Biermarkt in Brasilien -- Über die Segmentierung des Biermarktes in Brasilien sprach Octavio Slemer, Besitzer der Sao Paulo Brewery, einer handwerklich betriebenen Mikrobrauerei bei Sao Paulo-City, Brasilien, anläßlich des International Beer Marketers Symposiums am 4. November 1996 in Vancouver, Kanada. Mit seinem Jahresbierausstoß von knapp 73 Mio hl repräsentierte Brasilien 1995 etwa 6% der Weltbierproduktion, die USA dagegen 19,4%. Die vier größten Brauereigruppen des Landes beherrschen 90,6% des Marktes: - Brahma: 30%; - Antarctica: 26%; - Skol: 19%; - Kaiser: 16%; - Übrige: 9%. Die Brahma/Skol-Gruppe ist weltweit die Nummer 8. Kaiser, eine Coca-Cola-Beteiligung, star-tete vor 12 Jahren und betreibt heute bereits acht Braustätten., Milwaukee..
Weltbierkonsum steigt weiter -- Nach Angaben im World Beer Report der Plato Logic Ltd. wird der Weltbierkonsum im Jahre 2010 auf 1,82 Mrd hl ansteigen. Im Jahre 1995 lag er bei 1,23 Mrd hl. In dieser Zeit wird sich der Anteil Europas am Weltbierkonsum von 34% auf 27% verringern, der Anteil des amerikanischen Kontinents von 36% auf 32% zurückgehen und der des afrikanischen Raumes und des Mittleren Ostens leicht von 5% auf 6% steigen. Die Region Asien/Pazifik wird ihre Quote am Weltbierkonsum leicht von 25% auf 35% anheben. Weltweit dürfte der Bierkonsum im Jahre 2010 bei 26 l pro Kopf liegen. Der World Beer Report 1996 beinhaltet Angaben über Produktion, Verbrauch, Außenhandel von Bier sowie über die Bevölkerung aller biererzeugenden Länder der Erde..
Chancen für den Mittelstand im Verdrängungswettbewerb -- Im bundesdeutschen Biermarkt hält der Verdrängungswettbewerb an. Wie Rainer Pott-Feldmann, Präsident des Bundesverbandes mittelständischer Privatbrauereien, anläßlich der Pressekonferenz zur Brau '96 am 12. November 1996 in Nürnberg ausführte, ist die Zahl der Braustätten im Jahre 1995 von 1278 auf 1243 zurückgegangen. Für das Jahr 1996 rechnet Pott-Feldmann mit einer weiteren Abnahme um 30 Betriebe. Die Konzentrationswelle dürfte auch 1997 noch nicht beendet sein. Der Verdrängungswettbewerb spielt sich zum einen über den Preis, zum anderen auch über einen enormen Werbedruck ab, durch den es aber den Großen der Branche offenbar nicht gelungen ist, den Pro-Kopf-Verbrauch zu stabilisieren, geschweige denn anzuheben..
Bierdurst geht auch in Bayern zurück -- In der Pressekonferenz anläßlich der Brau '96 am 12. November 1996 in Nürnberg wies Hans Schinner, Bayreuth, Präsident des Verbandes mittelständischer Privatbrauereien in Bayern, darauf hin, daß der Bierabsatz in Deutschland in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres um 2,8% abgenommen hat. Somit ist bis zum Jahresende ein Minus von etwa 4% zu erwarten. Dies gilt in etwa auch für Bayern. Im Gegensatz zum Bundesgebiet ist in Bayern auch 1996 der Anteil von Pilsbieren am Gesamtabsatz weiter gestiegen, Vollbier nahm ab, Export und Weizenbier dagegen sind gleichgeblieben. Beim Pils war die Steigerung in erster Linie auf die außerbayerischen, die sog. Fernsehbiere zurückzuführen. Diese hatten lt. 10% entfallen auf die Mischung Bier mit Kola..
Laut Halbjahresbericht ist der Umsatz der internationalen Premiummarken von Heineken N.V. weiter gestiegen. -- Abgesehen von den Neuerwerbungen erhöhte sich dadurch der Anteil an Bieren mit höherer Marge. Der Verkauf von Heineken stieg um 8,1% auf 8,7 Mio Hektoliter, der von Amstel sank um 2,8% auf jetzt 3,3 Mio Hektoliter. Insgesamt rechnet man jedoch für das gesamte Jahr 1996 mit einem geringeren Reingewinn als in 1995. Dies wird vor allem mit dem schlechteren Wetter in diesem Jahr in Europa und dem Druck auf die Margen begründet.
