Markt
Globalisierung made in Germany -- Unter der Überschrift Eine Welt für Bier und Chips schrieb Dietmar H. Lamparter in der Zeit Nr. 19 vom 3. Mai 1996, S. 29, daß deutsche Unternehmen im Ausland wachsen müssen, um zu bestehen. Diesem Zwang könnten sich weder Konzerne noch Mittelständler entziehen, wie er am Beispiel von Siemens und Warsteiner aufzeigte. Beim deutschen Bier sind, so die richtige Analyse, die gemütlichen Zeiten erst einmal vorüber. Vor allem der zersplitterte Markt, aber auch das Reinheitsgebot für in Deutschland gebrautes Bier ließen die internationalen Brauereikonzerne wie Heineken, Anheuser-Busch, Carlsberg und Fosters hierzulande noch nicht so recht zum Zuge kommen. Bier läßt sich, Gott sei Dank, doch nicht so leicht transportieren wie Chips..
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Spannungen am Biermarkt -- Wenn die deutschen Bieraktien schon seit geraumer Zeit an der Börse - abgesehen von einigen wenigen, kurzfristigen Sonderbewegungen - nicht so richtig Fuß fassen können und auch im 1. Quartal 1996 dem allgemeinen Aufschwung, ähnlich wie Fußkranke, hinterherhinkten, dann hängt dies auch von den wenig anregenden Konditionen und Gegebenheiten des deutschen Biermarktes ab. Hier droht kleineren Brauereien weiterhin das Aus. Auch regionale Spezialitäten verlieren ständig Marktanteile. Die Quote der mittelpreisigen Marken ist seit 1970 von 88 auf 53 Prozent gesunken. Der Preiskampf beim Bier - der halbe Liter soll schon zu Dumpingpreisen bis zu 44 Pfennigen offeriert worden sein - bereitet den verbliebenen 1250 Brauereien zunehmend Kopfschmerzen. März). 9..
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Differenzierungsmöglichkeiten für mittelständische Brauereien -- In einem Beitrag in der Zeitschrift Horizont Nr. Durch die wachsende Austauschbarkeit von Produkten sucht der Verbraucher zusätzliche Identifikations- und Entscheidungskriterien für den Kauf. Dienstleistungs-Faktoren, die für den Kunden schnell und preiswert Probleme lösen, gewinnen immer mehr an Bedeutung. Zunehmend wichtiger wird aber laut Schmitz-Sander auch die Frage nach dem Verhalten des Unternehmens in der Gesellschaft (shopping for a better world). Gerade für die Braubranche, die existentiell auf reine Rohstoffe angewiesen ist, sollte z.B. ein unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten betriebenes Umweltmanagement Voraussetzung für die Einhaltung der Ressourcen- und Produkt-Qualität nach deutschem Reinheitsgebot sein..
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Der Verbraucher, das unbekannte Wesen -- Die Kauflust in Deutschland hat sich in der ersten Hälfte dieses Jahres auf niedrigem Niveau stabilisiert. Die Anschaffungsneigung, ein von der GfK, Nürnberg, monatlich erstellter Indikator, liegt immer noch unter dem Vorjahreswert. Die Entwicklung im 2. Quartal 1996 läßt lt. GfK auf eine weitere Konsolidierung der Konsumlust hoffen. Die Konsumenten üben Zurückhaltung wegen der fehlenden positiven Impulse vom Arbeitsmarkt sowie wegen der drohenden weiteren steuerlichen Belastungen. Das Konsumklima wird sich erst dann wieder erwärmen, wenn die Verbraucher wieder mehr Vertrauen in die weitere konjunkturelle Entwicklung gewinnen. Das könnte noch eine Weile dauern. So klagen z.B. 4,4. Ähnlich geht es auch mit dem Getränke-Heimdienst..
