Eingabehilfen öffnen

Der Alkoholkonsum in Europa variierte 1997 nach Angaben des Bundesverbandes der Deutschen Spirituosen-Industrie (BSI) zwischen 11,3 l pro Kopf und Jahr in Portugal und 3,4 l in Island. Luxem-burg mit 11,2 l lag auf Platz 2 vor Frankreich mit 10,9 l und Deutschland mit 10,8 l. Das Ende der Skala bilden Polen mit 6,3 l, Schweden mit 5,1 l und Norwegen mit 4,3 l, sicher auf Grund der hohen Besteuerung alkoholischer Getränke und ohne die private Ein-fuhr bzw. Produk-tion alkoholischer Getränke.

Von 1991 bis 1998 stieg die Anzahl der großen Lebens-mittel-Läden nach Angaben des Euro-Handelsinstituts um 510 auf 2225, ihr Umsatz von 47 Mrd DM auf 54,5 Mrd DM. Die Zahl der Supermärkte blieb mit knapp 9500 stabil. Verloren haben die SB-Geschäfte und die „Tante-Emma-Läden“. Die Discounter scheinen an ihre Grenze gestoßen zu sein. Die Zahl der Geschäfte ist um 67% gestiegen, der Umsatz nur um 41%.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist der Großhandelsumsatz im ersten Halbjahr um 4,3% gegenüber dem Vorjahr gefallen. Im ersten Halbjahr hatte das Marktsegment Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren einen nominalen Rückgang des Umsatzes um 4% zu verbuchen. Real ergibt sich ein leichter Umsatzanstieg um 0,1%.

Zur Durchführung eines „effizienten Marketing” im Getränkefachgroßhandelsbereich ist eine „Transparenz des Absatzmarktes” unerläßlich. Es muß also letztendlich die Marktgröße und Entwicklung in den einzelnen Markt-segmenten, z.B. Bier, Brunnen, Cola- und Süßgetränke genau vorliegen. Um diesem Ziel langsam etwas näher zu kommen, wurden die nach Brancheninformation ca. 25 größten überregionalen Fachgroßhändler für Getränke im April dieses Jahres nach ihren Umsätzen für 1998 direkt schriftlich bzw. mündlich befragt.

Dargestellt sind die 14 größten Dunkel- und Schwarzbierhersteller im Verhältnis 1998 zu 1997. Diese Liste ergab sich durch die jährliche Abfrage bei den Brauereien.
Die Liste ist aber nicht ganz vollständig, da manche Brauereien nicht der Abfrage gemäß geantwortet haben und somit bei Spezial-Auswertungen nicht enthalten sind. Es ist zu hof-
fen, daß in den nächsten Jahren die Angaben vollständiger werden.
Größter Schwarzbierhersteller ist nach wie vor die Köstritzer Brauerei mit fast 400 000 hl. Sie erzielte im Jahr 1998 noch einen Anteilsanstieg um ca. 7,6%.
In der Tabelle zeigt sich, daß die überregionalen größeren Marken im Jahre 1998 stärkere Zuwächse erzielen konnten als die kleineren Marken, die offenbar in ihrer jeweiligen Region stärker unter Druck gekommen sind..

Nach einer Meldung des Deutschen Brauer-Bundes wuchs nach Erhebungen der IRI/GfK Retail Services der Marktanteil der 0,5-l-Bierdose im LEH und in den Abholmärkten im ersten Halbjahr 1999 von 19,8% auf 21,1% bzw. auf 4,822 Mio hl (+3,4%) an. Die 0,33-l-Dose sank im Marktanteil von 1,1% auf 1,0% bzw. um 11,2% auf 223 000 hl. Die 5-l-Partydose machte einen Sprung um 25,7% auf 112 000 hl. Ihr Marktanteil liegt jetzt bei 0,5% (0,4%).
Auf 17 000 hl (+30,5%) stieg die 0,5-l-Einwegflasche mit einem Marktanteil von 0,1%.
Die 0,33-l-Einwegflasche nahm um 15,3% auf 506 000 hl ab, ihr Marktanteil von 2,5% auf 2,2%.
Die 0,5-l-Mehrwegflasche büßte 4,1% auf 14,112 Mio hl ein. Ihr Marktanteil liegt jetzt bei 61,7% (62,5%). Ebenfalls um 4,1% nahm die 0,33-l-Mehrwegflasche auf 3,032 Mio hl ab..

Trotz eines verregneten Sommers, unverändert hoher Steuerabgaben und gestiegener Kofferraumimporte entwickelte sich der Biermarkt Skandinaviens im vergangenen Jahr recht unterschiedlich.
Wochenend‘ und Sonnenschein, und Du mit mir im Wald allein…“ – seit Wochen verfolgt uns dieser Schlager. Denken wir nämlich an den skandinavischen Sommer, so denken wir unweigerlich auch an die schönste Freizeitbeschäftigung der Welt: gemeinsam im Wald Beeren pflücken oder im Boot sitzen und angeln! Wer noch etwas anderes kennt, möge es für sich behalten. Schließlich könnte dieser Marktbericht den strengen Tugendwächtern Skandinaviens in die Hände fallen, die seit über 150 Jahren gegen den Alkoholkonsum ihrer Landsleute systematisch zu Felde ziehen. Sie schweigen … und handeln..

