"Tief im Westen", so sang schon Herbert Grönemeyer und spätestens seit diesem Zeitpunkt wusste ganz Deutschland, wo Bochum auf der Landkarte zu finden ist. Was viele bis heute nicht wissen: Von Bochum aus ist Bayern nur den vielzitierten "Katzensprung" entfernt. Die Adresse: Diesel Straße 12. Dort findet man bayrische Bierkultur vom Feinsten. Bei Dirk Lobitz, Inhaber des Spezialitäten-Fachgroßhandels Bayern-Dilo.
Bayrische Bierkultur in Bochum wird auch von Bayern aus mit Wohlwollen betrachtet. Dies zeigt eine Auszeichnung, auf die Lobitz zu Recht stolz ist: Die "Goldene Bier Idee 2000", verliehen vom Bayrischen Brauerbund.
Eine ganz einfache Idee
Wie viele große Dinge beginnen, begann auch die Erfolgsgeschichte von Bayern-Dilo mit einer ganz einfachen Idee..
Die Deutschen sind laut der aktuellen Trend Topics-Marktstudie des Axel Springer Verlages beim Bierkonsum in Europa Spitze. Pünktlich zum Start der Biergarten-Saison hat der Bereich Marketing in Berlin die Daten zum Thema Bier vorgelegt. Auf 16 Seiten wird der deutsche Biermarkt ausführlich analysiert.
So habe das Jahr 2001 für die Bierbrauer mäßig begonnen. Für das erste Quartal meldete das Statistische Bundesamt einen Absatzrückgang von 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Bierverbrauch gehe in den vergangenen Jahren insgesamt immer weiter zurück. Wurden 1994 noch durchschnittlich knapp 138 Liter Bier pro Kopf getrunken, so waren es 2000 nur noch 125,5 Liter. Dennoch liege Deutschland in Westeuropa an der Spitze der Biertrinker, gefolgt von Österreich und Dänemark..
Nach einer Pressemitteilung der IRI/GfK Retail Services GmbH, Nürnberg, wurden im Jahre 2000 in Deutschland für alkoholische Getränke, ohne Bier, 14,2 Mrd DM
(+ 3%) ausgegeben. Das entspricht ziemlich genau einem Drittel der gesamten Getränkeausgaben für den Haushaltskonsum. Zurückzuführen ist dies in erster Linie auf die stetig wachsende Beliebtheit des Rotweins mit einem Absatzplus von mehr als 5 Prozent im Lebensmitteleinzelhandel. Während der Weinverkauf insgesamt im Jahr um 2 Prozent zulegte, büßten andere Getränkekategorien Anteile ein. Sekt und Champagner mussten im Nach-Milleniumsjahr 2000 sogar einen kleinen Einbruch hinnehmen.
Richtig profitieren vom Wein-Boom konnten die Discounter mit zweistelligen Zuwachsraten beim Rotwein..
Der Verband Deutscher Mineralbrunnen (VDM) und der Verband der deutschen Fruchtsaftindustrie (VdF) haben sich auf eine generelle Pfandregelung für ihre Mehrwegsysteme geeinigt: 15 Cent pro Flasche und 1,50 EUR für den Kasten. Die Rücknahmetermine für Leergut zum bisherigen Pfandsatz sind: für den Endverbraucher bis zum 19. Januar 2002, für den Lebensmitteleinzelhandel bis zum 25. Januar und für den Getränkefachgroßhandel bis zum 6. Februar.
Mit ihrem historisch gewachsenen Lebensumfeld verfügen die mittelständischen Brauereien auch in dem sich derzeit deutlich verändernden nationalen Biermarkt über gute Zukunftschancen. Das stellte der Präsident des Deutschen Brauer-Bundes, Dieter Ammer, zum Abschluss des Brauertages in Bremen vor der Presse fest. Der Umbruch werde gekennzeichnet von einem Prozess der Umstrukturierungen und Konsolidierungen.
"Trotz allem bleibt der deutsche Biermarkt aber mit seiner Vielzahl der Brauereien, der fast unüberschaubaren Vielfalt der über 5000 Biermarken und seiner absoluten Größe einer der attraktivsten Biermärkte der Welt", so Ammer. "Bier ist in Deutschland nach wie vor ein Qualitätsprodukt, das nach höchsten Standards der Lebensmittelsicherheit mit Hingabe und Leidenschaft gebraut wird...
Wie der Bundesverband der Deutschen Spirituosen-Industrie und -Importeure e.V. (BSI) mitteilt, stellte der deutsche Spirituosenmarkt im Jahr 2000 mit rund 728 Mio 0,7 l Flaschen mengenmäßig weiterhin den größten innerhalb der EU dar. In einem sich insgesamt stabilisierenden Spirituosenmarkt sei die Nachfrage nach Spirituosen gegenüber dem Vorjahr nahezu konstant gewesen. Rund 70% aller privaten Haushalte hätten mindestens einmal pro Jahr Spirituosen eingekauft.
Der BSI erwartet, dass der nach dem Boom der Wiedervereinigung einsetzende Konsumrückgang abgeschlossen ist. Die Konsumgewohnheiten in den alten und neuen Bundesländern hätten sich fast angeglichen. Im Jahr 2000 lag dieser - bezogen auf Gesamtdeutschland - bei rund 5,8 l Fertigware.
