Deutliches Minus | Kann das alkoholfreie Bier auch dieses Mal helfen? In den vergangenen Jahren gab es dem deutschen Biermarkt Aufschwung oder milderte den Rückgang – dank vieler innovativer Sorten und angesagter Eigenschaften führte es nahezu ein Eigenleben und entwickelte sich vielfach erfreulicher als der gesamte Markt. Doch 2020 war ein besonderes Jahr.
Wachstum und Rückgang | Deutschland, 1946: Der Zweite Weltkrieg ist vorbei. Hunger, Kälte und Verlust beherrschen den Alltag der Menschen. Doch die Hoffnung auf ein neues und besseres Leben ist da, der Wiederaufbau beginnt. Mein Vater Dr. Kai Kelch war mit 22 Jahren unversehrt aus der Gefangenschaft zurückgekehrt; erst viel später sollte er langjähriger Autor für die BRAUWELT werden. Diese erschien bereits ab dem 31. Januar 1946 wieder regelmäßig – die „Allgemeine Brauer- und Hopfenzeitung“, die erste Brauerei-Fachzeitschrift, war zur BRAUWELT geworden. Wie hat sich der deutsche Biermarkt seitdem entwickelt?
Ifo-Institut | Die geschäftliche Situation der Brauereien hat sich im 1. Quartal 2021 gegenüber dem bereits schlechten 4. Quartal 2020 nochmals drastisch verschlechtert. Nach den neuesten Ergebnissen des ifo-Konjunkturtests beurteilte der weitaus überwiegende Teil der befragten Brauer die Geschäftslage als schlecht.
Aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes zum steuerpflichtigen Absatz von Biermischgetränken nach Bundesländern.
Aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes zum steuerpflichtigen Bierabsatz nach Bundesländern.
Große Brauereien 2020 | Die bisherigen Veränderungen und Rückgänge des Biermarktes erscheinen rückblickend fast freundlich im Vergleich zu dem, was die Braubranche im vergangenen Jahr erwartete. Kostendruck, demografische Veränderungen und die Bewegung hin zu alkoholfreien Getränkesegmenten waren bekannte Größen, mit denen die Hersteller es bisher aufnehmen konnten. Die hohe Qualität der deutschen Biere und die Innovationsstärke der Brauereien blieben dabei das verlässliche Fundament der Branche. Doch dann kam Corona, und alles wurde anders.
Die Nachricht erwischte die Brauer auf dem falschen Fuß. Ohne jede Vorwarnung erhöhte Südafrikas Regierung die Verbrauchssteuern auf Alkohol und Tabakerzeugnisse im diesjährigen Etat um acht Prozent.
Notverkauf mit anderem Etikett? Molson Coors hat sein Indien-Geschäft verkauft, einschließlich der Starkbiermarke Thunderbolt. Der Brauer hatte nach Einführung der Prohibition 2016 im Bundesstaat Bihar und einem Absatzrückgang wegen Corona starke Einbußen erlitten.
AB-InBev hat 2020 Umsatz- und Volumeneinbußen eingefahren, erwartet aber in diesem Jahr ein besseres Ergebnis. Der weltgrößte Brauereikonzern meldete Ende Februar einen geringeren Rückgang als erwartet.
In ihrem langjährigen Rechtsstreit mit Heineken hat die Mazedonische Thrakienbrauerei (MTB), die vor allem für ihr Vergina-Bier bekannt ist, einen ersten Sieg errungen. Das Berufungsgericht in Amsterdam entschied am 16. Februar 2021,
Es ist nur eine Umschichtung von Marken zwischen zwei Systemen, aber ein Meilenstein für Heineken. Der niederländische Brauer will seit Jahren seinen Vertriebsvertrag mit Coca-Cola FEMSA kündigen, um sein eigenes brasilianisches Vertriebsnetz auszubauen, das er 2017 von Kirin übernommen hat.
Grupo Modelo, mexikanischer Arm von AB-InBev, beschuldigt Constellation Brands vor Gericht, einen Vertrag über den Markennamen Corona zu verletzen. Der Vorwurf: Anwendung auf ein anderes Produkt als Bier.
Der Corona Consumer Check des IFH Köln nimmt das Konsumverhalten unter Pandemiebedingungen unter die Lupe und beschäftigt sich in seiner neuesten Ausgabe mit der Frage nach Regionalität und Nachhaltigkeit: In Deutschland wurde in den vergangenen Monaten immer mehr Wert auf den Einkauf bei lokalen Händlern und auf Nachhaltigkeit gelegt, online wie auch offline.
Aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes zum steuerpflichtigen Absatz von Biermischgetränken nach Bundesländern.
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MegaBrew | Im Oktober 2015 ging die Globalisierung der Brauwirtschaft zu Ende. Die lang erwartete Übernahme von SABMiller durch AB-InBev, auch als MegaBrew bekannt, sollte AB-InBev zum unangefochtenen Weltmarkführer machen. Sechs Jahre später befindet sich AB-InBev in einer nicht eben beneidenswerten Lage: Hoch verschuldet kann der Braugigant nicht mehr so einfach auf weitere Deals hoffen, um sein Wachstum anzukurbeln.
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