Nach der Marktanalyse der IRI/GfK Retail Services, Nürnberg, hat sich, wie der Deutsche Brauer-Bund mitteilte, der Marktanteil der 0,5-l-Mehrwegflasche für Bier im 1. Halbjahr 1998 von 63,3% auf 62,5% verringert. Dagegen ist der Anteil der 0,5-l-Dose im LEH und in den Abholmärkten von 18,3% auf 19,8% gestiegen. In der Preisklasse 0,60 bis 0,69 DM/0,5-l-Dose ist ein Anstieg von 23,9% auf 26,3% zu verzeichnen. Der Durchschnittspreis sank von 1,84 DM auf 1,83 DM/Liter. Bei den Handelsmarken stieg der Marktanteil im Segment 0,60 bis 0,69% von 65,1% auf 77,0%. Der Durchschnittspreis fiel hier von 1,44 DM auf 1,43 DM/Liter.
Unter dem Motto „Bierkulturstadt Bamberg – Biervielfalt erleben und genießen“ haben die neun Bamberger Brauereien und das Bamberger Braumuseum nun eine Marketinginitiative gestartet. In einer 36seitigen Farbbroschüre und im Internet unter www.bierstadt.de präsentieren alle neun Brauereien ihre Bierspezialitäten, die Brauereigasthöfe mit Gärten und Kellern, Übernachtungsmöglichkeiten und Zusatzangebote. Auf einer Doppelseite wird das Brauereimuseum vorgestellt.
Im Jahre 1997 ist der Weltbierausstoß mit +2,1% stärker gewachsen als im Vorjahr. Das geht aus dem kürzlich erschienenen Hopfenbericht 1997/98 der Fa. Joh. Barth & Sohn, Nürnberg, hervor. Wie die Tabelle zeigt, sind in Europa nach den Produktionsrückgängen in den letzten Jahren wieder Zuwachsraten zu verzeichnen. Der stagnierenden Produktion in Nordamerika steht erneut eine hohe Wachstumsrate in Mittelamerika und in der Karibik gegenüber. In Asien stieg die Biererzeugung deutlich geringer an als in den letzten Jahren.
Der Biermarkt in Zentral- und Südamerika hat seit Beginn der 80er Jahre eine enorme Entwicklung durchlaufen. Das geht auch aus einer Studie von ERC Statistics International PLC, London, hervor. Die Studie „Beer Markets in Central & South America”, die 20 Länder erfaßt, kann zum Preis von 7500 Pfund unter der Telefonnummer 0044 (0) 16 38 66 77 33 bestellt werden.
Die Brauwirtschaft in den einzelnen Ländern hat sich geöffnet. Die Märkte wurden mehr wettbewerbsorientiert. Die Importe nahmen zu, neue Brauereien wurden gebaut. So verschwanden Mono- und Duopolismus aus den Märkten. Immer mehr Länder in dieser Region haben erkannt, daß Handelsbarrieren und Restriktionen gegenüber ausländischen Investoren abgebaut werden müssen. Dies hat sich auch im steigenden Bierkonsum niedergeschlagen..
Nach dem jüngsten Bericht des „The Emerging Markets Brewery Fund”, New York, haben sich die Märkte in den Entwicklungsländern im ersten Halbjahr 1998 unterschiedlich entwickelt. Zunächst war bis Mitte April ein Anstieg von 8% zu verzeichnen, in erster Linie bedingt durch die wirtschaftliche Erholung in Asien. Von dem Zeitpunkt ab mußten fast alle Märkte empfindliche Einbußen hinnehmen. Seit Anfang des Jahres ist folglich der IFC Global Composite Index um 16% gefallen. Asien und Lateinamerika waren mit einem Minus von 17% bzw. 19,6% etwa gleich schwach. Die größten Einbußen erlitten Rußland mit –63%, Indonesien mit –60%, Pakistan mit –57%, Venezuela mit –49%, die Slowakei mit –39%, Kolumbien mit –30% und Malaysia mit –27%. Die Adolph Coors Co.
Die Meldung des Monats kommt aus Polen.
Die deutschen Brauereien hatten im Kalenderjahr 1997 nach vorläufigen Daten der Außenhandelsstatistik des Statistischen Bundesamtes mit 7% einen Anstieg des Exports zu verzeichnen. Die Gesamtausfuhr 1997 betrug 9,2 Mio hl.
Eine Analyse der Ausfuhr- und Inlandsabsatz-entwicklung der deutschen Brauereien mit einem versteuerten Bierausstoß von über 140 000 hl.
Wie in den Vorjahren befragte unser Autor die Brauereien mit einem versteuerten Bierausstoß von über 140 000 hl nach Ausstoß- und Exportzahlen. Die Ergebnisse sind auf dem Stand von Juni 1998.
Um eine vollständige Absatzentwicklung aller Brauereigruppen und Einzelbrauereien zu haben, werden nachfolgend wie üblich 4 Tabellen veröffentlicht:
Tabelle 1 zeigt die Entwicklung der Verbundbrauereien und die größten Privatbrauereien mit ihrem Gesamtausstoß (einschließlich Ausfuhr) über 2,0 Mio hl.