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Nach den Angaben im "The Emerging Markets Brewery Fund" der Hypovereinsbank, New York, Ausgabe April 2001, haben sich die wichtigsten Brauereien in den Entwicklungsländern bzw. aufstrebenden Biermärkten im Jahr 2000 wie folgt entwickelt:
Asien
In China verzeichnete Tsingtao einen Anstieg von 74% auf 18,6 Mio hl. Das Unternehmen hat im letzten Jahr 14 Brauereien erworben und verfügt jetzt über eine Kapazität von 28 Mio hl. Der Marktanteil erhöhte sich von 5,2% auf 8,3%. Allerdings nahm der Anteil der Niedrig-Preis-Bier zu, so dass sich der durchschnittliche Verkaufspreis der Biere um 14% reduzierte.
Die zweitgrößte chinesische Brauerei, Yanjing, kam im Jahr 2000 auf 14,1 Mio hl (+36%) und einen Marktanteil von 6,3% (1999: 5,1%). Boag an Son.
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Zur Durchführung eines "effizienten Marketing" im Getränkefachgroßhandelsbereich ist eine "Transparenz des Absatzmarktes" unerlässlich. Es muss also letztendlich die Marktgröße und Entwicklung in den einzelnen Marktsegmenten (z.B. Bier, Brunnen, Cola- und Süßgetränke) genau vorliegen.
Um diesem Ziel langsam etwas näher zu kommen, wurden die nach Brancheninformation ca. 25 größten überregionalen Fachgroßhändler für Getränke dieses Jahres nach ihren Umsätzen für 2000 direkt schriftlich bzw. mündlich befragt. Bei einem Unternehmen wurde festgestellt, dass es mit seinem Umsatz zwar über der 100-Mio-DM-Grenze lag, jedoch an dieser Umfrage - aus welchen Gründen auch immer - nicht teilnehmen wollte. Dabei handelt es sich um die GFGH Hubauer KG, und Bier-Nagel München/Hannover, München.B.
Nach Angaben des Statistischen Bundes-amtes ist der Preisindex für die Lebenshaltung aller privaten Haushalte im April 2001 gegenüber April 2000 um 2,9% gestiegen. Bei den Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken waren es +4,3% gegenüber dem Vorjahr und +1,5% gegenüber März 2001, bei alkoholischen Getränken und Tabakwaren +1,9% bzw.-0,1%.
Die deutschen Brauereien hatten im Kalenderjahr 2000 nach vorläufigen Daten der Außenhandelsstatistik und dem steuerfreien Bierabsatz nach Bundesländern des Statistischen Bundesamtes mit ca. 13,4% einen starken Anstieg in der Ausfuhr zu verzeichnen.
Die Gesamtausfuhr 2000 betrug 10,747 Mio hl (ca. 9,474 Mio hl im Vorjahr). Die Biereinfuhr nahm im selben Zeitraum um ca. 100 000 hl gegenüber dem Vorjahr zu und zwar auf 3,228 Mio hl.
Vergleicht man in diesem Jahr einerseits den "Steuerfreien Bierabsatz nach Ländern" (Fachserie 14, Reihe 9.2.1., Dezember) mit der Außenhandelsstatistik, so fehlen für das Jahr 2000 ca. 2,0 Mio hl. Deshalb werden in Tabelle 2 nur die größten Abnehmerländer nach der Außenhandelsstatistik verglichen.
2. Hier entstehen also Doppelzählungen.B...
Im ersten Quartal 2001 wurden in Deutschland 23,0 Mio hl Bier abgesetzt, 0,5 Mio hl oder 2% weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum. Nicht enthalten ist der Absatz von alkoholfreien Bieren und Malztrunk sowie das aus Ländern außerhalb der Europäischen Union eingeführte Bier. Biermischungen waren im Berichtszeitraum mit 0,3 Mio hl beteiligt, ein Anstieg von 10,7% gegenüber dem ersten Vierteljahr 2000. Rund 21 Mio hl (minus 2,7%) der abgesetzten Menge wurden versteuert.
Die Geschäftslage der Brauereien hat sich im Quartalsverlauf verschlechtert. Wurde die Geschäftslage im Januar noch vereinzelt als gut betrachtet (Saldo aus Gut- und Schlecht-Stimmen), so sprachen im März rund 3/10 der befragten Bierbrauer von einer schlechten Geschäftslage. Die Produktionstätigkeit war - insbesondere im Februar - rückläufig. Für die nächsten 3 Monate sehen die Produktionspläne allerdings keine Einschränkungen vor. Auftragseingang und Auftragsbestand waren zuletzt (März) bei rund ¼ der Firmen rückläufig, die Auftragsbestände wurden von knapp 3/10 der Bierbrauer als zu klein angesehen. Die Verkaufspreise zeigen - von vereinzelten Erhöhungen abgesehen - keine Veränderung, auch voraussichtlich nicht in den nächsten 3 Monaten. Preiserhöhungen waren im 1..
Im Jahre 2000 erzielten die Unternehmen im Gastgewerbe in Deutschland aus dem Verzehr von Speisen und Getränken rd. 65 Mrd DM, d.h. 777 DM/Einwohner. Im gesamten Bereich Gastgewerbe waren rd. 1 Mio Personen beschäftigt, davon 45% in Teilzeitbeschäftigung.
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