Stagnation im deutschen Biermarkt auf hohem Niveau -- Der deutsche Biermarkt stagniert mit einem Plus von 0,3% auch 1995 auf hohem Niveau. Mit dieser Feststellung begann Rainer Pott-Feldmann, Präsident des Bundesverbandes mittelständischer Privatbrauereien, sein Referat zur Pressekonferenz im Vorfeld der Brau '95 in Nürnberg am 15. November 1995. Größere Mengenzuwächse könne man im offensichtlich ausgereizten deutschen Biermarkt kaum noch erzielen, höchstens über den Export. Dieser ist laut Pott-Feldmann in den ersten neun Monaten dieses Jahres in EU-Länder um 14,4% und in Dritt-Länder um 3,2% gestiegen. Im Jahre 1994 lagen die Importe bei rd. 2,8 Mio hl beziehungsweise bei einem Martkanteil von 2,4%. Im laufenden Jahr dürften die Importe stagnieren.a. Brauwelt Nr. 43/44, 1995, S. 2398)..
Biermischgetränke für Geschmacksabenteurer -- Bei der diesjährigen Techniker- und Braumeister-Tagung der Deutschen Brau-Kooperation bei der Alpirsbacher Klosterbräu referierte Dipl.-Brm. Alexander Freiherr von Süßkind-Schwendi, Brauführer bei der Alpirsbacher Klosterbrauerei, am 1. Dezember 1995 über das Thema Biermischgetränke - Unbegrenzte Vielfalt. Der Wunsch des Konsumenten, so von Süßkind-Schwendi, nach neuen Geschmacksabenteuern hat in den letzten Jahren immer wieder neue Impulse in den Getränkemarkt gebracht. Man denke nur an die Produktvielfalt beim Eistee, Energy Drink, Radler oder Apfelschorle. Ein neues Ernährungsbewußtsein fordert anspruchsvollen Genuß im Sinne von geschmacklicher Abwechslung und Zusatznutzen, wie z.B. Gesundheit, Schlankheit, Vitalität, Muntermacher usw.B..
Ausbildiung und Bierspezialitäten __ Immer mehr Unternehmen planen eine Verringerung ihrer Ausbildungsplätze. Dies ergab eine Umfrage bei mehr als 1000 Ausbildungsbetrieben, die vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) durchgeführt wurde. Als häufigster Grund für den Rückzug aus der Ausbildung wurde mangelnder Bedarf an neuen Fachkräften genannt (36%). Bei 31% der befragten Betriebe hieß es, die Ausbildung von Lehrlingen sei zu teuer. 25% gaben die schlechte wirtschaftliche Lage an. Für 19% fanden sich keine geeigneten Bewerber. Die Einstellung von ausgebildeten Fachkräften bevorzugen 13% der Befragten. 12% gaben an, die Durchführung und Organisation der Nachwuchsausbildung seien zu aufwendig. Eine Umfrage in der deutschen Brauwirtschaft dürfte zu ähnlichen Ergebnissen führen. G.a. S..
Bierrevolution in den USA -- Vom 8. bis 10. Oktober 1995 fand in Denver/Co., USA, das 1. International Beer Marketers Symposium statt. Veranstaltet wurde es von der Association of Brewers, gesponsert von den Firmen AT Kearney, Krones AG, Neutraubling, sowie von den Firmen Roland Rau, Küps, und Sahm, Höhr-Grenzhausen. Charlie Papazian, Präsident der Association of Brewers, zeichnete für die Veranstaltung verantwortlich. Als spezielle Berater fungierten Michael Jackson, London, Finn Knudsen, Evergreen Co., und Rüdiger Ruoss, Chur/CH, einer der geistigen Väter des Symposiums, das sich mit globalen Perspektiven über die Entwicklung der Brauwirtschaft befaßte. Von den über 200 Teilnehmern kamen allein 70 aus Deutschland. Über die weiteren Beiträge wird die Brauwelt noch berichten. Lt..
Die Konsumfreude in Deutschland wird wieder zunehmen, behaupten die sechs führenden Wirtschaftsforschungsinstitute in ihrem Herbstgutachten 1995. Der Verbrauch soll sich nach längerer Abstinenz im ersten Halbjahr 1996 um 2,5 Prozent (real) und im zweiten Halbjahr um 3,5 Prozent nach oben bewegen. Die Ursache sehen die Wirtschaftsforscher vor allem in der günstigen Einkommensentwicklung: Die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte sollten im Jahr 1995 schätzungsweise um 3,5 Prozent und 1996 um 5,5 Prozent steigen....
