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Rohstoffe

Die Teilnehmer der Hopfentage 2022
27.09.2022

Hopfentage 2022

Die Internationale Brau-Manufacturen | Nach zweijähriger Zwangspause luden Dr. Marc Rauschmann, BraufactuM, und Thomas Raiser, BarthHaas, die „Beer Geeks“ Anfang September 2022 zum gemeinsamen Gedankenaustausch in die Hallertau ein. In seinem Überblick zum Hopfenmarkt beschrieb Raiser die Erntemengen weltweit und die schlechte Prognose für die europäischen Anbaugebiete.

Bestände der Vorjahre werden eine Unterversorgung vermeiden, bei einzelnen Sorten kann es aber durchaus zu Engpässen kommen. Raiser empfiehlt den Brauern, sich verstärkt mit den neuen Zuchtsorten zu beschäftigen, die unempfindlicher gegen Hitze- und Trockenheitsstress sind. Einen tiefen Einblick in die Möglichkeiten bei der Kalthopfung gaben Dr. Christina Schönberger und Lennart Heselhaus, beide BarthHaas, in einem zweiteiligen Vortrag. Dabei ging es nicht nur um das Aromaprofil einzelner Hopfensorten, Gabezeitpunkte, Mengen und technisches Equipment, sondern auch um den Einfluss der Hefe und Biotransformation auf die Sensorik des Bieres.

Die offene Gesprächsrunde „Wo stehen wir heute mit Craft?“ zeigte die Ernüchterung bzw. die Konsolidierung in diesem Markt. D.h., einige Brauereien haben inzwischen wieder aufgegeben oder halten sich mit Standardsorten über Wasser. Aber man war sich einig, dass Craft Bier aus dem deutschen Biermarkt nicht mehr wegzudenken ist. Es gibt positive Erfahrungen aus der Gastronomie, wenn dort die Bereitschaft vorhanden ist, Craft Bier zu erklären und in das Angebot einzubinden. Auf der anderen Seite lassen sich die Biere oft nur über das Internet bestellen, weil vor Ort entsprechende Getränkemärkte oder Läden fehlen.

Der vergnügliche Teil zum gegenseitigen Kennenlernen und Gedankenaustausch war wieder abwechslungsreich und bestens organisiert. Nach einer kleinen Wanderung entlang der Hopfengärten und dem Besuch des Hopfenhimmels, fand der Ausklang erneut auf dem Kirzinger Hof statt.