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Die österreichische Brauindustrie verzeichnete 1990 mit einem Bierausstoß von 9,6 Mio hl eine Steigerung gegenüber 1989 um 4,5%. Der Umsatz belief sich nach Angaben des Verbandes österreichischer Brauereien auf umgerechnet 1,36 Mrd DM. Im Inland wurden 9,1 Mio hl (+ 3,5%) Bier abgesetzt. Der Pro- Kopf-Verbrauch an Bier ist in Österreich damit auf 122 l angestiegen. Im Export konnte ein Zuwachs von 29% auf 482 000 hl erzielt werden. Die Importe nahmen um 2,6% auf 266 000 hl ab. Wie die Graphik zeigt, dominierte das Lager/Märzenbier mit einem Anteil von 53,6% vor dem Spezialbier (13% Stammwürze) mit 11,4%, Pilsbier mit 6,2%, Schankbier mit 4,2%, Leichtbier mit 1,4%, Weizenbier mit 1,1%. Auf die Kategorie sonstiger Vollbiere entfielen 21,5%..

Recht

Für Italien zusätzliche Kennzeichnungen für Flaschen- und Dosenbier -- Wie uns der Verband Bayerischer Ausfuhrbrauereien, München, mitteilte, verlangen die italienischen Behörden seit dem 1. Januar 1991 bei der Einfuhr von Bier zusätzliche Angaben auf den Etiketten aller Mehrweg- und Einwegflaschen. Die Deklarationspflicht stützt sich auf ein Dekret vom 28. Juni 1989. Diese Angaben sollen den Verbraucher zum einen veranlassen, leere Flaschen und Dosen nicht einfach wegzuwerfen (non disperdere nell'ambiente), und zum anderen darauf aufmerksam machen, ob es sich um eine Mehrweg- oder Einwegflasche handelt. Dies erfolgt durch einen Hinweis auf ihre Wiederbefüllbarkeit (vuoto a rendere). Auf den Dosen muß zusätzlich ein Hinweis auf das verwendete Material angebracht werden.B..

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Ungarn Lizenzabfüllung von Coca-Cola sowie Verdoppelung der Goldfaßl-Lizenzproduktion bei Martfü. -- Die Erste Genossenschaftliche Brauerei AG plant die Aufnahme der Lizenzproduktion von Coca-Cola-Produkten in ihrem Werk in Martfü. Zu den Eigentümern des Unternehmens gehören die nationale Kommerz- und Kreditbank, die Kobanya Brauerei, die Erste Österreichische Sparkasse und einer Reihe von ungarischen Nahrungsmittelgesellschaften. Wie die Ottakringer Brauerei Harmer AG mitteilte, wird bei Martfü die Lizenzproduktion von Goldfaßl nicht reduziert, wie irrtümlich in der Brauwelt Nr. 50, 1990, S. 2326, berichtet wurde. Vielmehr ist für das laufende Jahr eine Verdoppelung der Lizenzproduktion von Goldfaßl auf mehr als 300 000 hl vorgesehen.

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Nach einem Bericht der deutschen Botschaft in Japan haben die großen japanischen Brauereien in den letzten Jahren ihre Forschungsaktivitäten ausgebaut und vor allem auf das Gebiet Biotechnologie ausgeweitet. Die Brauerei Kirin, Marktführer mit einem Inlandsmarktanteil von 50% und weltweit an 5. Stelle der Bierproduzenten, gab nach diesem Bericht im Jahre 1989 ca. 180 Mio DM für Forschung und Entwicklung aus, entsprechend 1,3% des Umsatzes. Kirin versucht, seine Erfahrungen aus dem Bereich medizinische Biotechnologie auf die Bierproduktion zu übertragen. So werden in einem dreischichtigen Reaktor die Hefezellen hochverdichtet fixiert. Der Gär- und Reifungsprozeß kann mit diesem Verfahren auf 3 Tage verkürzt, die Herstellungskosten um schätzungsweise 50% reduziert werden.Zt. Auch die Fa..

