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Markt

Biergarten (Foto: Markus Distelrath auf Pixabay)

Zwei Jahre – zweifacher Rückgang | Im Januar des Jahres 2020 erreichte das Coronavirus Europa. Noch konnte niemand ahnen, welcher Ausnahmezustand damit einhergehen würde. Ab dem 18. März 2020 mussten Hotels, Herbergen und Unterkünfte bundesweit schließen, in den Gaststätten durften ab dem 22. März keine Gäste mehr bewirtet werden. Ein Großteil der Ladenge­schäfte wurde geschlossen. Die Auswirkungen waren auch für die Geträn­kebranche beträchtlich; allein die Ausfälle im Außerhaus-Markt haben für viele Unternehmen weitreichende Verluste gebracht. Nun befinden wir uns bereits im dritten Jahr der Pandemie.

Der niederländische Bierkonzern Heineken hat Anfang Mai bekannt gegeben, er werde mehr als 700 neue Jobs in seinen Pubs schaffen im Rahmen eines Investitionsplans in Höhe von 42 Mio GBP (50 Mio EUR). 660 Pubs – oder umgerechnet jedes vierte Pub in seiner Gastro-Division – sollen ein Upgrade erhalten.


Der Craft Bier-Brauer Stone ist erneut in einen Markenstreit verwickelt, aber diesmal auf der anderen Seite – als der Angeklagte. In seiner Klage beschuldigt Sycamore Brewing aus Charlotte (North Carolina) den kalifornischen Brauer, er habe den Markenslogan von Sycamore, „Keep It Juicy“, gestohlen. Sycamore vermarktet damit sein beliebtes „Juiciness IPA“.


AB-InBev hat bekanntgegeben, dass es seine Beteiligung am Russland-Joint Venture mit der türkischen Gruppe Anadolu Efes wohl an diese verkaufen wird. Gerechnet wird mit einem Verlust von 1,1 Mrd USD (1 Mrd EUR). Unklar bleiben dagegen die Pläne für die Ukraine, die ebenfalls vom Joint Venture abgedeckt wird.


Carlsberg sieht Kaufinteresse für sein Russland-Geschäft. Bei der Veröffentlichung der Quartalszahlen (Januar bis März) Ende April nannte der dänische Brauer noch keine Namen. Auch sei es schwer einzuschätzen, wie lange der Verkaufsprozess dauern würde und welcher Preis erzielt werden könne. Carlsberg geht jedoch bereits davon aus, dass der Verkauf zu einer Abschreibung in Höhe von etwa 1,4 Mrd USD führen wird.


2021 war das dritte Jahr in Folge, in dem der Bierkonsum in Polen zurückging – auf den tiefsten Stand innerhalb eines Jahrzehnts. Seit 2018 ist der Biermarkt um knapp 5 Mio hl geschrumpft. Im ersten Quartal 2022 setzte sich der Trend fort. Der Bierabsatz ging im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um vier Prozent zurück. Im April war er ebenfalls rückläufig.


Verschmelzung zweier Welten | Dass sich gerade in Italien dieser neuer Bierstil etablierte, ist wohl kein Zufall. Die tief verwurzelte Weintradition trifft hier auf eine sehr lebendige neue Bierszene, die keine Berührungsängste hat. Ein Überblick über die Anfänge, die verwendeten Traubensorten, Macharten und die Zukunft dieser besonderen Biere.


Rückgang bei Menge und Wert | Grundsätzlich gibt es kaum Neues zu berichten, denn Corona behielt die Getränkeindustrie auch 2021 fest im Griff. Nicht nur die Brauer haben ein schwieriges Jahr hinter sich, auch für die Mineralbrunnen gab es kein Pardon. Noch immer galt: je stärker die Aktivitäten in der Gastro­nomie, umso größer meist der Schaden.


Deutschlands Bier-Regionen | Nun berichten wir im zweiten Jahr in Folge über die Auswirkungen der Pandemie auf die Braubranche. Bei allen Schwierigkeiten, mit denen sich die Brauereien konfrontiert sahen, waren vielerorts eine gute Portion Optimismus und Vertrauen in die eigenen Produkte das Credo der Unternehmen. Mit Beginn des Jahres schien es Licht am Ende des Tunnels zu geben – doch Schlagworte wie „Kostenexplosion“ und „Preisanstieg“ führen aktuell, neben den nicht aufzuholenden Absatz- und Umsatzausfällen, zu neuen, tiefen Sorgenfalten.


Geschwächte Brauwirtschaft | Schon die nüchternen Zahlen lassen das Ausmaß der Verheerung durch die russische Invasion erahnen. Bis Ende April 2022 waren nach Schätzungen fünf Millionen Menschen aus dem Land geflohen, mehr als sieben Millionen Menschen im Land vertrieben. Seit Russland Ende März die Belagerung der Hauptstadt Kiew beendet und seine Truppen nach Osten verlegt hat, sollen inzwischen mehr als eine Million Ukrainer in ihr Land zurückgekehrt sein, um ihr Leben, ihre Geschäfte wieder aufzunehmen – und nicht zuletzt ihr Eigentum vor Plünderungen zu schützen.


Marktübersicht | In den ersten Monaten des Jahres 2022 steht die Versorgungskette der Braurohstoffe noch immer vor zahlreichen Herausforderungen. Diese haben ihren Ursprung in den vergangenen beiden Jahren, einige sind durch die Pandemie bedingt, andere dagegen basieren auf pandemieunabhängigen Ereignissen. Brent Atthill, geschäftsführender Gesellschafter der RMI Analytics GmbH, die Markteinblicke in die für Brauereien wichtigen Rohstoff-Lieferketten gewährt und eine Vernetzungsplattform bietet, be­schreibt die Lage.