Die Kaufkraftschere klafft in Düsseldorf am weitesten auseinander. Zu diesem Ergebnis kommt eine Sonderauswertung zu der traditionellen Kaufkraftstudie, in der die Nürnberger GfK 25 deutsche Großstädte auf das Kaufkraftgefälle zwischen einzelnen Postleitgebieten untersucht hatte (Basis waren die fünfstelligen Postleitzahlengebiete). An der Spitze stehen damit nicht Berlin oder Hamburg, sondern Düsseldorf, gefolgt von Frankfurt. Für Handels- und Dienstleistungsunternehmen wird es nach Ansicht der Marktforscher immer wichtiger, die Unterschiede in der Bevölkerungsstruktur zu berücksichtigen, um Angebote kundengerecht plazieren zu können. Allein der Ruf nach mehr Servicequalität und Kundenorientierung reicht nicht mehr aus. Er liegt also um 27,5 Prozent höher als der Bundesdurchschnitt.....
Getränke-Konjunkturtest Mai 1996 -- Biere: Die Geschäftslage der Brauereien hat sich im Mai erneut leicht verbessert. Nach den Meldungen zu schließen, konnte die Nachfrage den Stand vom Vormonat deutlich übertreffen. Demzufolge hat sich der Bierausstoß erheblich erhöht. Auch für die nächsten Monate deuten die Ausstoßpläne, in erster Linie saisonbedingt, auf eine weitere Expansion hin. Da jedoch die Exportaussichten wieder schlechter beurteilt werden als im April, äußerten sich die Testteilnehmer hinsichtlich ihrer allgemeinen Geschäftsaussichten für die nächsten sechs Monate etwas pessimistischer. Zahlreiche Brauereien planen für die nächste Zeit Preiserhöhungen. Nicht zuletzt ließen die Auslandsaufträge zu wünschen übrig..
Alkoholfreie Getränke auf der Brau '95 -- Auf der Getränke-Fachbsrse Bier und Alkoholfrei 1994 war ein Trend abzusehen, der sich in diesem Jahr bestätigt hat: Der Markt für alkoholfreie Erfrischungsgetränke ist stark im Wachsen begriffen. Der Konsum alkoholfreier Getränke wird in Deutschland in diesem Jahr über 230 Liter pro Kopf erreichen. Bereits im Vorjahr hatte die innovationsfreudige AfG-Branche ein Plus von sechs Prozent für sich verbuchen können.
Weltbiererzeugung 1993/1994 -- Der Weltbierausstoõ entwickelte sich auch 1994 positiv. Eine differenzierte Betrachtung weist jedoch sehr unterschiedliche Entwicklungstendenzen auf. Wachstum konnte vor allem in Asien, insbesondere in der Volksrepublik China, verzeichnet werden. Auch SYdamerika trug zur positiven Entwicklung des Weltbierausstoões bei. Hingegen befindet sich die Bierproduktion in den osteuropSischen LSndern, bedingt durch politische und wirtschaftliche Turbulenzen, weiterhin in einem starken AbwSrtstrend. Dasselbe trifft fYr weite Teile Afrikas zu.
Beim Pro_Kopf_Konsum an Alkohol lag Frankreich 1993 mit 11,5 l in Europa an erster Stelle __ vor Österreich mit 10,5 l, Portugal und Deutschland mit je 10,4 l sowie Spanien mit 10,0 l. Am Ende der Skala lag Schweden mit 5,3 l hinter Finnland mit 6,8 l, Großbritannien mit 7,3 l, den Niederlanden mit 7,9 l sowie Irland mit 8,3 l.
Getränke_Konjunkturtest Juli 1995 __ Biere: Die Brauereien beurteilten ihre Geschäftslage im Juli nochmals günstiger als im Vormonat. Hinsichtlich der Geschäftsaussichten für die kommenden sechs Monate äußerten sie sich jedoch skeptischer. Die Exportaussichten sind gedämpft optimistisch. Wegen der günstigen Witterung hat die Nachfrage nach Bier das Niveau des Vormonats deutlich übertroffen. Demzufolge hat auch der Bierausstoß merklich zugenommen. Für die nächste Zeit lassen jedoch die Produktionspläne keine Steigerungstendenzen erkennen. An der Preisfront herrscht absolute Ruhe. Erfrischungsgetränke: Die Hersteller von Erfrischungsgetränken und Wässern beurteilten ihre Geschäftslage im Juli besser als im Vormonat. Vom Exportgeschäft werden allerdings keine Impulse erwartet..
Bayern: Land der Brauereien -- In der Ersffnungs-Pressekonferenz zur Brau å95 wies Hans Schinner, PrSsident des Verbandes mittelstSndischer Privatbrauereien in Bayern, am 15. November 1995 im NYrberger Messezentrum darauf hin, daõ die Zahl der in Deutschland 1994 betriebenen BraustStten von 1319 auf 1278 zurYckgegangen ist, in Bayern von 751 auf 744. Von diesen sind lt. Schinner 607 im Verband der mittelstSndischen Privatbrauereien organisiert. Der Anteil der Mitgliedsbetriebe in Bayern macht zahlenmSõig 81% der BraustStten aus und ausstoõmSõig ca. 25%. Die bayerischen Brauereien machen von ihrer Anzahl her 59% der deutschen Brauereien aus, tragen aber mit 27 Mio hl (- 0,8%) nur 23,5% zum Gesamtausstoõ in Deutschland in Hshe von 115 Mio hl (+ 3,1%) bei. Lt. Die Braubranche hat lt. a.