Globale Herausforderung der deutschen Braubranche -- Im deutschen Biermarkt ist kein Ende der Talfahrt in Sicht. Darauf verwies Roland Berger zu Beginn seines Referates über Die globale Herausforderung: Chancen und Risken - Auswirkungen auf die deutsche Brauindustrie auf dem 22. Management-Seminar für die Brauwirtschaft am 22. November 1996 in München. Der deutsche Biermarkt, so Berger, wurde und wird auch weiterhin stark von Trends beeinflußt, die zum Teil aus dem Ausland kommen und die es zu berücksichtigen gilt, wie z.B. Energy Drinks, Dosen, Dienstleistungen/Service, PET, Eistee, AfG-Boom, Importbiere, LEH, ausländische Restaurants, Natural Fruit Drinks, Spezialitäten und Functional Drinks. Ein Ausgleich der Absatzverluste durch Erlössteigerungen ist nicht möglich. Lt.
Die etwas andere Werbung -- Mit dem Thema Die Werbung in der mittelständischen Brauwirtschaft setzte sich P. Maisberger, Gesellschaft für strategische Unternehmenskommunikation, München, anläßlich des Ostbayerischen Brauertages am 17. Oktober 1996 in Irl bei Regensburg auseinander.
Wohl in keinem anderen Markt in Deutschland wird gegenwärtig so hart um Marktanteile gerungen wie im Biermarkt. Überkapazitäten verlangen nach schnellen Mengenerfolgen. Produktprofile verkümmern zu Aktionsprofilen.
Auf der Suche nach dem beliebten Gerstensaft kann der Internet-Surfer jetzt auch Diebels finden. Die Privatbrauerei betrachtet das Internet als eine neue, junge Kommunikationsform.
Aus einer Reihe von Beratungsprojekten in mittelständischen Brauereien wurden die wichtigsten Erfolgsfaktoren zusammengestellt, die es den einzelnen Unternehmen ermöglichen, ihr eigenes Erfolgskonzept zu erarbeiten.
Die größten 13 Biermarken der deutschen Brauindustrie werden von 1% der knapp 1300 Brauereien gebraut. Diese meist bundesweit vertriebenen Biermarken haben am Inlandsabsatz einen Marktanteil von 27,5%. Dabei sind Exportgeschäfte nicht berücksichtigt.
Der Kunde ist König - wer kennt dieses alte Sprichwort nicht? - doch die Realität sieht häufig anders aus. Daß der finanzielle Erfolg ganz wesentlich von der Zufriedenheit der Kunden abhängt, muß sich in den Köpfen so mancher Unternehmer und vieler ihrer Mitarbeiter erst noch durchsetzen.
Bier ist eben nicht Coca-Cola -- Im folgenden Artikel bezieht der Autor Stellung zu den Aussagen von Heinz Wiezorek, Aufsichtsratsvorsitzender von Coca-Cola, zu Themen der deutschen Brauwirtschaft wie dem Deutschen Reinheitsgebot, dem Mehrwegsystem oder dem Marketing.
Gesamtbierabsatz im September 1996 -- Tabelle
Deutschland führt weltweit mit 2,90 DM/m3 bei den Wasserpreisen. -- Mit Abstand folgen nach einer Studie der NUS Deutschland Energiekostenberatungsgesellschaft, Düsseldorf, Belgien mit 2,28 DM/m3, die Niederlande mit 2,25 DM/m3, Frankreich mit 2,22 DM/m3, Australien mit 1,56 DM/m3 und Großbritannien mit 1,51 DM/m3. In Europa hat Norwegen mit 0,62 DM/m3 die geringsten Wasserpreise, vor Spanien mit 1,00 DM/m3 und Irland mit 1,01 DM/m3.
Die Entwicklung der Brauereien in Deutschland 1995 -- Eine Analyse der Ausfuhr- und Inlandsabsatzentwicklung der deutschen Brauereien mit einem versteuerten Bierausstoß von über 140 000 hl.
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