Tabelle 2 enthält der größeren Transparenz wegen den Gesamtbierausstoß nach Bundesländern für 1997 im Vergleich zum Vorjahr. 0,5% an..
Der Markt der alkoholfreien Getränke ist in Bewegung. Gerade in den letzten Jahren konnten die Konsumenten zwischen sehr vielen Produktneuheiten in traditionellen Marktsegmenten und Getränken aus innovativen Segmenten wählen. Auffallend ist, wie stark sich die ehemals streng abgegrenzten Marktsegmente vermischen.
Beispielsweise setzen sich die erfolgreichen Mineralwasser + Frucht-Getränke und die Schorlegetränke aus den Marktsegmenten Mineralwasser und Fruchtsaft zusammen. Die extrem erfolgreichen Eistees sind ebenfalls eine Kombination aus Erfrischungsgetränk und Tee, und nicht anders verhält es sich bei den Biermischgetränken im alkoholischen Bereich. Dort wird erfolgreich Limonade mit Bier gemischt und vom Konsumenten als willkommene Abwechslung angenommen.....
Die Deutschen trinken weniger Bier, allerdings liegen sie mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von 132 Litern nach den Tschechen immer noch auf Platz zwei in Europa.Nach einer Studie der Dresdner Bank hat der Bierverbrauch 1997 bei 113 Mio Hektolitern stagniert.
Bei inländischen Brauerei-Aktien ist die Auswahl weiterhin gering. Trotz 1200 gewerblicher Braustätten und 4000 Biersorten gibt es nur wenige Bieraktien mit einer für einen kontinuierlichen Handel ausreichenden Marktkapitalisierung. In die engere Auswahl, von reinen Regionalwerten einmal abgesehen, kommen eigentlich nur drei börsennotierte Braugruppen: Brau und Brunnen, Holsten und Binding.
Imponierende Wende erreicht
Brau und Brunnen (Kurs am 30. 4. 1. Immerhin hatte das Tief der Aktie bei 1l4,10 gelegen. 9. 9. 9.
Immer öfter kann man in deutschen Tageszeitungen, wie kürzlich in der Süddeutschen Zeitung vom 13. Juli 1998, die Frage lesen, warum die Deutschen in Sachen Innovationsfreudigkeit, Kundenfreundlichkeit und Marktflexibilität immer noch dem internationalen Vergleich hinterherhinken. Dabei schlafen die deutschen Manager nicht, sondern entwickeln ungeahnte Aktivitäten, wenn es darum geht, das Unternehmen zu reorganisieren, zu verschlanken oder gar Firmen zu fusionieren. Veränderungsprojekte wechseln, wie Frank Pyko schreibt, im Wochentakt. Der deutsche Manager soll etwas bewegen. Doch, so stellt sich die Frage, wie kann man etwas bewegen, wenn man selbst so unbeweglich ist.
Die deutsche Krankheit ist eine geistige Mobilitätsblockade. Hier ist die Führungsetage gefordert..
Im Jahre 1997 erreichte der AfG-Absatz in Europa 760 Mio hl (+3,5%). Nach einer Studie von Zenith International war Deutschland mit 200 Mio hl der größte Ländermarkt vor Italien und Frankreich mit je 120 Mio hl und Großbritannien mit über 100 Mio hl. Der Pro-Kopf-Verbrauch war in der Schweiz mit 261 l am höchsten. Deutschland folgte mit 241 l vor Belgien mit 235 l.
Nach den Ergebnissen der IRI/GfK Retail Services über den Absatz von Bier nach Gebinden und Preisen im LEH und in den Getränkeabholmärkten von Januar bis April 1998 ist in diesen Absatzstätten der Bierabsatz in 0,5-l-Mehrwegflaschen um 0,1% gegenüber dem Vergleichszeitraum des Jahres 1997 auf 9,843 Mio hl angestiegen.
Nach einer Mitteilung des Deutschen Brauer-Bundes erniedrigte sich damit der Marktanteil dieses Gebindes von 63,6% auf 62,7%. Die 0,33-l-Mehrwegflasche kam auf 2,1 Mio hl (–2,5%) und einen Anteil von 13,7% (14,0%). Nahezu bedeutungslos sind die Einwegflaschen mit einem Anteil von 0,1% (0,5-l-Flasche) bzw. 2,6% (0,33-l-Flasche). Eine Zunahme erfuhr wiederum die 0,5-l-Dose mit einem Plus von 10,6% auf 3,079 Mio hl bzw. auf einen Anteil von 19,6% (18,0%)..
Die gegenwärtige Wettbewerbssituation der deutschen Brauwirtschaft ist durch einschneidende Veränderungen gekennzeichnet, die insbesondere in einem verstärkten Strukturwandel sowie in einer zunehmenden Konzentration deutlich werden. Viele Brauereien sind in ihrer Existenz gefährdet.
Tiefgreifende Wandlungsprozesse auf den Märkten … stellen das Marketing und im besonderen die Kommunikationspolitik vor Fragestellungen, die neue Konzepte zur erfolgreichen Problembewältigung hervorgebracht haben” (1). Dies gilt für das Marketing der Brauereien nur in den wenigsten Fällen. Das aktuelle Marketing für Bier konzentriert sich häufig zu stark auf die traditionelle Markenwerbung, die nur wenig Erfolg verspricht..
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