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Asahi Super Dry erstmals vor Kirin Lager -- Nach einer Meldung von Asahi Breweries Ltd., Tokio, ist es im Juni 1996 erstmals seit 42 Jahren gelungen, Kirin Lager als Marktführer zu überholen. Von Asahi Super Dry wurden im Juni dieses Jahres 16,20 Mio Kästen bzw. 2,05 Mio hl (+ 25% im Vergleich zum Juni 1995) abgesetzt. Kirin Lager kam auf 16,10 Mio Kästen beziehungseise 2,04 Mio hl (+ 6%). Kirin Lager war seit 1954 die führende Marke in Japan. Es hatte damals Asahi Beer abgelöst. Asahi Super Dry wurde 1987 auf den Markt gebracht und hat seitdem besonders bei den 20 bis 40jährigen, aber auch bei Frauen ständig an Beliebtheit gewonnen. Asahi Breweries Ltd. arbeitet in Japan mit 85 Niederlassungen. Der rasante Zuwachs der Dose hielt auch im laufenden Jahr an..
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Kooperationsvertrag zwischen Veltins und Warner Brothers -- Am 30.6. öffnete in Bottrop-Kirchhellen ein Movie- und Entertainmentpark seine Pforten, der in Kooperation zwischen der Brauerei Veltins und dem amerikanischen Filmproduzenten Warner Brothers entstanden ist. Die Sponsoring-, Werbe-, VKF- und PR-Maßnahmen sollen untereinander vernetzt werden und so einen gegenseitigen Image- und Nutzentransfer bewirken. Für Warner Brothers Movie World stand der australische Schwesterpark Pate, der im Juni 1991 eröffnet wurde. Bei dem deutschen Stück Hollywood hat sich Veltins das exklusive Ausschankrecht für Bier Pilsener Brauart gesichert. Neben der Präsenz in Bars, Restaurants und allen Verkaufsständen des Parks sind gemeinsame Werbe- und Promotionmaßnahmen geplant.
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Reaktionen auf Reklamationen -- Immer mehr Kunden reagieren verSrgert auf die Behandlung ihrer Reklamation. WShrend 1994 die Telekom noch das Unternehmen mit den meisten verSrgerten Kunden war (46 Prozent der Kunden waren mit der Reaktion auf ihre Beanstandung nicht einverstanden), hat 1995 der sffentliche Personennahverkehr die rote Laterne Ybernommen: 62 Prozent der Kunden wurden nachhaltig verprellt (1994 lag der Wert noch bei 21 Prozent). Allerdings zeigen fast alle anderen befragten Firmen und Institutionen deutlichen Nachholbedarf in Sachen Reklamationsbehandlung: Die Zufriedenheit mit den Reaktionen von Kfz-WerkstStten, KaufhSusern oder LebensmittelmSrkten hat in den letzten beiden Jahren durch die Bank nachgelassen.
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Mut zum Risiko ist angesagt -- Mit rasantem Tempo bewegen wir uns auf die Jahrtausendwende zu. Wie einer Glückwunschkarte für das Jahr 1996, versandt von der Privatbrauerei Zötler, Rettenberg, zu entnehmen war, führt der Zwang der heutigen Kurz-Zeit und Kurz-Erfolgsgesellschaft, in der alles schon vorher beweisbar sein soll, zwangsläufig zu einer immer erdrückenderen Gleichförmigkeit und verhindert genau das, was wir dringend bräuchten: neues innovatives und risikoreiches Denken. Das Morgen wird in nichts mehr so sein wie unser bequemes Gestern. Sämtliche Wirtschaftsauguren sagen schwierigere Zeiten voraus. Diese bergen aber auch immer Chancen für diejenigen, die sie erkennen, ergreifen und, mit Mut zum Risiko, für sich nutzen. In diesem Sinne alles Gute für das Jahr 1996!.
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Umweltimage und Kaufentscheidung -- Nach einer Studie des Sample-Instituts, Mölln, verzichten 54% der Verbraucher beim Einkauf auf umweltschädliche Produkte. Bei einer ähnlichen Studie hatten sich im Jahre 1993 nur 50% für einen derartigen Verzicht ausgesprochen. Immerhin sind 30% (1993: 28%) auch bereit, für umweltverträgliche Produkte mehr zu bezahlen, zumindest gaben sie das bei der Umfrage an. Noch kritischer reagieren die Verbraucher bei speziellen Umweltthemen. So kaufen 58% keine Produkte mit aufwendiger Verpackung, und mehr als drei Viertel bevorzugen die Pfandflasche gegenüber Einwegalternativen. Kunststoff- und Aluminiumverpackungen werden deutlich kritischer beurteilt als die gut recyclebaren Materialien Glas und Papier..
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