Humor ist, wenn man trotzdem lacht. BrewDog wird nach einem Twitter-Scharmützel mit dem Discounter Aldi ein „ALD IPA“ auf den Markt bringen. Und Aldi wird es ab Oktober sogar in die Regale stellen.
Britos Kritiker haben sich offenbar durchgesetzt. Wie die Londoner Financial Times unter Berufung auf „wohlinformierte Kreise“ berichtete, sucht der weltgrößte Brauer einen Nachfolger für CEO Carlos Brito, 60. Seit 16 Jahren steht er an der Spitze des Konzerns und hat in dieser Zeit mithilfe einiger spektakulärer Deals aus einem brasilianischen und einem belgischen Brauer den globalen Biermarktführer geschaffen.
Plus beim Umsatz | Im Jahr 2019 sah es noch gut aus für den Getränkefachgroßhandel und seine Aktivitäten im Außerhausmarkt. Steigende Absatzmengen und ein Plus beim Umsatz gab es für viele Getränkefachgroßhändler – die die Getränke nicht nur zu Gaststätte, Hotel, Kantine, Biergarten, Festen oder Veranstaltungen bringen, sondern ihre Kunden oftmals auch bei der Konzeption und Umsetzung ihrer Unternehmung sowie in Sachen Ausstattung, Equipment und Technik unterstützen.
Leichte Steigerung | Der Bundesverband des Deutschen Getränkefachgroßhandels (BV GFGH) ist zufrieden und beurteilt das letzte Jahr insgesamt positiv. Die Großhandelsbetriebe erwirtschafteten 2019 insgesamt ein reales Umsatzplus von 0,7 Prozent (nominal 2,3 %). Der kumulierte Umsatz des Getränkeeinzelhandels jedoch sank real um 0,8 Prozent (nominal allerdings plus 0,1 %).
Für Österreichs Brauer stand der internationale Tag des Bieres am 7. August 2020 ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit. Denn eine Umfrage von market-agent bei 1000 Biertrinkern zum Thema Bier und Nachhaltigkeit vom Februar 2020 attestiert sowohl den österreichischen Brauereien als auch den BiergenießerInnen ein hohes Bewusstsein für Umwelt- und Ressourcenschutz.
Aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes zum steuerpflichtigen Absatz von Biermischgetränken nach Bundesländern.
Aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes zum steuerpflichtigen Bierabsatz nach Bundesländern.
Wandel | Natürlich kann niemand die Zukunft voraussagen, aber wir können mit gewisser Zuversicht eine Reihe von Beobachtungen und Vorhersagen wagen. Der Covid-19-Virus hat die herkömmlichen Kaufmuster der Verbraucher in allen Bereichen des Nahrungsmittel- und Getränkesektors gesprengt, und Bier ist keine Ausnahme. Die meisten Brauer befinden sich mittlerweile in einer fast ausweglosen Situation. Viele werden es nicht schaffen, aber viele andere werden aufgrund ihrer gesicherten finanziellen Basis, ihres starken Markenauftritts und ihres grenzenlosen Einfallsreichtums und Durchhaltevermögens überleben. Und sie werden aus der „neuen Normalität“ gestärkt hervorgehen. Es darf aber nicht vergessen werden, dass auch der Verbraucher sich geändert hat.
Heineken konterte auf Vorwürfe, man habe alte Fässer mit einem neuen Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) versehen: Die ungeöffneten Fässer, die während des Lockdowns zurückgeholt worden waren, seien unter optimalen Bedingungen gelagert worden und daher fit für den Neueinsatz.
AB-InBev musste im zweiten Quartal einen schweren Schlag hinnehmen. Der Bierabsatz ging um rund 17 Prozent zurück, was zu einem Umsatzrückgang von 17 Prozent auf zehn Mrd USD (8,8 Mrd EUR) und einem Einbruch des operativen Gewinns um 34 Prozent auf 3,4 Mrd USD gegenüber dem Vorjahr nach sich zog.
Obwohl Boston Beer dabei das Opfer ist, stimmte man dennoch einer Gesetzesreform für den Biervertrieb im Heimatstaat Massachusetts zu. Sie ermöglicht den 200 kleinen Craft Bier-Brauern die Wahl des Bierverlegers.
Mit einer Verdreifachung des Umsatzes im Jahr 2019 ist das kalorienarme alkoholische Wasser weiterhin die Sensation. Marktführer White Claw, im Besitz von Mark Anthony Brands, übertrifft nun Budweiser, und die Nummer zwei, Boston Beers Truly, ist größer als Heineken.
Boston Beer ist ein Lockdown-Gewinner. Dank der steigenden Nachfrage nach seinem Truly Hard Seltzer lieferte Boston Beer glänzende Ergebnisse für das zweite Quartal und übertraf damit sogar die Erwartungen der Analysten.
Der Bundesverband der Deutschen Spirituosen-Industrie und -Importeure (BSI), Bonn, hat die „Daten aus der Alkoholwirtschaft“ mit den aktuellen Zahlen und Informationen in einer neuen Auflage für das Jahr 2020 veröffentlicht.
Ifo-Institut | Die neuesten Ergebnisse des ifo-Konjunkturtests für das zweite Quartal 2020 zeigen auf den ersten Blick, dass sich das Geschäftsklima in der Braubranche gegenüber dem ersten Quartal drastisch verschlechtert hat.
Ein (noch) gutes Jahr | Regelmäßig erscheint an dieser Stelle und zu ungefähr dieser Zeit unsere Reihe über den Getränkefachgroßhandel. Über die Hälfte des laufenden Jahres ist ins Land gegangen – und scheint es, als kämen die Zahlen für das Jahr 2019 aus einer anderen, heilen Welt.
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