Rohstoffe
Hopfenernte - Schätzung 1991 -- Die Schätzung für die Hopfenernte 1991 fand in den Anbaugebieten Elbe/Saale, Tettnang, Spalt, Jura, Hersbruck und in der Hallertau zwischen dem 15. 8. und 22. 8. 1991 statt. Nach einer Mitteilung des Bayerischen Brauerbundes hat sich die Anbaufläche insgesamt um 177 ha auf 22 576 ha vergrößert. Im letzten Jahr wurden aufgrund der Trockenheit in Deutschland nur 606 000 Ztr. Hopfen geerntet. Für das Jahr 1991 wurde die zu erwartende Erntemenge auf knapp 690 000 Ztr. geschätzt. Die Bestände in den einzelnen Anbaugebieten sind gesund und lassen eine sehr gute Qualität erwarten. Für die einzelnen Anbaugebiete werden für 1991 folgende Zahlen erwartet: - Hallertau: 542 000 (1990: 472 000 ) Ztr.; - Spalt: 20 300 (17 099) Ztr.; - Hersbruck: 3000 (2866) Ztr..
Rohstoffe
Die Hopfenvorträge in der BR Deutschland (alt) dürften für 1991 bei 80% der durchschnittlichen Erntemenge liegen, für 1992 bei 65% und für 1993 bei 50%. -- Das schätzt die Fa. Joh. Barth & Sohn, Nbg., in ihrem Hopfenreport 1990/91. Für die USA werden für die kommenden Jahre folgende Prozentzahlen angegeben: 85%, 75% und 60%, für die CSFR 85%, 70% und 60%.
Rohstoffe
Westdeutsche Malzindustrie sehr zufrieden -- Allgemeine Zufriedenheit herrscht beim Bayerischen Mälzerbund über das abgelaufene Geschäftsjahr 1990/91. Für die neue Kampagne 1991/92 ist mengenmäßig mit einem neuen Rekordergebnis zu rechnen, qualitativ müssen jedoch Abstriche gemacht werden. 21% der Proben wiesen Premalting in verschiedener Graduierung auf, 6% sogar starke Schädigung. Für Hans Albert Ruckdeschel, den Vorsitzenden des Bayerischen Mälzerbundes, ist dies kein Grund zur Panik; Brauer und Verbraucher können sich jedoch wieder auf Gushing einstellen. Ministerialrat Josef Roßmair vom Bayerischen Landwirtschaftsministerium, der seinen Ruhestand zum Ende dieses Jahres bekanntgab, verwies auf den großen Nachfrageschub in der Malzwirtschaft als Folge der deutschen Wiedervereinigung.
Rohstoffe
US-Hopfen: Anbaugebiete und Sorten -- Auf Einladung der Hop Growers of America hatte eine kleine Gruppe von Brauereifachleuten aus Deutschland in Begleitung des deutschen Generalkonsuls Dr. Hans J. Mendel kürzlich Gelegenheit, sich über den Hopfenanbau in den US- Bundesstaaten Washington, Idaho und Oregon zu informieren. Überrascht waren die Teilnehmer dieser Reise über den hohen Stand der Technik bei der Hopfenpflücke, die in vollem Gange war, über die große Sorgfalt, mit der der Hopfen geerntet, gepfückt, getrocknet und abgepackt wird, sowie über die hohen Qualitätskriterien, die hinsichtlich Verunreinigungen mit Blättern, Stielen und Samen gelten, und den großen analytischen Aufwand, mit denen diese Qualitätsnormen überwacht werden..
Rohstoffe
Vorläufige Trendmeldung zu den Alphasäurewerten von Hopfen der Ernte 1991 -- Die Hopfenernte 1991 ist noch im Gange. Die ersten Landpartien sind vom Hopfenhandel übernommen und hinsichtlich der Bitterwerte geprüft. Als vorläufiger Trend zeichnet sich nach den bisher eingegangenen Meldungen der Betriebslabors der einzelnen Hopfenhandelsbetriebe folgendes Bild ab: Es ist darauf hinzuweisen, daß dieses Ergebnis wegen nicht repräsentativer Anzahl der geprüften Hopfenpartien noch nicht abschließend ist. Sobald zuverlässige endgültige Durchschnittswerte vorliegen, werden diese bekanntgegeben. Auch zeigt die langjährige Erfahrung, daß die Alphasäurewerte im Verlauf der Saison noch einen natürlichen Abbau erfahren.
Rohstoffe
Untersuchungen an neuen Wintergersten -- Der Jahrgang 1989 läßt sich für Wintergersten folgendermaßen charakterisieren: Die insgesamt günstigen Witterungsverhältnisse mit Niederschlägen im September/Oktober und einem außerordentlich milden Winter führten zu einer kräftigen Bestandsentwicklung (1). Auch das Frühjahrswetter mit einzelnen naßkalten Phasen und sich anschließenden, von einigen Gewitterfällen abgesehen, vorwiegend trockenen Monaten trug dazu bei, daß die Wintergerste im Juli mit einer erneuten Ertragssteigerung eingebracht werden konnte. Die vorliegenden Mälzungs- und Brauversuche, über die hier berichtet wird, sind in die zwei Abschnitte Landessortenversuche und Wertprüfung unterteilt..
Rohstoffe
Malze und Biere aus Gersten des Jahrgangs 1990 -- Im folgenden Beitrag werden 63 Gerstenmuster bezüglich ihrer Gersten- und Malzanalysenwerte untersucht. Dabei handelt es sich um Malze, die im Rahmen der Aktion Frühvermälzung 1990 in der Kleinmälzungsanlage des Lehrstuhls für Technologie der Brauerei I hergestellt wurden. In weitergehenden Untersuchungen werden 12 Handelsmalze des Jahrgangs 1990 analysiert und verbraut.
Rohstoffe
Eine neue Mälzerei will die Cargill Inc., Minneapolis, in Salzgitter bauen. -- Sie soll eine Jahreskapazität von 70 000 t Malz haben und Rohstoffe aus der Region verarbeiten. Im gleichen Komplex, der Mitte 1992 in Betrieb gehen soll, wird auch eine Rapsmühle für die Verarbeitung von jährlich 350 000 t Rapssaat errichtet, so daß mit einer Investition von 130 Mio DM 150 neue Arbeitsplätze geschaffen werden.
Rohstoffe
Hopfen im Wappen von Sebersdorf -- Es wäre verdienstvoll, einmal die Orte aufzuführen, in deren Wappen der Hopfen vorkommt (Heraldiker an die Front!). So führen in Norddeutschland etwa die alte Bierstadt Gradelegen in der Altmark und der Klosterort Lamspringe bei Hildesheim voll Stolz den Hopfen in ihrem Wappen. Aber auch bei unseren südlichen Nachbarn haben in jüngster Zeit einige Orte den Hopfen als Bestandteil ihres Gemeindewappens einführen können. In der landwirtschaftlich bestimmten Gemeinde Sebersdorf, zu der seit 1968 auch die Gemeinde Rohrbach bei Waltersdorf und der Ort Neustift gehören, blühte um 1900 der Hopfenbau, und gab es früh mehrere Mühlen..