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Der Beitrag gibt einen Überblick über die Entwicklung der 29 größten Getränkehersteller im Vergleich der Jahre 2002, 2001 und 2000

"Prognosen, in den nächsten zwölf Jahren würden mehr als zwei Drittel der deutschen Brauereien geschlossen, widersprechen den bisherigen Erfahrungen und der tatsächlichen Entwicklung in den letzten Jahren." Dies erklärte der Pressesprecher des Deutschen Brauer-Bundes [EV], Erich Dederichs, in Bonn in Zusammenhang mit einer kürzlich veröffentlichten Studie einer Wirtschaftsberatung (s. Brauwelt Nr. 22, 2003, S. 666).

Die Hoffnung auf eine Erholung der konjunkturellen Entwicklung erwies sich auch im Monat Mai vergeblich. Der Wert des Indikators Konjunkturerwartung sank geringfügig und machte den Anstieg im Vormonat fast völlig zunichte. Im Gegensatz dazu zeigt die Einkommenserwartung der deutschen Verbraucher mit einem Wert von plus drei eine leichte Tendenz nach oben. Dagegen verlor die Anschaffungsneigung zum zweiten Mal in Folge über sieben Punkte. So die von der GfK durchgeführte Konsumklima-Studie für den Monat Mai im Auftrag der Europäischen Kommission.

Insbesondere, wenn junge Männer und Frauen außer Haus gehen, um sich am Abend und in der Nacht mit Freunden und Bekannten zu treffen, dann greifen sie immer häufiger zu einem alkoholischen Mischgetränk (Spirituosenmischgetränk, Biermischgetränk). Die Bier-Konsumenten bis 24 Jahre tun dies zu 27% mindestens einmal pro Woche. Bei Bier-Konsumenten zwischen 25 und 30 Jahren ist es noch fast jeder fünfte Trinker. Dabei präferiert werden immer mehr in 0,33er Flaschen abgefüllte Biermischgetränke und Szenemarken (Ready-to-drink).

Die deutschen Brauereien hatten im Kalenderjahr 2002 nach vorläufigen Daten der Außenhandelsstatistik und dem steuerfreien Bierabsatz nach Bundesländern des Statistischen Bundesamtes mit ca. 2% einen geringen Ausfuhranstieg zu verzeichnen.

Nach einer Aufstellung der Brauerei C. & A. Veltins blieb der Marktanteil bei den Biermischgetränken im Bundesdurchschnitt im ersten Quartal 2003 mit 2,5% in etwa auf Vorjahresniveau (2,6%). Sie konnten sich aber dem zwangspfandbedingten Mengenverlust des Marktes nicht ganz entziehen. Veltins-Geschäftsführer Marketing/Vertrieb, Dr. Volker Kuhl, rechnet für die Zukunft durchaus noch mit Steigerungsraten in diesem Segment. Biermischgetränke könnten seiner Meinung nach mittelfristig mit Weizenbier gleichziehen. Für Neueinsteiger sieht Kuhl kaum noch Chancen, da die vorhandene Markenphalanx inzwischen die gesamte Angebotsbreite in Handel und Gastronomie abdeckt. In NRW führt lt. Nielsen Frankenheim Blue mit einem Marktanteil von 22,4% (-0,1%) vor Dimix von Diebels mit 14,9% (-2,7%) und Veltins "V+" mit 11,4% (+5,8%). Es folgen Mixery mit 7,3%

In ihrem traditionellen Frühjahrsgutachten veranschlagen die sechs führenden Wirtschaftsforschungsinstitute das Wirtschaftswachstum für das Jahr 2003 in Deutschland auf allenfalls ein halbes Prozent, nach 0,2% im Vorjahr. Für 2004 rechnen sie mit einer Belebung, allerdings nur, wenn sich die Lage im Irak schnell beruhigt, der Ölpreis sinkt und sich die Aktienmärkte sowie der Dollarkurs stabilisieren.

In einem Brief an alle Wirtschafts- und Verkehrsminister der Bundesländer hat Günther Guder, geschäftsführender Vorstand des Bundesverbandes des Deutschen Getränkefachgroßhandels, darauf hingewiesen, dass der Deutsche Getränkefachgroßhandel mit seinen 3000 Betrieben in besonderem Maße von der LKW-Maut betroffen ist. Mit rund 50 000 Mitarbeitern werden ca. 70% aller Getränke in Deutschland durch die eigenständigen Dienstleistungen des Getränkefachgroßhandels von den jeweiligen Herstellern in die Verkaufsstellen im Lebensmittelhandel, im Getränkeabholmarkt, bei Tankstellen, in die Gastronomie usw. verbracht. Mit rund 20 000 LKWs aller Größenklassen sorgt der Getränkefachgroßhandel dafür, dass die Bevölkerung immer frische Getränke in allen Verkaufsstellen zur Verfügung hat.

Laut Zahlen des Marktforschungsinstitutes A. C. Nielsen stagnierte der Bierabsatz im deutschen LEH und GAM.

Die Deutschen trinken deutlich weniger Bier: In den ersten drei Monaten des Jahres wurden insgesamt 21,8 Mio hl und damit gut 9% weniger Bier abgesetzt als im Vorjahreszeitraum, teilte das Statistische Bundesamt, Wiesbaden, mit. Auch Biermischungen, die im Vorjahr einen Boom erlebt hatten, waren im ersten Quartal 2003 weniger gefragt: Der Absatz von Radler und Co. ging um 5,5% auf 0,4 Mio hl zurück. Nicht in dieser Berechnung erfasst sind nach Angaben des Statistikamts Malz- und alkoholfreie Biere sowie Importbier aus Ländern außerhalb der Europäischen Union. Peter Hahn, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bundes, Bonn, führt den Konsumverzicht u.a. Erschwerend kommt lt. Hahn das düstere Bild der Konjunktur in Deutschland hinzu sowie die Unsicherheiten bei den Steuern und Abgaben..

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