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Moderne Brauereien in Asien auf der Überholspur. Nachfrage nach mehr Bier - in einigen Ländern zweistellige Zuwachsraten pro Jahr -- In Thailand lag die Jahresbierproduktion 1989 bei rund 3 Millionen Hektoliter. Die Bierproduktion in China hat 1995 bereits die 150 Mio-hl-Grenze überschritten.

Drehwerbung bringt höchste Werte -- Auf einer Drehwerbeanlage, die bei Liveübertragungen aus Stadien eingesetzt werden, stehen jedem Werbetreibenden 240 m Länge zur Verfügung. Die Deutsche Städte-Reklame (DSR) vermarktet diese Bandenwerbung auf der Basis der Zeit, die eine Marke oder ein Slogan effektiv im Fernsehen zu sehen war. Die Mindestbuchung liegt bei vier Minuten. Unternehmen, die 1997 alle Live-Spiele buchen und damit im Schnitt mehr als sieben Millionen Zuschauer erreichen, bezahlen knapp 2,4 Mio DM. Eine Studie, die die DSR zusammen mit dem Kölner Institut Sport+Markt durchführte, zeigte, daß sich eine solche Investition auch lohnt. Die höchsten Werte erzielte die Drehwerbung, wenn sie in einem ansonsten werbefreien Umfeld gezeigt wird. Eine Biermarke mit zwei Spots blieb z. B.

Deutsche Bier-Fernsehwerbung in der Kritik -- Unter der reißerischen Überschrift Im Fernsehen gibt's zu viele Flaschen setzt sich Christian Gottwald im Magazin der Süddeutschen Zeitung Nr. 39 vom 27. September 1996 kritisch mit der Bierwerbung im deutschen Fernsehen auseinander. Er stellt fest, daß dem Werbe-Overkill zum Trotz die Deutschen immer weniger Bier trinken, was wiederum zur Folge hat, daß die Werbeetats im nächsten Jahr weiter steigen werden. So lange und so oft bis auch dem letzten Biertrinker schwummrig wird vor Augen, noch bevor er ein einziges Bier getrunken hat. Seit 1985 habe sich die Gesamtsumme der Werbeausgaben für Bier in Deutschland auf über 700 Mio DM mehr als vervierfacht. Nebenbei werden noch 1,6 Mrd DM in das Sportsponsoring gepumpt.a. Brauwelt Nr. 37, 1996)..

Internationale Trends -- Anläßlich der 19. Konferenz der ALAFACE (Associacion Latinoamericana de Fabricantes de Cerveza, Vereinigung lateinamerikanischer Brauereien) hielt Dr. John Queld am 3. September 1996 in Guatemala einen mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag über internationale Markttrends. Dabei wies er eingangs darauf hin, daß wir uns in einer Welt des Wandels befinden, der abhängt von der demographischen Entwicklung in den verschiedenen Regionen, vom Trend hin zum globalen Konsumenten und von der Entwicklung der aufstrebenden Märkte. Die Weltbevölkerung wird explosionsartig wachsen, allerdings regional sehr unterschiedlich. Für die Industrieländer rechnet man mit einer Stagnation, Lateinamerika wird etwas zunehmen, die asiatische Region dagegen explodieren. Dr. Dr. Dr..

Agentur-Wechsel von Gatzweiler -- Gatzweiler wechselt in Düsseldorf von Gramm zu Brüster & Partner. Der Altbierspezialist läßt sich im Full Service von Dr. Christoph Brüster und seinen Leuten bedienen. Neben der Anfang des Jahres ausgelaufenen Zusammenarbeit mit Gramm steht Gatzweiler noch ein weiterer Abschied ins Haus: Marketingleiter Reinhard Weidner, 46, steht nur noch mit halber Kraft Inhaber Karl-Heinz Gatzweiler zur Verfügung. Ende 1996 will Bierprofi Weidner (Ex-Krombacher und Beck’s) mit ganzem Engagement seine neuen Aufgaben bei der im August gegründeten Sporteventagentur Speed angehen. Kostenmanagement und allgemeine Absatzflaute in der Bierbranche nennt Weidner als Gründe für die Veränderungen bei der Brauerei. Die Etats haben zum Teil weltweite Reichweite..

