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In der deutschen Brauereigeschichte und der Aufzählung wichtiger Etappen bis zur heutigen Brauwirtschaft wird die Societäts-Brauerei zum Waldschlößchen in Dresden stets genannt. Der 1836 gegründete Betrieb war die erste Aktien-Brauerei in Deutschland und steht damit für den Beginn einer neuen Organisationsform in der deutschen Brauwirtschaft, dem Übergang von der handwerklichen zur industriellen Produktion. Diese Waldschlößchen-Brauerei war weit über hundert Jahre ein Begriff in der Branche und das Bier bei den Dresdnern und den Gästen beliebt. Bei der Zerstörung der Stadt im 2. Weltkrieg traf es auch die Brauerei. Es wurden die gröbsten Schäden beseitigt und mit dem sprichwörtlichen Dünnbier der Nachkriegszeit auch die Produktion wieder aufgenommen.B. A..
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Trotz des harten Wettbewerbs konnte der Volkmarser Mineralbrunnen Waldhoff, Volkmarsen, 1997 einen Zuwachs von über 20% verzeichnen. Damit überschritt das mittelständische Unternehmen erstmals deutlich die Grenze von 30 Mio Füllungen p.a. Zur Steigerungsrate trugen vor allem die Produkte Mineralwasser und Sportgetränke bei. Letztere etablierten sich seit der Einführung auf über 1,1 Mio Füllungen nur in Mehrweg-Gebinden. Für 1998 will der Volkmarser Brunnen seine Marketing- und Vertriebsaktivitäten intensivieren und weiterhin, so Verkaufsleiter Artur Tilenius, nur Mehrweg abfüllen.
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Nachdem der deutsche Mineralwassermarkt in den letzten Jahren stagnierte bzw. Absatzeinbußen hinnehmen mußte, entwickelte sich der Markt im Jahre 1997 erfreulich positiv: Insgesamt verzeichnete die Branche ein Wachstumsplus von durchschnittlich 4,5 Prozent. Gewinner dieser Entwicklung sind vor allem die Anbieter von Billigwässern, die durch eine aggressive Preispolitik Marktanteile auf sich ziehen, so die Analyse der Gerolsteiner Brunnen GmbH.
Die Gerolsteiner Gruppe konnte ihre Marktführerschaft weiter behaupten, ohne sich an diesen Preiskämpfen zu beteiligen. Dr. Peter Traumann, Vorsitzender der Gerolsteiner Geschäftsführung, äußerte sich zufrieden über den erzielten Absatzzuwachs der Gruppe von 2,9 Prozent auf jetzt 8,1 Mio. hl trotz des Drucks der Billiganbieter..
Marketing
Von 1989 bis 1997 erreichte die Auflage der Exclusivglas-Serie „Fürstenberg Galeria“ die Millionengrenze. Die Pilspokale „Trigon“, „Art Deco“ und „Prisma“ des Designers Cari Zalloni wurden im Zuge der Entwicklung eines neuen Markenbildes für die Fürstlich Fürstenbergische Brauerei KG, Donaueschingen, entworfen. Mit dem Projekt wurde die Rastal GmbH & Co. KG, Höhr-Grenzhausen, beauftragt, die die innovative Gestaltungsform durch den Einsatz modernster Glasverformungs- und -veredelungstechnologien umsetzte.
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Die Heineken Holding NV, Amsterdam, will ihre Beteiligung an der polnischen Brauerei Zywiec von 31,8% auf 75% aufstocken und dafür rd. 133 Mio DM investieren. Die Kapazität der Brauerei ist seit 1995 um 2 Mio hl auf 3 Mio hl ausgebaut worden. Der polnische Biermarkt ist 1997 um 12% gestiegen. Für das laufende Jahr rechnen Marktkenner mit einer Steigerung von 6 bis 10%.
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Die Coca-Cola GmbH, Essen, plant nach eigenen Angaben ein Investitionsprogramm in Höhe von 500 Mio DM, um den in Deutschland stark unterentwickelten Convenience- und Unterwegsverzehr zu erschließen. Geplant ist die Aufstellung von zusätzlich 125 000 Automaten im Außenbereich. Bisher betreibt Coca-Cola bereits 105 000 Automaten. Man erwartet sich von der Aufstockung eine Steigerung des Umsatzes von 1,5 Mrd DM. Diese Investition zahlt sich aber nur aus, wenn kein Zwangspfand auf Einwegverpackungen kommt.
Firmen
Das innovative Umweltmanagement der Odenwald-Quelle GmbH & Co. KG, Heppenheim, wurde nach der Eintragung in das Standortregister gemäß EG-Öko-Audit-Verordnung nun auch durch die Verleihung der „ASU-Auszeichnung für umweltbewußte Unternehmensführung“ bestätigt. Der von der Arbeitsgemeinschaft Selbständiger Unternehmer verliehene Preis wurde Ende November 1997 an den Geschäftsführer der Odenwaldquelle Hans Jürgen Strauch übergeben.
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Crown Simplimatic Inc., Baltimore, übernimmt Betriebsteile der in Konkurs gegangenen Kettner-Tochter Ortmann + Herbst, Hamburg. Crown will in Hamburg 130 Mitarbeiter beschäftigen. Crown ist auch an den Betriebsteilen von Kettner in Dortmund interessiert. Crown beschäftigt weltweit 1140 Personen, davon 700 in den USA.
Markt
Bis zum Jahre 2000 könnte sich nach Schätzungen der Canadean Ltd., Basingstoke/UK, der Ausstoß an kohlensäurehaltigen Erfrischungsgetränken weltweit von jetzt 1,6 Mrd hl um weitere 200 Mio hl erhöhen. Diese Werte beruhen auf ausführlichen Studien, die weltweit durchgeführt worden sind. Mit Ausnahme der NAFTA-Länder (Kanada, Mexiko und USA) haben Australien, Norwegen und Puerto Rico den höchsten Pro-Kopf-Verbrauch an kohlensäurehaltigen Erfrischungsgetränken. China weist mit die geringsten Konsumquoten pro Kopf aus, liegt aber in der gesamtproduzierten Menge bereits an Platz 4. Weltweit dominieren die Kolagetränke mit 54%. Orange, Zitrone/Lemone kommen auf 22%. Dosen und Flaschen halten sich in etwa die Waage. PET repräsentiert bereits über 40% des Marktes.B. in Großbritannien ca..
VERANSTALTUNGEN
Auch im laufenden Jahr rechnet der Deutsche Brauer-Bund damit, daß zahlreiche Brauereien den „Tag des deutschen Bieres“, den 23. April, gebührend feiern. Am 23. April 1516 wurde bekanntlich in Ingolstadt das Reinheitsgebot für Bier verkündet. Das neue Logo, das alle Aktivitäten begleiten soll, feiert an diesem Tag Premiere. Es zeigt die verschiedenen Biersorten in entsprechenden Gläsern und stellt damit plakativ die Vielfalt der in Deutschland gebrauten Biere dar. Die Farben der Vorlage sind frei wähl- und kombinierbar, so daß sie optimal auf die Hausfarben der Brauereien abgestimmt werden können. Auf die Nennung der Jahreszahl wurde bewußt verzichtet. So ist das Logo, z. B. auch auf Gläsern, über Jahre hinweg einsetzbar.