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Bierglas (Foto: Luiz Felipe Silva Carmo auf Unsplash)

Die Weltbierproduktion lag 2021 nach dem aktuellen BarthHaas-Bericht der BarthHaas GmbH & Co. KG, Nürnberg, mit 1,86 Mrd hl um knapp 71 Mio hl  (+ 4 %) höher als 2020. Allerdings lagen die Werte für 2020 gegenüber dem Vorjahr nicht um fünf Prozent, sondern um 6,5 Prozent niedriger, und zwar bei 1,789 Mrd hl.

Bier wird aus einem Hahn gezapft (Foto: Marcelo Ikeda Tchelão auf Pixabay)

Gebeutelte Branche | Die Gäste sind zurück, der Absatz von Fassbier steigt. Das Wetter spielt mit, die Biergärten sind gut besucht und Restaurants und Kneipen reichlich frequentiert. Nicht nur auf Festen und Veranstaltungen holen die Menschen Versäumtes nach – so der Stand heute. Aber wie war es um das Fassbier im vergangenen Jahr bestellt?

Schild mit Bier an einer örtlichen Brauerei in Melbourne (Foto: Aditya Joshi auf Unsplash)

Ein zweifelhafter Rekord. Die Steuerbehörde hat die Biersteuer am 1. August um vier Prozent erhöht, so dass die Australier heute nach Norwegen, Japan und Finnland die vierthöchste Biersteuer der Welt haben. Schon jetzt zahlen Australier 30 Prozent mehr Steuern auf Bier als Konsumenten in Großbritannien.

Guinness-Glas (Foto: Erik Jacobson auf Unsplash)

Der Getränkekonzern Diageo, dem Guinness gehört, will in der Nähe von Newbridge in der Grafschaft Kildare, etwa 60 km westlich von Dublin, eine Brauerei im Wert von 200 Mio EUR errichten. Dies wurde den Medien mitgeteilt, noch bevor der Bauantrag überhaupt gestellt wurde. Dies soll im September geschehen.

Greg Koch im Jahr 2018, als Stone ein Gerichtsverfahren gegen Molson Coors wegen der Umbenennung von Keystone einleitete (Foto: mit freundlicher Genehmigung von Stone Brewing)

Bereits im März hatte Stone seine Klage gegen Molson Coors gewonnen. Wegen der Verletzung von Stones Markenrechten sprach die Jury damals Stone 56 Mio USD (55 Mio EUR) Schadenersatz zu.

Pub in London (Foto: Montse Monmo auf Unsplash)

Boulevardzeitungen waren empört. Die britische Pub-Kette Wetherspoon mit ihren mehr als 800 Pubs nimmt ihren Kunden in einigen Hauptstadtkneipen bis zu 6,29 GBP (7,50 EUR) pro Pint ab – mehr als das Doppelte dessen, was sie außerhalb Londons verlangt. Die satten Preise, Resultat steigender Miet-, Lohn- und Transportkosten, zeigen die Krise der Lebenshaltungskosten auch bei Bier.

Person hält ein blau-gelbes Protestschild mit der Aufschrift „Wir stehen an der Seite der Ukraine“ (Foto: Akhere Unuabona auf Unsplash)

Offenbar dauert es manchmal ziemlich lange, bis die Boykottmaßnahmen gegen Russland wirken. Ende Juli konnten Russen in Moskauer Supermärkten immer noch Lagerbestände internationaler Biermarken finden, berichten Reuters-Korrespondenten.

„Ein Bier bitte“ ist gar nicht mehr so häufig (Foto: Elevate auf Unsplash)

Junge Menschen im Alter der Generation Z (18 bis 24 Jahre) trinken in Deutschland weniger Alkohol als ältere Altersgruppen. Knapp die Hälfte der deutschen GenZ (49 %) sagt, gar keinen Alkohol zu trinken. Das ist mehr als der deutsche Durchschnitt (46 %).

Pils (Foto: Sabrina St. auf Pixabay)

Männlich herb | Pils war jahrzehntelang der Image- und Devisenbringer für „gutes deutsches Bier“. Ausgehend vom Westen und Norden der Republik wurde Pils im Wirtschaftswunderland zur Kategorie prägenden Sorte – mit einem aus heutiger Sicht fast unglaublichen Wachstum bis in die 1980er-Jahre hinein. Im Zuge der Globalisierung sowie zahlreicher weiterer Veränderungen in Gesellschaft und Konsumverhalten erfolgte eine bis heute andauernde Periode eines abnehmenden Pilskonsums im deutschsprachigen Raum. Ist ein Turnaround überhaupt noch möglich?

Biergläser auf Biergartentisch (Foto: Thorsten Frenzel auf Pixabay)

Inlandsausstoß | Im Januar 2020 hatte das Coronavirus Europa erreicht. Die Auswirkungen sind bekannt, auch für die Brauereien waren sie erheblich. Mit dem Jahr 2021 fand das Pandemie-Szenario für die Unternehmen seine Fortsetzung, mit individueller Bewertung: Für eine Reihe von Brauereien gestaltete sich das zweite Coronajahr gnädiger, für andere wurde es noch schlimmer. Viele kleinere Brauereien und Gastronomien fürchten noch immer um ihre Existenz. Die aktuelle wirtschaftliche und politische Lage lässt nicht viel Gutes erahnen.

Hopfengarten kurz vor der Ernte

BarthHaas | Laut aktuellem BarthHaas-Bericht (2021/2022) ist im dritten Jahr in Folge die Welthop­fenproduktion größer als der Bedarf. Heinrich Meier, BarthHaas, Nürnberg, stellte bei der Online-Pressekonferenz am 25. Juli 2022 die aktuellen Zahlen für 2021 vor.

Hallstatt in Österreich (Foto: Hasmik Ghazaryan Olson auf Unsplash)

Es geht bergauf | Nach dem 2020er Inlands-Minus von vier Prozent und einem Rückgang beim Export um fast sechs Prozent erholt sich der Biermarkt in Österreich. Die Herausforderungen bleiben allerdings angesichts der andauernden Corona-Lage groß, die aktuellen geopolitischen Risiken kommen hinzu. Die drastisch steigenden Preise, u. a. für Energie, sind eine weitere Last für die Brauereien.

Aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes zum steuerpflichtigen Absatz von Biermischgetränken nach Bundesländern.

Aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes zum steuerpflichtigen Bierabsatz nach Bundesländern.

Frachtschiff mit Containern (Foto: John Simmons on Unsplash)

Export 2021 | Zwei Jahre lange hielt die Pandemie die deutsche Brauwirtschaft fest im Griff – mit heftigen Absatzrückgängen, desaströsen Bedingungen in der Gastronomie und existenzbedrohenden Zuständen für viele kleine Brauereien. Was jedoch kaum jemand für möglich gehalten hätte, ist beim Export passiert: Hier gab es im vergangenen Jahr ein erstaunliches Plus.

Die Belgier konsumierten 2021 mehr Bier. Das deutet auf eine langsame Erholung hin, da das Land seine Covid-Beschränkungen erst im Juni 2021 aufgehoben hat. Insgesamt wurden 6,45 Mio hl Bier verkauft, das sind zwölf Prozent mehr als im Jahr 2020,

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