Deutscher Behälterglasmarkt leicht rückläufig
Getränkeflaschen | Der Absatz von Behälterglas lag im ersten Quartal 2026 in Deutschland bei rund 929.000 Tonnen und ging damit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,4 Prozent zurück. Rückläufig entwickelten sich sowohl der Inlands- als auch der Auslandsabsatz.
Der Absatz im Segment Getränkeflaschen ging im ersten Quartal 2026 im Vergleich zum Vorjahr um 5,0 Prozent zurück, alle Teilsegmente entwickelten sich rückläufig. Sowohl die beiden alkoholischen Segmente verzeichnen einen Absatzrückgang – Bier und Spirituosen um 1,1 Prozent, Wein und Schaumwein um 8,6 Prozent – als auch das nicht-alkoholische Segment Wasser, Milch und Saft (minus 5,4 %).
„Die Absatzentwicklung im Bereich Getränkeflaschen zeigt, dass sich der Behälterglasmarkt noch nicht erholt hat. Zusätzliche regulatorische Belastungen in wichtigen Abnehmerbranchen könnten die angespannte Lage weiter verschärfen. Dazu zählt auch die geplante Erhöhung der Verbrauchsteuer auf Schaumwein und Spirituosen. Sinkende Absätze treffen dabei nicht nur die Erzeuger, sondern die gesamte Wertschöpfungskette – von den Produzenten bis hin zu Zulieferern wie der Glasindustrie. Weitere fiskalische Belastungen können Nachfragerückgänge verstärken. Deshalb ist es wichtig, die Auswirkungen auf die gesamte Lieferkette sorgfältig abzuwägen und zu prüfen, ob der erwartete Nutzen der Maßnahme in einem angemessenen Verhältnis zu den wirtschaftlichen Belastungen steht“, kommentiert Dorothée Richardt, Sprecherin des Aktionsforums Glasverpackung.
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Quelle
BRAUWELT 16, 2026, S. 585-586
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- Aktionsforum Glasverpackung, Düsseldorf, Deutschland