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Der Konsum an Wein und Fruchtsaft wird in den nächsten Jahren weltweit zunehmen. Dies prognostizierte Volker Kronseder, Vorstandsvorsitzender der Krones AG, Neutraubling, anläßlich der Krones-Fachpressekonferenz am 13. Mai 1998 auf der Intervitis Interfructa in Stuttgart.
Der Wein hat lt. Kronseder in den vergangenen Jahren etwas von seiner Beliebtheit eingebüßt, erfährt aber zur Zeit wieder eine Belebung der Nachfrage. In Australien verdoppelte sich die Rebfläche innerhalb der letzten zehn Jahre, Südafrika will bis zum Jahre 2005 eine Verdoppelung des Weinanbaues erreichen. Argentinien, das viertgrößte Weinland der Welt, plant eine Restrukturierung riesiger Rebflächen. Auch in vielen osteuropäischen Ländern wird der Weinbau erneuert, wie auch das Beispiel Bulgarien zeigt.B.a. 577)..

Die GEVA GmbH & Co., Frechen, eine nationale Kooperation des Getränkefachgroßhandels, ist ein freiwilliger Zusammenschluß von rd. 160 Unternehmen, die 1300 eigene Getränkeabholmärkte mit einer Gesamtfläche von 290 000 m2 betreiben. Hauptaufgabe der GEVA ist es, wie Wolfgang Heyden, Geschäftsführer der GEVA GmbH & Co., und Wolfram Trompeter, Geschäftsführer der GEVA Getränke-Fachmarkt GmbH & Co., in einem Gespräch mit der „Brauwelt“ erläuterten, den angeschlossenen Getränkefachgroßhandelsunternehmen die entsprechende Einzelhandelskultur zu vermitteln sowie in ihren Gastronomiegeschäften zu unterstützen.

Trotz leicht zunehmender Realeinkommen der Verbraucher dürfte der Bierverbrauch in Deutschland im laufenden Jahr wieder leicht abnehmen. Nach einer Branchen-Analyse der Dresdner Bank vom März 1998 bleibt die Ausgabenbereitschaft der Verbraucher angesichts hoher Arbeitslosigkeit und drückender Abgabenbelastungen niedrig. Die Branche muß also weiter mit einem Sinken von Umsatz und Produktion rechnen. Dabei dürfte der Wettbewerbsdruck auf große Konsumbieranbieter sowie auf kleine und mittlere Brauereien mit nur regionalem Absatzmarkt und schmaler Produktpalette anhalten. Große, markenstarke Brauereien im Premiumsegment sowie Nischenanbieter profitieren weiterhin von den Verschiebungen in der Verbrauchsstruktur zugunsten hochwertiger Biersorten, Bierspezialitäten und alkoholfreier Getränke.

Der Aktienhandel spiegelt auch die allgemeine Wirtschaftsentwicklung in der Braubranche wider. Der Autor beschreibt Trends und informiert
über die Entwicklung einzelner Gesellschaften.

as Jahr 1997 war wiederum ein gutes Jahr für Brauaktien aus den Entwicklungsländern, während die deutschen sich kaum von der Stelle bewegten. Dieses paßt genau zu den unterschiedlichen Basistrends innerhalb der Branche weltweit. So verhalten sich die Kursentwicklung der Aktien auf längere Sicht wie die entgegengesetzte Volumenentwicklung (Chart 1).

Ein Vergleich passender Indizes verdeutlicht dieses. Für deutsche Brauaktien gibt es den CDAX-Brau, ein Unterindex der von der Deutschen Börse berechneten DAX-Indexserie.a. So fiel der EMBI im 4..

Der Ausstoß an Biermischgetränken betrug nach Angaben des Deutschen Brauerbundes im Jahr 1997 ca. 1 106 000 hl.
Im Jahr 1996 lag er noch bei ca. 896 000 hl und konnte somit gegenüber 1996 nochmals um ca. 23% gesteigert werden. Interessant ist hierbei, daß sowohl im 1. Halbjahr 1997 fast die gleiche Menge hergestellt wurde, wie im 2. Halbjahr 1997.
Es stellt sich die Frage, ob der Biermischgetränkemarkt wohl doch noch ein wetterunabhängiges Segment wird?
Die Anzahl der beteiligten Brauereien lag 1996 bei 273 und blieb 1997 mit 274 Brauereien nahezu konstant. Wenn wir einen warmen Sommer bekommen, ist für dieses Produkt offenbar noch eine ausgesprochene Chance zur Marktausweitung gegeben. Diese Tabelle stellt z. Zt. 1 ist. 50 000 hl erzielt werden. marginal erhöhen. N.

Dieser Beitrag von Dr. Kai Kelch gibt u.a. in mehreren Tabellen Übersichten über die jeweils größten deutschen Marken für
1997 und 1996.

Nachfolgend soll dieses Segment des Biermarktes etwas transparenter dargestellt werden, da aufgrund des Biersteuergesetzes Biere mit einem Alkoholgehalt von 0,5 Vol.-% oder weniger (alkoholfreies Bier und Malzbier) nicht mehr Steuergegenstand sind und deshalb auch nicht mehr in der Biersteuerstatistik erfaßt sind.

