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Personen und Positionen

26.11.2019

Prof. Gabriela Basařová verstorben

Nachruf | Am 16. Oktober 2019 verstarb Prof. Gabriela Basařová, DrSc, MSc nach einem tragischen Verkehrsunfall. Prof. Basařová wurde am 17. Januar 1934 in Pilsen als Tochter einer Lehrerfamilie geboren.

Sie absolvierte das Gymnasium in Pilsen und die Universität für Chemie und Technologie (UCT) in Prag (VŠCHT Praha), wo sie am Lehrstuhl für Fermentationschemie und Technologie (Katedra kvasné chemie a technologie) Mälzerei und Brauwesen studierte (heute als Institut für Biotechnologie/Ústav Biotechnologie bekannt). Nach ihrem Abschluss im Jahr 1957 wechselte sie zu Plzeňské pivovary (Pilsner Urquell – heute im Besitz von Asahi), wo sie die Laboratorien für Qualitätskontrolle und Forschung leitete. 1967 wechselte sie zum Prager Forschungsinstitut für Brauerei und Mälzerei (Výzkumný ústav pivovarský a sladařský). Hier gründete sie die Abteilung Biochemie und wurde später Institutsleiterin. Von 1981 bis 1998 war sie Leiterin des Lehrstuhls für Fermentationschemie und Bioingenieurwesen (Katedra kvasné chemie a bioinženýrství) der Universität für Chemie und Technologie in Prag.

Prof. G. Basařová (1934-2019)

Die Ergebnisse ihrer wissenschaftlichen und beruflichen Tätigkeit in den Bereichen Mälzerei, Bierbrauen, Önologie, moderne Biotechnologie und Bioökologie wurden in mehr als 500 Artikeln und sechs Büchern veröffentlicht. Bis zu ihrem Tod blieb sie externe Professorin der VŠCHT Praha. Sie war die erste Kandidatin, die in die 2002 gegründete Ruhmeshalle des tschechischen Brauwesens (Síň slávy českého pivovarství) gewählt wurde. An der VŠCHT Praha wurden ihr die Prof. K. N. J. Balling-Medaille und die Prof. E. Votočka-Medaille verliehen. 2012 zeichnete der damalige Präsident der Tschechischen Republik, Václav Klaus, Prof. Basařová für herausragende Leistungen in Wissenschaft und Lehre aus.

Brauforschung und Brauwirtschaft haben eine anerkannte Expertin auf ihrem Gebiet verloren, die in ihren letzten Jahren sehr aktiv war. Unermüdlich und bis zuletzt arbeitete sie daran, ihre Erfahrungen durch das Verfassen von Fachliteratur an die nächste Generation weiterzugeben.