Entgegen anderslautenden Gerüchten wird die Fürstliche Brauerei Thurn und Taxis, Regensburg, nicht verkauft. -- Dr. Peter Lämmerhirdt, seit 1. Oktober 1996 Vorstandssprecher der Henninger Bräu AG, Frankfurt, bleibt zunächst Geschäftsführer der Regensburger Brauerei, die 140 Mitarbeiter beschäftigt und für 1996 mit einem Jahresausstoß von 320 000 hl Bier und 60 000 hl AfG (wie im Vorjahr) rechnet.

Zweistelliger Einbruch bei Erfrischungsgetränken im Sommer -- Nach einem Absatzwachstum von fünf Prozent bis Ende Juni 1996 hat die Erfrischungsgetränke-Industrie in den völlig verregneten und unterkühlten Sommermonaten einen Einbruch in zweistelliger Höhe hinnehmen müssen. Im Juli waren es 16%, im August sogar 18%, teilte Dr. Friedrich Pachmayr, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Erfrischungsgetränke-Industrie e.V. (BDE), der Presse am 1. Oktober 1996 in Bonn mit. Damit dürfte für das Gesamtjahr 1996 ein Rückgang von 2% zu erwarten sein. Vergangenes Jahr produzierten rund 400 Unternehmen 7,13 Milliarden Liter Erfrischungsgetränke - ein Plus von 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatz stieg um 3,7 Prozent auf 5,77 Milliarden DM..

Gebinde- und Sortenstruktur in NRW -- Nach einer Publikation des Verbandes Rhein.-Westfälischer Brauereien, Düsseldorf, hat sich der Absatz von Pils bei seinen Mitgliedsbrauereien im ersten Halbjahr 1996 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 0,5% auf 11,267 Mio hl verringert. Der Pilsanteil nahm aber trotzdem von 73,8% auf 74,2% am Gesamtbierausstoß von 15,176 Mio hl (- 1,1%) zu. Auf alkoholfreies Bier entfielen dabei gut 84 000 hl (- 10,9%), auf alkoholarmes 50 617 hl (- 19,1%). Altbier verringerte seinen Absatz um 6% auf 1,752 Mio hl und seinen Anteil am Gesamtbierabsatz auf 11,6%. Alkoholfreies Altbier erfuhr ein Minus von 14,8% auf 18 329 hl. Kölsch kam im ersten Halbjahr 1996 auf 1,426 Mio hl (- 3%) bzw. auf einen Anteil von 9,4%. Sein Anteil liegt jetzt bei 2,6%..

Weltbiermarkt - Chancen für alle -- Das Internationale Beer Marketers Symposium fand vom 3. bis 5. November 1996 in Vancouver, Kanada, statt. Veranstalter war in diesem Jahr die Association of Brewers, Boulder, USA. Deren Präsident, Charlie Papazian, konnte 125 Fachleute aus 19 Ländern begrüßen. Davon kamen 44 aus den USA, 37 aus Kanada, je fünf aus Südafri-ka, Peru, Großbritannien und Deutschland, je vier aus Mexiko und Japan und je drei aus Rußland und Tschechien. Je 22% der Teilnehmer repräsentierten international agierende Brauereigruppen und mittelständische bzw. Mikrobrauereien, je 6 Prozent Brew-Pubs/Homebrewer, Verbände, Medien und die Association of Brewers, 4% den Handel und 28% den Bereich Zulieferer und Berater. zu pflegen.T. noch ungeahnte Möglichkeiten..

Brau und Brunnen AG konzentriert sich auf das Inland -- Die Brau und Brunnen AG, Dortmund, Deutschlands größte Brauereigruppe, hat per 1. November 1996 ihre Tochter Brau und Brunnen International GmbH, Dortmund, an die South African Breweries (SAB) Ltd., Johannesburg, verkauft. Die Brau und Brunnen International GmbH hält Beteiligungen an zwei rumänischen Brauereien: 73,44 Prozent an der Brauerei Ursus S.A. mit einer Getränkeproduktion von 439 000 hl und 514 Mitarbeitern sowie 81,26 Prozent an der Brauerei Pitber S.A. mit einer Getränkeproduktion von 329 000 hl. Die Brauerei Ursus gilt als eine der modernsten rumänischen Brauereien mit einer Jahreskapazität von rund 700 000 hl. Die Brauerei Pitber soll auf rund 750 000 hl pro Jahr erweitert werden. An der Brauerei Haber International S.A..