In den folgenden Tabellen werden die Angaben für die jeweils größten Brauereien wiedergegeben, die auf eine direkte Befragung meinerseits oder durch die entsprechenden Verbände ihre Absatzmeldungen für das Jahr 1997 mitgeteilt haben. 1% wesentlich geringer war, als mit 9,3% im Vorjahr. um 1,7%..

Nach der jüngsten Statistik des Verbandes Rhein.-Westfälischer Brauereien wurden im Jahr 1997 von den Verbandsmitgliedern ingesamt 29,93 Mio hl Bier abgesetzt, 1,8% weniger als im Vorjahr. Der Pilsanteil ist im Berichtszeitraum von 74,65% auf 75,18% gestiegen. Alkoholfreies Pils erzielte eine Zunahme um 11,2% auf 172 618 hl, leichtes Pils verringerte sich um 1,8% auf 93 387 hl.
Altbier nahm um 4,9% auf 3,291 Mio hl ab. Sein Anteil verringerte sich von 11,35% auf 11,00%. Kölsch dagegen nahm um 0,6% auf 2,837 Mio hl zu, sein Anteil von 9,25% auf 9,48%. Export Hell fiel weiter um 1,8% auf 0,690 Mio hl. Malz erlitt einen Einbruch von 6,2% auf 0,5 Mio hl, Bock und Doppelbock sogar um 72,8% auf nur noch 8261 hl. Diätbier stieg um 12,4% auf 13 720 hl. auf einen Anteil von 13,19% (11,61%)..

Alkoholfreie Getränke haben derzeit einen Marktanteil von 31% in Europa. So meldet das internationale Marktforschungsinstitut Canadean Ltd. Dies stellt einen Zuwachs von 10%-Punkten im Verlauf der letzten 10 Jahre dar und bringt damit die alkoholfreien Getränke gerade noch vor die Heißgetränke Tee und Kaffee und deutlich vor Milch- und Milchmischgetränke sowie alkoholischen Getränke. Der durchschnittliche Konsum von alkoholfreien Getränken insgesamt von Europa lag 1997 bei 120,5 l. In Westeuropa werden 196 l pro Kopf konsumiert, während es in den östlichen Regionen jedoch nur unter 48 l sind.
Gesundheitliche Bedenken haben sowohl die Alkoholaufnahme des Verbrauchers beeinflußt als auch die Art von alkoholfreien Getränken, die wir einkaufen.B. Wasser oder Fruchtsaft ersetzt..

In seinem Vortrag über den aktuellen Stand des Marktes für alkoholfreie Getränke in Deutschland anläßlich des 5. Deutschen I. I. R. AfG-Kongresses ’98 am 24. März 1998 in Frankfurt ging Günter Birnbaum, Leiter Ressort Kaltgetränke, GfK-Panel Services Consumer Research GmbH, Nürnberg, auf die Entwicklung bei den Absatzmittlern für alkoholfreie Getränke ein (s.a. „Brauwelt” Nr. 14, 1998, S. 593).
Der Wandel in den Märkten macht auch vor den Absatzmittlern nicht halt. Das Nachfragepotential im deutschen Lebensmitteleinzelhandel beträgt heute rd. 196,2 Mrd DM, zzgl. Aldi mit rd. 32,5 Mrd DM, also insgesamt 229 Mrd DM. Die Verbraucher geben in anderen Vertriebskanälen rd. 70 Mrd DM für Nahrungsmittel aus. Die Tankstellen kommen beim Food-Umsatz auf rd. 4,5 Mrd DM. Sie liegen, lt. B.

Im LEH ist der Umsatz im letzten Jahr um 0,7%, real sogar um 1,4% zurückgegangen. In der Gastronomie schrumpften die Umsätze um 1,3%, real um 2,4%.

Der Preisindex aller privater Haushalte in Deutschland lag im Januar 1998 bei 119,1 (1991 = 100) gegenüber Januar 1997 bei 117,6. Im Februar 1998 lagen die Werte bei 119,4 und im Februar 1997 bei 118,1. Das ergibt für Januar eine Erhöhung um 1,3% und für Februar eine um 1,1%.

Der GfK-Indikator „Anschaffungsneigung” befindet sich seit nunmehr zwei Jahren auf Erholungskurs. Im Februar 1998 konnte er 14,4 Punkte gegenüber dem Vormonat auf jetzt 19,3 Punkte gut machen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat liegt die Anschaffungsneigung nun gut über 30 Punkte über dem entsprechenden Niveau.

Nach einer Mitteilung des Deutschen Brauer-Bundes lag der Pro-Kopf-Verbrauch an Bier im Jahre 1997 bei 131,0 l gegenüber 131,7 l im Vorjahr. Der Gesamtbierverbrauch lag 1997 bei 107,534 Mio hl. Davon entfielen 103,1 Mio hl auf den steuerpflichtigen Bierabsatz.

Die Bierausfuhr hat sich nach Angaben des Deutschen Brauer-Bundes im Jahre 1997 um 7% auf 9,2 Mio hl erhöht. Die Biereinfuhren nahmen um 4,3% auf 3,2 Mio hl zu. Die Außenhandelszahlen sind unter großem Vorbehalt zu sehen. Die Biereinfuhren aus den Niederlanden enthalten auch die Mengen an deutschem Bier, das dort in Dosen abgefüllt wurde. Ein Teil der Bierimporte aus Dänemark wird im Zuge des Reiseverkehrs wieder reimportiert.

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