Hopfen, GmbH, ergeben sich für die Brauereien ständig steigende Preise für alle Sorten. Das gilt nicht nur für den europäischen Markt, sondern trifft ähnlich auch für den US-Hopfen zu.
Zu einer weiteren Marktbefestigung hat der wiederum installierte Hopfenpool der Erzeugergemeinschaft Hallertau beigetragen.
Die gegenüber den Vorjahren geringere Freihopfenmenge wird bei einigen besonders gefragten Sorten zu Engpässen führen, obwohl weltweit der Alpha-Säuren-Bedarf gedeckt werden kann. Es ist für die Ernte 1999 eine noch frühere Räumung des Marktes, speziell in Europa, zu erwarten. Diese Marktenge wird zu weiteren Preissteigerungen führen..
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Anstelle der traditionellen Braugerstenschau wurde am 7. Dezember erstmals der „Bayerische Braugerstentag” in München durchgeführt. Veranstalter waren der Verein zur Förderung des bayerischen Qualitätsgerstenanbaues und der Bayerische Bauernverband. Angesichts der bekannten Probleme (niedrige Preise für Erzeuger, Händler und Mälzer, sinkender Bierverbrauch in Europa) sowie der Überlegungen, die Landesanstalt für Bodenkultur und Pflanzenbau (LBP) in die TU München-Weihenstephan einzugliedern, zeichneten die Referenten ein düsteres Bild für die Zukunft.
Leonhard Keller vom Bauernverband berichtete, daß für die Landwirte die Preisrelationen zu den Alternativfrüchten und die Vermarktungskonditionen entscheidend seien, um im Wettbewerb bestehen zu können.
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Im Bericht über die 38. mälzereitechnische Arbeitstagung bei Doemens, „Brauwelt” Nr. 48, 1999, S. 2294 werden Kommentare zitiert, die lt. Dr. M. Baumer, Bayerische Landesanstalt für Bodenkultur und Pflanzenbau, Freising, so nicht abgegeben worden sind. Zu bemängeln ist die Wiedergabe über einige Passagen bei den Sorten Annabell und Viskosa.
So wird berichtet: „Dahingegen sind das 1000-Korngewicht und das Hektolitergewicht eher schlecht.” Die Sorte Annabell hat ein kleines, mürbes Korn, was für die Malzqualität von Vorteil ist. Die Bewertung „schlecht” ist hierbei irreführend. Die verschiedenen Malzqualitätsparameter werden richtig zitiert, das Resümee aber, wonach Annabell nur eine „durchschnittliche Malzqualität” haben soll, ist nicht richtig gezogen..
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Die Frühvermälzung ist eine jährlich wiederkehrende Untersuchungsreihe des Lehrstuhls für Technologie der Brauerei I in Weihenstephan. Sie dient der Ermittlung von Qualitäts- und Verarbeitungseigenschaften der Braugerste schon kurz nach der Ernte. 1999 wurden hierzu 139 Proben aus dem In- und dem benachbarten Ausland einer Kleinmälzung sowie umfangreichen Gersten- und Malzanalysen unterzogen. Mit den dabei gewonnenen Ergebnissen und den hervorgetretenen Besonderheiten des Gerstenjahrgangs 1999 beschäftigt sich der folgende Beitrag. Der teils wechselhafte Juni mit Regenschauern während der Blüte ließ einen höheren Befall mit Pilzen erwarten. Für einen nennenswerten Ährenbefall war es letztendlich jedoch zu kühl. Tatsächlich überwogen Blattparasiten. „atmosphärische”) Blattflecken vor..