Biermarkt 1996 verläuft eher negativ -- Der Bierverkauf im Lebensmitteleinzelhandel und in den Getränkeabholmärkten hat im Juli 1996 mit minus 13% einen enormen Einbruch erlitten; im August machte das Minus 3,9% aus. In den ersten acht Monaten dieses Jahres mußten die deutschen Brauereien in diesen Vertriebswegen ein Minus von 3,3% hinnehmen. Diese Zahlen nannte Michael Horn, Unit-Leiter Bier der GfK, Nürnberg, in seinem umfassenden Referat Der Biermarkt 1996 auf dem 22. Ostbayerischen Brauertag am 17. Oktober 1996 in Irl bei Regensburg. Die Brauwelt wird den gesamten Beitrag in einer ihrer nächsten Ausgaben veröffentlichen. Die Brauereien seien, so Horn, noch besser davongekommen als andere Getränkehersteller. Bei Mineralwasser lagen die Zahlen bei - 25% bzw. - 13,7%.h. Bier hat lt..

In Deutschland wur-den in den ersten neun Monaten des lau-fenden Jahres 86,2 Mio hl Bier abgesetzt, 2,2% weniger als im Vorjahr. -- Nach einer Mitteilung des Statistischen Bundesamtes, Wiesbaden, nahm der Inlandsabsatz um 2,8% auf 78,8 Mio hl ab. 7,4 Mio hl (8,5%) gingen unversteuert ins Ausland, davon 4,0 Mio hl (+ 7,7%) in EU-Länder und 3,1 Mio hl (+ 2,5%) in Drittländer.

LEH in Deutschland 1995 real ohne Umsatzzuwachs -- Der deutsche LEH erreichte im Geschäftsjahr 1995 ein Umsatzvolumen von 338 Mrd DM und damit ein Plus von 1,8%. Nach einer Analyse von M + M EUROdATA, Frankfurt/Main, konnte damit gerade einmal die Inflationsrate ausgeglichenhwerden. Die sechs größten Gruppierungen im deutschen LEH ereichten 1995 zusammen einen Marktanteil von 87%, bzw. von über 295 Mrd DM. Branchenprimus ist dabei mit 23% die Verbundgruppe Markant, die aus zahlreichen Filialisten und Großhändlern besteht, die sich gegen die anderen Branchenriesen zusammengeschlossen haben. Die Metrogruppe kam auf 18%. Sie ist mit Abstand das größte Filialunternehmen in der Branche, und zwar in Deutschland und in Europa. Relativ stabil gebieben sind die Verbrauchermärkte und SB-Warenhäuser.

Mehr Image für bayerisches Bier -- Der 22. Ostbayerische Brauertag, eine Gemeinschaftsveranstaltung der Bezirksstellen Oberfranken und Niederbayern des Bayerischen Brauerbundes, fand am 17. Oktober 1996 in Irl bei Regensburg statt. Er war in erster Linie dem Thema Marketing und Vertrieb gewidmet. In Zeiten fortschreitender Konzentration, vermehrter Betriebsstillegungen und rückläufiger Umsatz- sowie Absatzzahlen ging es vor allem darum, wie mittelständische Brauereien im immer härter werdenden Wettbewerb auf die nationalen Biermarken, auf die Handelsmarken und auf die wachsende Dosenflut reagieren können. Es bestehe, wie Direktor H. J. Moser, Regensburg, in seiner Begrüßungsansprache betonte, keine Aussicht auf eine nachhaltige Trendwende. Nicht nur der Gigant hat eine Chance. F. L..

Der GFK-Indikator für die Konsumneigung erreichte nach großen Steigerungen im August und leichtem Rückgang im September seinen höchsten Wert seit 1991. -- Der GFK-Pressedienst sieht damit eine Chance, daß sich die Kauflust in Deutschland 1997 über dem Niveau von 1996 konsolidiert, allerdings nur, wenn sich auch die Einkommenssituation ausreichend günstig entwickelt.

Die Henninger-Bräu AG, Frankfurt, ist nach Überzeugung ihres Vorstandsmitgliedes Torsten Griess-Nega kein Konkursfall. -- Er glaubt, durch eine Besinnung auf die Regionalkompetenz der Brauerei das Unternehmen in 18 bis 30 Monaten wieder in die Gewinnzone zu bringen. Für das laufende Sudjahr rechnet man mit einer Absatzsteigerung auf 2,5 Mio hl. Allerdings konnten die deckungsstarken Produkte nicht zulegen.

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