Das Bundeskartellamt hat der Übernahme der schwäbischen Firmen Schenk Filterbau GmbH und Schenk Werkzeug- und Maschinenbau GmbH, Waldstetten, durch die USF Filtration & Separations GmbH, Eschborn/Taunus, einer Tochtergesellschaft der seit kurzem zur französischen VIVENDI-Gruppe gehörenden U.S. Filter Corp. Ltd., Palm Desert/Ca./USA, zugestimmt (s.a. Brauwelt, Nr. 18/1999, S. 784).

Wie die Tageszeitungen in der letzten Woche meldeten, konnte der deutsche Einzelhandel trotz eines anhaltenden heftigen Preiskampfes in der ersten Jahreshälfte 1999 insgesamt ein leichtes Umsatzplus von nominal 0,6% und von real 0,9% erzielen. Allerdings entwickelten sich die einzelnen Bereiche sehr unterschiedlich. Vor allem legte der Handel mit medizinischen, orthopädischen und kosmetischen Waren sowie der Apothekenbereich zu. Dagegen mußten die Bereiche Gebrauchs- und Verbrauchsgüter ebenso ein Minus hinnehmen wie der Facheinzelhandel mit Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren. 48,7 Mio hl (–2,5%) wurden versteuert, d.h. sie dienten dem Inlandsverbrauch, 4,6 Mio hl (+5,1%) wurden in EU-Länder oder in Drittländer (1,2 Mio hl bzw. –20,2%) ausgeführt bzw. –7,1%) abgegeben.C. S..

Analysiert man den Biermarkt in der EU, dann kann man zum Schluß kommen, daß 1998 nur die Ruhe vor dem Sturm war. Doch die oft eisern verfochtenen Umstrukturierungen werden in manchen Fällen von den Wettbewerbshütern ausgebremst. Hintergründe der Entwicklungen von Brauereien, Marken und Märkten beleuchtet dieser Bericht.
Wir hatten uns das so schön zurechtgelegt. Mitten im Sommerloch, wenn keiner daheim ist, um die aktuelle Ausgabe der Brauwelt zu lesen, also mitten im Sommerloch wollten wir unseren Report über den Biermarkt der EU-Länder veröffentlichen. Westeuropa, das hatten wir uns gedacht, das wird nicht wild. Viel zu berichten gibt‘s nicht. Wie das eben bei Grabenkämpfen ist: anhaltend verlustreich, aber letztendlich „Im Westen nichts Neues“. Dachten wir..

Der Weltbierausstoß nahm 1998 zum ertsen Mal seit sechs Jahren nur um 1% zu. Das geht aus dem jetzt erschienenen Barth-Bericht 1998/99 der Firma Joh. Barth & Sohn, Nürnberg, hervor. Daß überhaupt ein leichter Anstieg zu verzeichnen war, ist vor allem dem Wachstum in den Staaten Osteuropas zu verdanken. In den Industrieländern Europas und Nordamerikas dagegen herrschen weiterhin Stagnation bzw. sogar Rezession. Die Finanzkrise in Asien machte sich erstmals auch in einer Stagnation des Biermarktes in dieser Region bemerkbar.

BRAUWELT-Newsletter

Erhalten Sie jede Woche kostenlos die neuesten BRAUWELT-News direkt in Ihr Postfach!
Newsletter-Archiv und Infos
Ihre Daten sind sicher und werden nicht an Dritte weitergegeben. Ihre Einwilligung können Sie jederzeit durch einen Klick auf den Abmeldelink am Ende des Newsletters widerrufen.

Mit dem Klick auf "Newsletter abonnieren" bestätigen Sie, dass Sie unsere Datenschutzerklärung gelesen haben und akzeptieren die dort beschriebene Verarbeitung Ihrer Daten.

BRAUWELT-Newsletter

Erhalten Sie jede Woche kostenlos die neuesten BRAUWELT-News direkt in Ihr Postfach!
Newsletter-Archiv und Infos
Ihre Daten sind sicher und werden nicht an Dritte weitergegeben. Ihre Einwilligung können Sie jederzeit durch einen Klick auf den Abmeldelink am Ende des Newsletters widerrufen.

Mit dem Klick auf "Newsletter abonnieren" bestätigen Sie, dass Sie unsere Datenschutzerklärung gelesen haben und akzeptieren die dort beschriebene Verarbeitung Ihrer Daten.

BRAUWELT unterwegs

GLUG
Datum 05.02.2026 - 06.02.2026
27. VLB-Logistikfachkongress
03.03.2026 - 05.03.2026
kalender-icon