Reststoffe
Für die meisten Brauereien ist Biertreber einfach nur ein Überrest aus dem Brauprozess, der oft lediglich als Tierfutter eingesetzt wird oder manchmal sogar kostenpflichtig entsorgt werden muss. Doch tatsächlich steckt viel mehr in den Braureststoffen – und sie bieten Chancen, die sich nicht nur in puncto Nachhaltigkeit bezahlt machen, sondern zudem auch noch ein lukratives Zusatzgeschäft für Brauereien darstellen.
Reststoffe
Im Rahmen seiner Bachelorarbeit befasste sich Tobias Jacobi am Lehrstuhl für Brau- und Getränketechnologie mit der Verkapselung probiotischer Mikroorganismen mittels homogenisierter Hefezellwandfragmente.
Wasser
Intelligente Abwasserreinigung | Die Entwicklung von bioelektrochemischen Systemen zur Brauchwassergewinnung ermöglicht eine integrierte Medien- und Energieerzeugung bei gleichzeitiger Abwasseraufbereitung. Diese Thematik wird in dem Projekt „Intelligente, hybride, autarke, bioelektrische Systeme zur Energie- und Mediengewinnung in der Brauindustrie“, kurz „I_habS“, bearbeitet.
Reststoffe
Gesunde Lebensmittel | In den letzten Jahren haben sich immer mehr „Functional Foods“ auf dem Markt etabliert, also Lebensmittel, die mit funktionellen Zutaten wie Fischölen oder Vitaminen angereichert werden, um zu einer gesunden Ernährungsweise beizutragen. Die reinen Zutaten verlieren jedoch durch äußere Einflüsse (z. B. Sauerstoff) schnell ihre ursprüngliche Funktionalität. Durch Mikroverkapselung können instabile und physikochemisch schwer beherrschbare Substanzen in ein Lebensmittel eingebracht werden.
Reststoffe
Biobasierte Reststoffe weiterverwenden, anstatt sie zu entsorgen – das war ein großes Ziel des Kompetenzzentrums für Ernährung (KErn). Zusammen mit dem Forschungsinstitut des Freistaats Bayern für softwareintensive Systeme und Services (fortiss) startete es das Forschungsprojekt „Digitale Rohstoffbörse für nachhaltige Rohstoffe“.
Gärung/Lagerung
Alkoholfreies Bier im Trend | Die Bayerische Staatsbrauerei Weihenstephan investierte nach fast 30 Jahren in eine neue Entalkoholisierungsanlage. Damit ist die älteste Brauerei der Welt zukunftsfähig aufgestellt und für die wachsende Nachfrage nach alkoholfreien Bierspezialitäten bestens gerüstet. Höhere Produktivität, Flexibilität und der Einsatz modernster Technologie waren die Entscheidungskriterien bei der Auftragsvergabe.
Verbände/Vereine
Zeitdruck | Die Mehrweg-Allianz, bestehend aus der Deutschen Umwelthilfe e.V., dem Verband Private Brauereien Deutschland e.V. und dem Verband Pro Mehrweg e.V., erinnert Handel und Getränkebranche, dass sie nur noch 15 Monate Zeit haben, um die im Verpackungsgesetz festgeschriebene Mehrwegquote von 70 Prozent zu erreichen.
Reststoffe
TU Bergakademie Freiberg | Die flüssigen Anteile von Biertreber, bis zu 80 Prozent, finden heute zum größten Teil als Tierfutter in der Landwirtschaft ihre Weiterverwendung. Dabei enthält das Wasser, das beim Pressen des Biertrebers abläuft, zahlreiche Nährstoffe, wie Proteine und verschiedene Zucker sowie gesundheitsfördernde Substanzen, wie Polyphenole und Antioxidantien.
Firmen
Krones | Mit Blick auf das in Getränkebetrieben anfallende Abwasser entwickelte Systemlieferant Krones ein Konzept, um Abwasser aus sämtlichen Prozessschritten der Produktion aufzubereiten. Ein zentrales Speicherbecken nimmt das komplette Prozesswasser der Produktion über das bestehende Gullynetz auf.
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