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Markt

Eigener Onlineshop | Der Onlinehandel in Deutschland lag 2020 bei über 72 Milliarden EUR. Damit ist der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um knapp 23 Prozent gestiegen. E-Commerce erlebt bereits seit einigen Jahren einen dauerhaften Aufschwung, wobei die Corona-Pandemie zusätzlich einen enormen Schub gibt. Vor allem der Onlinehandel mit Lebensmitteln konnte deutliche Zuwächse verzeichnen. Lisa Böhm leitet Marketing und Vertrieb des Onlineshops BierSelect. Sie beleuchtet die Entwicklung des E-Commerce sowie mögliche Potentiale für Brauereien.

Leicht und erfrischend | Die befragten Unternehmen setzten im letzten Jahr drei Prozent weniger an Menge ab. Die Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke e.V. sieht auf Grundlage des Statistischen Bundesamtes einen Rückgang von 5,8 Prozent beim Pro-Kopf-Verbrauch. Doch die Hersteller sind eher positiv gestimmt.


Starker Rückgang | Das Weizenbier oder auch Weißbier ist aus der Bierszene nicht wegzudenken und steht auch jenseits des „Weißwurstäquators“ für urtümliche und doch vielfältige, moderne Erfrischung. Zunächst denkt man dabei an gemütliche Stunden im Biergarten, doch zu Hause oder beim Sport wird die traditionelle Biersorte ebenso gern getrunken; fast alle Hersteller bieten mittlerweile „sportliche“ alkoholfreie Varianten an. Aber das Weißbier schwächelt – nicht erst seit Corona.


BarthHaas | Unter den weltweit 40 größten Brauereigruppen finden sich inzwischen acht deutsche Unternehmen. Das geht aus der Rangliste „Top 40 Brauereien“ hervor, die im Rahmen des BarthHaas-Berichts Hopfen 2020/2021 veröffentlicht wird.


Der weltgrößte Spirituosenkonzern Diageo sitzt auf 9 Mrd GBP (10,5 Mrd EUR) Cash. Was soll damit geschehen? CEO Ivan Menezes fällt nichts besseres ein als Aktien zurückzukaufen.


Die Ermordung des Afroamerikaners George Floyd durch einen Polizisten im April 2020 veranlasste die Brauereien Anheuser-Busch und Molson Coors zu Solidaritätsbekundungen mit ihren schwarzen Mitarbeitern und gegen Rassismus. Jetzt lassen Unternehmen der Alkoholindustrie ihren Worten Taten folgen. Bereits im April investierte Molson Coors in die Brauerei Tru Colors, deren Mitarbeiter sich aus Gang-Mitgliedern rekrutieren (wir berichteten).


Vorwürfe sexuellen, rassistischen und anderen Fehlverhaltens, die im Mai auf Instagram veröffentlicht wurden, haben die amerikanische Craft Bier-Industrie erschüttert. Sie haben zu Rücktritten, Entlassungen und öffentlichen Beteuerungen geführt.


US-Craft Bier-Brauer nutzen ihre Biere schon lange als Bühne, von der herab sie Volksreden halten. Von Lagunitas‘ Undercover Shut-Down Ale, das eine Polizeirazzia am St. Patrick’s Day 2005 in ihrer Brauerei thematisierte, bis hin zu den vielen „Anti-Trump“-Bieren: Craft Bier-Brauer haben gelernt, dass die Unterstützung einer guten Sache ihren Bierabsatz beflügeln kann.


Früher hieß es: Politik und Religion haben im Betrieb nichts zu suchen. Nicht mehr. Jetzt werden Mitarbeiter ermutigt, ihr „ganzes Selbst zur Arbeit zu bringen“, was ihre politischen Überzeugungen unvermeidlich einschließt.


Hoffnungsträger der Branche | In den vergangenen Jahren gab das alkoholfreie Bier dem deutschen Markt Aufschwung oder milderte zumindest den Rückgang – dank ganz neuer Produkte, innovativer Sorten und zeitgemäßer Eigenschaften führte es fast ein Eigenleben und entwickelte sich vielfach erfreulicher als der gesamte Markt. Doch wie steht es um die Zahlen der Alkoholfreien im Corona-Jahr 2020?


Erfrischend und fruchtig | Dass der gesamte Biermarkt im letzten Jahr gelitten hat, ist keine neue Nachricht. Nach unserer Erhebung, bestehend aus den Daten des Statistischen Bundes­amtes/destatis plus der von uns für das alkoholfreie Bier erhobenen Zahlen, ging der Absatz um 5,1 Prozent zurück. Auch die Biermischgetränke sind 2020 nicht unbeschadet davonkommen.