Markt

Pils war 1990 mit einem Ausstoßanteil von 60% in den alten Bundesländern weiterhin die beliebteste Biersorte. -- Nach Angaben von J. Hattig, Präsident des Deutschen Brauer- Bundes, anläßlich eines Pressegesprächs am 7. 3. 91 in München lag die Sorte Export mit 10% vor Weizenbier mit 7,4%, Alt mit 4,1% und Kölsch mit 3,6% an zweiter Stelle. Die alkoholfreien und alkoholreduzierten Biere machten etwa 4,2% bzw. 4 - 5 Mio hl aus Brauwelt 11, 1991, S. 373 Das zurückliegende Jahr 1990 brachte für die deutsche Braubranche lange Jahre unerreichte Zuwächse. Wie Josef Hattig, Präsident des Deutschen Brauer-Bundes, anläßlich einer Wirtschaftspressekonferenz am 7. 3. Damit liegt Deutschland in Europa unangefochten an erster Stelle der bierproduzierenden Länder.B.

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Ungarn Nagykanizsa-Beteiligung wieder offen. -- Nachdem die australische Brauerei-Gruppe Les Mechtler ihre Option auf eine Beteiligung an der drittgrößten ungarischen Brauerei Nagykanizsa nicht wahrgenommen hat, wird die Beteiligung an diesem Unternehmen neu ausgeschrieben. Nach eigenen Angaben sei Holsten, Hamburg, nach wie vor an einer Kooperation mit der ungarischen Brauerei interessiert. Holsten ist mit 350 000 hl die größte ausländische Biermarke in Ungarn. Die Lizenzproduktion von Holsten bei Nagykanizsa zeigt aufsteigende Tendenz.

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Der US-Konzern soll sich dabei mit 30% beteiligen, verlangt aber, daß dieses Joint Venture bereits vor der Privatisierung der Brauerei etabliert wird.

Recht

Änderung der Trinkwasserverordnung -- Nach einer Mitteilung des Bayerischen Brauerbundes trat die Verordnung zur Änderung der Trinkwasserverordnung und der Mineral- und Tafelwasser-Verordnung in ihren wesentlichen Teilen am 1. 1. 1991 in Kraft. Bei den festgesetzten Grenzwerten für chemische Stoffe wurde der Grenzwert für Arsen von 0,04 mg/l auf 0,01 mg/l gesenkt. Dieser neue Grenzwert tritt aber erst am 1. 1. 1996 in Kraft. Ab 1. 1. 1992 wird der Grenzwert für die organischen Chlorverbindungen von 0,025 mg/l auf 0,01 mg/l gesenkt. Nach der neuen Verordnung ist die Enthärtung des Wassers insofern eingeschränkt, als dabei der Gehalt an Natriumionen im Trinkwasser nicht erhöht werden darf. Dies gilt aber nur für Wasserversorgungsanlagen gem. 8 Nr. 6. 1992 in den Verkehr gebracht werden..

Archiv

Spanien Kleinbrauerei auf der Weltausstellung. -- Die größte spanische Brauereigruppe, Cruz del Campo, Sevilla, wird bei der Weltausstellung 1992 in Sevilla in ihrem eigenen Pavillon eine Kleinbrauerei aufstellen. Die Fa. Hrch. Huppmann GmbH, Kitzingen, erhielt den Auftrag für diese Anlage mit einer Jahreskapazität von 6000 hl mit kompletter Siloanlage, Schroterei, Sudhaus für 20 hl mit drei Gefäßen, Gär-äund Lagerkeller, Filtration sowie entsprechender Energieversorgung und Kältestation. Die Inbetriebnahme der Anlage soll am 6. Februar 1992 erfolgen..

Archiv

Im Vorfeld der Steuerreform, die 1992 in Österreich durchgeführt werden soll, wurde immer wieder auch die Reform der Getränkebesteuerung genannt, bis jetzt allerdings ohne Anhörung der betroffenen Getränkehersteller. Diese weisen nunmehr in einer Resolution darauf hin, daß die Besteuerung in keinem Bereich derart überzogen ist wie bei den Getränken. Die Verbände der österreichischen Getränkeindustrie (Verband der Brauereien, Arbeitsgemeinschaft der Erzeuger alkoholfreier Erfrischungsgetränke, Verband der Fruchsaftindustrie, Forum Mineral- und Tafelquellwasser) halten ihre - alte - Forderung nach einer umfassenden Gesamtreform der Getränkebesteuerung aufrecht. Die Getränkebesteuerung kann nur dann sinnvoll reformiert werden, wenn man zu einer großzügigen Reform bereit ist..

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