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Eigenversorgung und regionale Wertschöpfung sollen mit dem Standardvertrag für Braugerste gestärkt werden
01.04.2025

Großer Wurf für die Versorgungssicherheit

Braugerste | Mit der Unterzeichnung des ersten Standardvertrags für Braugerste setzen der Deutsche Bauernverband e.V. (DBV), der Deutsche Mälzerbund e.V. und die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften in Bayern ein starkes Zeichen für die Zukunft der Braugerstenproduktion in Deutschland.

Trotz des stetigen Zuchtfortschritts bei neu zugelassenen Braugerstensorten und der Ausweitung des Anbaus vom traditionellen Sommergerstenanbau auf das sogenannte „Drei-Säulen-Modell“ mit Integration der Anbaualternativen Sommergerste in Herbstaussaat und Winterbraugerste, sinkt die Attraktivität für die Braugerstenproduktion in der deutschen Landwirtschaft stetig.

Als Hauptgrund für die Abkehr der Landwirtschaft von der Braugerstenerzeugung wird das steigende Anbaurisiko genannt. Denn in Zeiten des fortschreitenden Klimawandels und unter den Vorgaben der Dünge-Verordnung wird es immer schwieriger, die geforderte Brauqualität zu erreichen. Die Braugersten-Gemeinschaft begrüßt die vom Deutschen Mälzerbund und dem Bayerischen Bauernverband initiierten Gespräche und bezeichnet den nun bundesweit vereinbarten Standardvertrag für Braugerste als „großen Wurf“ für die zukünftige Versorgungssicherheit der Malz- und Brauwirtschaft mit heimischer Qualitätsbraugerste.

Bier, gebraut nach dem Reinheitsgebot, ist ein deutsches Kulturgut. Neben Wasser und Hopfen ist das Malz aus Braugerste eine essenzielle Zutat, die vorzugsweise aus heimischem Anbau kommen soll. Dr. Georg Stettner, erster Vorstandsvorsitzender der Braugersten-Gemeinschaft, die alle Stufen der Wertschöpfungskette Braugerste vereinigt, begrüßt die Unterzeichnung des Standardvertrages. „Die Vereinbarung ist die richtige und notwendige Reaktion auf die aktuellen Anbaubedingungen. Sie wird die Eigenversorgung der Deutschen Malz- und Brauwirtschaft verbessern, die regionale Wertschöpfung und Zusammenarbeit stärken und langfristig die Abhängigkeit von internationalen Lieferketten reduzieren“, so Dr. Stettner.

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