Markt
Wie aus dem Geschäftsbericht 1998 des Verbandes des Getränkefachgroßhandels Nord- und Westdeutschland, den der neu gewählte geschäftsführende Vorstand Günther Guder zur Jahreshauptversammlung am 6. März 1999 in Bonn vorgelegt hat, hervorgeht, gerät die Getränkebranche immer stärker unter Druck. Der Verdrängungswettbewerb auf Industrieseite und das Konzentrationskarussell auf der Lebensmittelhandelsseite gewinnen weiter an Intensität. Für Guder bestimmt der Handel zunehmend die Dynamik des Marktes. Dies läßt sich schon an der Nichtumsetzung der Mehrwertsteuererhöhung im April 1998 ablesen. Die Brauindustrie steht trotz des Rekordes bei den Werbeaufwendungen (+7%) von 843 Mio DM (s. „Brauwelt” Nr. 8, 1999, S. Das läßt sich auch aus den Aktivitäten z.B.
Lt. Dawo und Dr. H. 5, 1999, S.
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Die Anzahl der 1998 betriebenen Braustätten hat sich, bedingt durch einen Zuwachs bei den Gasthausbrauereien, gegenüber 1997 um 10 Betriebe auf nun 1283 Betriebe erhöht. Wie die Statistik der Zentralstelle Biersteuer zeigt, haben besonders in den Größenklassen oberhalb der klassischen Gasthausbrauerei (bis 5000 hl) im Bereich bis 100 000 hl Betriebsauflösungen oder Absatzrückgänge stattgefunden.
Markt
Im Vergleich zu 1997 hat die Zahl der Braustätten 1998 von 699 auf 696 abgenommen. 40% der Betriebsstätten (280) sind im Gebiet der ehemaligen Oberfinanzdirektion München, 60% (416) im Gebiet der ehemaligen Oberfinanzdirektion Nürnberg. Von den betriebenen Braustätten haben 54% einen Bierabsatz von bis zu 5000 hl. 16 Betriebsstätten liegen im Jahresausstoß über 200 000 hl.
Markt
Der Anteil der Sorte Pils ist im LEH und in den Abholmärkten 1998 mit 67,8% fast konstant geblieben. Nach den Zahlen der IRI/GfK, Nürnberg, kam Export/Edel/Spezial auf 8,8%, Weizen auf 5,3%, Hell auf 3,7%, Alt auf 3,1% Alkoholfrei auf 2,7%, Kölsch auf 2,1% und Malz auf 1,9%. Große Verschiebungen waren nicht festzustellen.
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Die Brau-Ring Kooperations GmbH & Co. KG hat eine bundesweite Öffentlichkeitsaktion des Mittelstandes erarbeitet. Unter dem Motto „ProBier-Tag“ veranstalten alle mittelständischen Privatbrauereien am 3. Oktober 1999, dem Tag der Deutschen Einheit, eine „ProBier-Stunde“. Ziel dieser Veranstaltung ist es, das Thema „Biervielfalt ud mittelständische Brauwirtschaft“ gegenüber dem Verbraucher offensiv und positiv darzustellen. Der Bundesverband mittelständischer Privatbrauereien unterstützt diese Aktion. Unterlagen können beim Verband abgerufen werden.
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Der Pro-Kopf-Verbrauch an Bier ist lt. Mitteilung des Deutschen Brauer-Bundes im Jahre 1998 um 3,6 l (2,7%) auf 127,4 l zurückgegangen. Den Gesamtbierverbrauch hat der Verband auf 104,5 Mio hl errechnet.
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Im Jahre 1998 hat sich nach Erhebungen des Deutschen Brauer-Bundes der Absatz von alkoholfreiem Bier und Malztrunk um 2,1% auf 4,06 Mio hl verringert. Davon entfielen auf alkoholfreies Bier 2,4 Mio hl und auf den Malztrunk 1,66 Mio hl.
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Nach den Ergebnissen der IRI/GfK Retail Services, Nürnberg, wurden im Lebensmitteleinzelhandel und in den Abholmärkten, ohne Aldi und Tankstellen, im vergangenen Jahr 28,97 Mio hl Bier (–2,5%) in der 0,5-l-MW-Flasche abgesetzt. Damit sank der Anteil dieses Gebindes in diesen Absatzkanälen von 63% auf 62,3%. Die 0,33-l-Mehrwegflasche brachte es auf 6,158 Mio hl (–4,6%) bzw. einen Anteil von 13,3% (13,7%). Eine marginale Bedeutung hat in diesem Bereich weiter die 0,5-l-Einwegflasche mit einem Anteil von 0,1%.
Großer Verlierer war die 0,33-l-Einwegflasche mit –10,2% auf 1,124 Mio hl bzw. 2,4% (2,7%) Anteil. Stark zugelegt hat die 0,5-l-Dose (+ 4,9%) auf 9,364 Mio hl bzw. 20,2% (18,9%). Weiter rückläufig dagegen ist die 0,33-l-Dose mit 0,5 Mio hl (–1,5%) und einem Anteil von 1,1%..