Was dem Handel in Europa erlaubt und verboten ist -- Tabelle
Erzeugerpreisindex für Bier und Verbraucherpreis für Flaschenbier -- Tabelle
Die 0,5-l-Bierdose hat sich im deutschen Lebensmittelhandel einen Marktanteil von durchschnittlich 12% erkämpft. -- Die regionalen Unterschiede fallen aber recht deutlich aus: Im Norden und im Osten Deutschlands wird ein Viertel bis ein Drittel der Biermenge in Dosen verkauft; im Süden und im Westen liegt der Anteil noch unter 10%. Im 1. Halbjahr 1994 ist die Menge der verkauften Halbliterdosen erneut um 20% gegenüber dem Vorjahr gestiegen.
Druck auf Konsumbiersegment -- Auch beim Bier sind die Handelsmarken auf dem Vormarsch. Innerhalb der zwei Monate Juni/Juli 1994 wurden in Deutschland rund 300 000 hl davon verkauft. Peter Windschall von der GfK Panel Services, Nürnberg, schätzte anläßlich der Konferenz Zukunftspotentiale der deutschen Brauindustrie, innerhalb der nächsten fünf Jahre könnte das Billigsegment rund 20 Prozent des deutschen Bierausstoßes ausmachen. Diese Entwicklung werde maßgeblich über die Discounter forciert, deren Entwicklung ebenfalls boomt. Von unten, so Windschall, werde damit zusätzlicher Druck auf das Konsumbiersegment erzeugt, das schon von oben durch die Preiskämpfe der Premium-Brauereien in Bedrängnis geraten ist..
Getränke-Konjunkturtest Juli 1994 -- Biere: Im Juli hat sich die Geschäftslage der Brauereien wieder verbessert. Dank des günstigen Sommerwetters stiegen Nachfrage und Ausstoß im Vergleich zum Vormonat stark an. Zudem konnten einige Brauereien bessere Verkaufspreise erzielen. In den kommenden Monaten dürften jedoch nach Einschätzung der Testteilnehmer keine weiteren Preiserhöhungen durchsetzbar sein. Das Exportgeschäft wird sich nach Ansicht eines Teils der Brauereien wieder beleben. Insgesamt sind die Geschäftsaussichten nicht ungünstig, wenngleich für die Herbstmonate - saisonbedingt - eine leichte Abschwächung erwartet wird. Wegen des starken Nachfrageanstiegs erwiesen sich die Lagerbestände verschiedentlich als zu klein..
Was (Brau-)Techniker über Marketing wisses sollten -- Bei dem vom Marketing- und Kommunikationsberater Rüdiger Ruoss, Chur, veranstalteten Seminar Was Brau-Techniker über Marketing, Werbung und Öffentlichkeitsarbeit wissen sollten wurde anhand vieler Beispiele deutlich, daß die Werbung der großen deutschen Brauereien erschreckend uniform ist. Das Seminar fand am 8. und 9. September 1994 in Freising statt. Nur wenige Unternehmen heben sich ab. Der Begriff der Premium-Marke ist stark inflationiert, er wird inzwischen in allen möglichen Produktsparten bis hin zum Motorenöl gebraucht. Nach aktuellen Marktuntersuchungen können 60% der Verbraucher keine Markenunterschiede zwischen den großen Biermarken feststellen. Einen interessanten Weg schilderten Michael Beck v.B. Prof.
Nach Spitfire jetzt D-Day Ale -- Hatte eine englische Brauerei, Shepherd Neame in Faversham (Grafschaft Kent), zur Erinnerung an die Schlacht um England des Sommers 1940 und das legendäre britische Jagdflugzeug Spitfire im vergangenen Jahr ein Spitfire-Bier auf den Markt gebracht (Brauwelt 134, Nr. 3, S. 49, 1994), so würdigte jetzt die in Dorset ansässige Brauerei Hall & Woodhouse den fünfzigsten Jahrestag der Landung der alliierten Streitkräfte in der Normandie mit einem D-Day Ale. Diese Biersorte wird in besonders geformten Flaschen in begrenzter Menge abgegeben. Obwohl es für alle eine traumatische Zeit war, haben sich diese Leute und vor allem die Soldaten in den örtlichen Gastwirtschaften erfreut, und die Pubs von Hall & Woodhouse in ganz Dorset gehörten ganz einfach dazu..