Die Entwicklung der Brauereien in Deutschland 1994 __ In unserem Beitrag Die Entwicklung der Brauereien in Deutschland 1994 von Dr. Kai Kelch in der Brauwelt Nr. 36/1995 wurde auf Seite 1774 für den Karlsberg_Verbund, Homburg, ein Ausstoß von 3562 Thl angegeben. Hier wurde irrtümlich nur der versteuerte Bierausstoß angeführt _ ohne alkoholfreies Bier und Malzbier hinzuzurechnen. Im Geschäftsjahr 1994 hatte der Karlsberg_Verbund tatsächlich 3790 Thl Inlandsausstoß verzeichnet. Auf Seite 1776 hat unser Setzer auch gleich eine größere Brauerei_Fusion im Südwesten vermuten lassen: Die Stuttgarter Hofbräu AG gehört natürlich nicht zur Dinkelacker_Gruppe, was ein genauer Blick auf die Ausstoßzahlen beider Unternehmen bestätigt; die Gesellschaften agieren unabhängig voneinander. Die Redaktion.
Ungleicher Wettbewerb für Österreichs Brauereien __ Seit 1. Januar 1995 ist Österreich Mitglied der EU. Daraus ergibt sich eine ungleiche Wettbewerbssituation gegenüber Deutschland wegen der unterschiedlichen steuerlichen Belastung in den einzelnen Ländern, was letztlich zu mengenmäßigen Abwanderungen von Bier, speziell im Grenzbereich, führen wird. Man rechnet mit rund 70 _ 100 000 hl pro Jahr. Darauf wies Dipl._Ing. Franz Zeilinger, Präsident des Bundes Österreichischer Braumeister und Brauereitechniker, anläßlich der Eröffnung der 45. Arbeitstagung am 14. September 1995 in Murau, hin. 1994 konnte der Bierausstoß Österreichs auf 10 144 000 hl gesteigert werden, das entspricht einem Plus von 3,3% gegenüber 1993. Der Mehrweganteil beim Bier liegt bei 93%. 1. 9. 1994 bzw. 11. 1994 von 4,2%.
Biere: Die Geschäftslage der Brauereien hat sich im Berichtsmonat weiter geringfügig verbessert. Bei den Erwartungen für die nächsten sechs Monate kommt allerdings verstärkte Skepsis zum Ausdruck. Dies ist nicht zuletzt darauf zurückzuführen, daß die Brauereien eine weitere Abschwächung des Exportgeschäfts erwarten. Nach den Meldungen zu schließen, waren Bestellung und Bierausstoß im Berichtsmonat deutlich rückläufig. Für die nächsten drei Monate planen die Brauereien eine weitere Einschränkung des Ausstoßes. Die Preise dürften weiterhin, wie schon in den Vormonaten, stabil bleiben. Erfrischungsgetränke: Die Geschäftslage der Hersteller von Erfrischungsgetränken hat sich im Berichtsmonat wieder etwas verbessert. Im November waren Bestellungen und Produktion rückläufig..
Strukturprobleme der deutschen Brauwirtschaft sind keine originär mittelständischen Probleme -- Anläßlich der Frühjahrstagung der Delegiertenversammlung des Bundesverbandes mittelständischer Privatbrauereien in der Brauerei Zoller-Hof Graf & Fleischhut GmbH & Co. KG, Sigmaringen, nahm der Präsident des Bundesverbandes, Rainer Pott, Oelde, ausführlich zu den drängenden Branchenproblemen Stellung: Dosenbierflut, Novellierung der Verpackungsverordnung sowie Strukturveränderungen. Im Jahre 1995, so Rainer Pott, wurde in Deutschland 0,4% weniger Bier abgesetzt als im Vorjahr. Insgesamt waren am Jahresende 1995 noch 1243 Brauereien aktiv, 35 weniger als 1994. 30 der stillgelegten Brauereien sind der Klientel der mittelständischen Privatbrauereien zuzurechnen..
Aktuelles Heft
Meistgelesen
BRAUWELT unterwegs
Aktuelles Heft
Meistgelesen
BRAUWELT unterwegs
-
Vorläufige Zahlen: Erwartungen übertroffen
GEA Group Aktiengesellschaft
-
Neubau statt Rückzug
Riedenburger Brauhaus Michael Krieger GmbH & Co. KG
-
Eigenverwaltungsverfahren beantragt
Brauhaus Altenkunstadt Andreas Leikeim GmbH & Co KG
-
Stabile Performance
Brauerei C. & A. Veltins GmbH & Co. KG
-
Distelhäuser modernisiert Sudhaus
Ziemann Holvrieka GmbH