Bierdenker -Klassiker mit reinen Hopfensorten -- Unter der Bezeichnung Die Bierdenker - Neue Klassiker von Whitbread hat die britische Whitbread Beer Co. eine Initiative gestartet, fünf traditionelle Cask Ales aus englischen Qualitätsprodukten vorzustellen (s. Abb.). Ziel dieses Programms ist es, ganz allgemein größeres Interesse am Bier zu wecken und den Kunden die Gelegenheit zu geben, im Laufe des Jahres 1994 eine Mehrzahl anregender klassischer Ales zu verkosten. Den Anfang machte im Mai eine Pale Ale Glorious Goldings mit 4 Vol.-% Alkohol, das aus Maris- Otter-Malz gebraut und ausschließlich mit Whitbread Goldings gehopft war..
Lebensmittelhandel rechnet mit sparsameren Kunden -- Der Lebensmittelhandel erwartet trotz der allgemein verbesserten Konjunkturaussichten schwierigere Zeiten. Im Geschäftsbericht der Rewe Dortmund heißt es, man werde sich auf einen sparsameren Verbraucher einstellen müssen. Die Roherträge und die guten Gewinne des Jahres 1993 würden im laufenden Geschäftsjahr nicht gehalten werden können. Neben Dauerpreisen spielten dabei die in den Supermärkten erforderlichen Sonderangebote eine große Rolle. Die Auswirkungen dieser Entwicklung will man durch günstige Abgabepreise im Großhandelsbereich in Grenzen halten. Der Großhandel sei bereit, so heißt es, seine Gewinnansprüche aufgrund einer guten Kapitalvorsorge auf ein notwendiges Maß zu begrenzen..
Media-Werbung für Getränke im 1. Halbjahr 1994 -- Für Getränke wurde in der ersten Jahreshälfte 1994 wieder vermehrt in die Werbung investiert. Dies belegt ein Bericht der Nielsen Werbeforschung Schmidt + Pohlmann, Hamburg. Nachdem im letzten Halbjahresvergleich nahezu alle Werbeaufwendungen - bis auf die beiden Warengruppen Bier und Hausgetränke - rückläufig waren, zeigt sich das Klima wieder etwas freundlicher. In den zurückliegenden sechs Monaten hatte die Getränkebranche 990,4 Mio DM für Werbung in den klassischen Medien ausgegeben; das entspricht 11,8 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Die stärksten Zuwächse hatte Sekt mit +27,7 Prozent sowie Kaffee, Tee und Kakao mit +26,1 Prozent zu verzeichnen. -12,5 Prozent zweistellige Verluste hinnehmen..
Kaum Spielräume für Preiserhöhungen im LEH -- Der Einzelhandel in West- und Ostdeutschland beurteilt die weitere Geschäftsentwicklung skeptisch: Nach einer Umfrage des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung, München, bleiben die Spielräume für Preiserhöhungen eng. Im Großhandel zeichnet sich dagegen ein positiveres Bild ab; die westdeutschen Firmen haben ihre Umsätze gegenüber dem Vorjahr spürbar gesteigert. Auch der ostdeutsche Großhandel bewies Optimismus, was sich in expansiven Orderplänen zeigte. Erkennbare Umsatzzuwächse gegenüber dem Vorjahr waren aber nur im Nahrungs- und Genußmittel-Großhandel zu verzeichnen.
Lebensmittelhandel rechnet mit sparsameren Kunden -- Der Lebensmittelhandel erwartet trotz der allgemein verbesserten Konjunkturaussichten schwierigere Zeiten. Im Geschäftsbericht der Rewe Dortmund heißt es, man werde sich auf einen sparsameren Verbraucher einstellen müssen. Die Roherträge und die guten Gewinne des Jahres 1993 würden im laufenden Geschäftsjahr nicht gehalten werden können. Neben Dauerpreisen spielten dabei die in den Supermärkten erforderlichen Sonderangebote eine große Rolle. Die Auswirkungen dieser Entwicklung will man durch günstige Abgabepreise im Großhandelsbereich in Grenzen halten. Der Großhandel sei bereit, so heißt es, seine Gewinnansprüche aufgrund einer guten Kapitalvorsorge auf ein notwendiges Maß zu begrenzen..
Struktur der deutschen Brauwirtschaft 1993 -- Nach einer Mitteilung des Deutschen Brauer-Bundes, basierend auf Angaben des Statistischen Bundesamtes, ist die Zahl der in Deutschland betriebenen Braustätten im Jahre 1993 gegenüber dem Vorjahr um 46 auf 1280 zurückgegangen. In den einzelnen Bundesländern stellt sich diese Entwicklung wie in der untenstehenden Tabelle aufgezeigt dar. Bei der Einteilung nach Betriebsgrößenklassen ist zu berücksichtigen, daß die Abgrenzung der Größenklassen nach der Neuordnung der Biersteuerstatistik auf der Basis des neuen Biersteuergesetzes geändert wurde. Vergleichbare Zahlen für 1992 liegen deshalb nicht vor. Insgesamt waren dies 1993 221 000 Hektoliter. 1993 gab es in Deutschland 31 Bierlager und 67 berechtigte Empfänger..
Bayern Brauwirtschaft im Umbruch -- Keinen Grund zum Jubeln, aber auch keinen Grund zur Resignation für Bayerns Brauereien sah Dr. Georg Schneider, Präsident des Bayerischen Brauerbundes, bei der Pressekonferenz am 31. August in München. Der Ausstoßrückgang um 7 Prozent habe sich im Jahr 1993 recht unterschiedlich verteilt: Während Nordbayern ein Minus von 10,6 Prozent hinnehmen mußte, lag Südbayern mit - 4,6 Prozent etwa im Bundesdurchschnitt. Bis zur Jahresmitte war ein Minus von 2,2 Prozent zum Vorjahr zu verzeichnen; das schöne Wetter im Juli habe aber wieder für ein ausgeglichenes Ergebnis gesorgt. Exporte und Importe: Der Export, so Dr. Auf EU-Länder entfiel ein Plus von 20 Prozent, auf Drittländer von 35 Prozent. Schneider. Zum anderen sei.
Deutsche Börse erstaunlich stabil -- Gesamtindex nach acht Monaten behauptet: Nach den Kursverlusten von Ende Mai dieses Jahres hat sich der deutsche Aktienmarkt eine erstaunliche Stabilität bewahrt. Trotz leicht anziehender Zinsen bei den Rentenwerten des festverzinslichen Sektors am Kapitalmarkt hat sich der Gesamtindex Ende August 1994 gegenüber Ultimo 1993 knapp behauptet. Am Rentenmarkt pendelte die durchschnittliche Umlaufrendite um die sieben Prozent. Zinssteigerungen in USA und Schweden wurden ohne nennenswerte Reaktion verkraftet. Der umfassende Deutsche Aktienindex DAX hielt sich zwischen 2100 und 2200 Punkten. So wurden zuletzt Stuttgarter Hofbräu leicht favorisiert, wo die Vorzüge bis zu 400 anzogen. Allein vom 16. auf 23. In diesem Zusammenhang eine interessante Rechnung.
Leichtbier setzt sich nicht durch -- In den letzten Jahren wurden rund 200 Leichtbiermarken auf den Markt gebracht. Leicht-Versionen gibt es von allen Biertypen, über Alt und Kölsch sowie Weizenbier bishin zum Pils. Vor einigen Jahren hatten Marktkenner diesem Biertyp Marktanteile von bis zu 10% prognostiziert. Heute erreichen die Leichtbiere etwa 1,5% des gesamten Bierausstoßes in Deutschland. Der rückläufige Trend - Biere der Steuerklasse 7 mit einem Stammwürzegehalt von 7 - 8%, nahmen im ersten Halbjahr 1994 um 14,5% ab (s. Brauwelt Nr. 32, 1994, S. 1549) - betrifft fast alle Leichtbiermarken in Deutschland. Kenner der Bierszene führen als Gründe für diese Durststrecke der Leichtbiere an: allgemeine Konsumzurückhaltung und Wunsch des Verbrauchers nach klaren Alternativen.B. 275)..
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