Ehre, wem Ehre gebührt: Nirgendwo wird mehr Bier produziert als in China, mehr Bier an einem Ort gebraut wie in Golden, Colorado, und mehr Bier getrunken als in Tschechien. Doch die Welthauptstadt des Bieres, pardon, des Weißbieres, die heißt immer noch München. Denn dort erfreut sich Weißbier eines ungebrochen großen Zuspruches.
Der Weltmarkt des Weißbieres nimmt sich vergleichsweise bescheiden neben dem Weltmarkt des Bieres aus, wie man sich leicht ausrechnen kann: Schätzungen zufolge wurden 2003 rund um den Globus 1,5 Mrd hl Bier produziert.
Das entspricht ungefähr dem 15-fachen Bierausstoß Deutschlands. Dabei handelt es sich vornehmlich um Bier der Sorte Pils - oder höflich gesagt, was die Brauer in den einzelnen Ländern darunter verstehen.
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Die Bierbrauer in Deutschland blicken mit Sorge in die Zukunft: 95 Prozent rechnen mit einem rückläufigen Absatz (88 Prozent) bzw. mit Stagnation (7 Prozent). Der Grund: In Deutschland wird immer weniger Bier - insbesondere immer weniger Pils - getrunken. Signifikante Wachstumschancen erwarten die Bierbrauer nur beim Export ins Ausland. Die Mehrheit rechnet für die nächsten Jahre mit einem weiteren Zusammenschluss von Brauereien in Deutschland und mit
einem verstärkten Einstieg internationaler Konzerne. Das sind zentrale Ergebnisse einer Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG unter 260 Brauereien in Deutschland (Rücklaufquote: 21,5 Prozent). Im selben Zeitraum ist der Weinkonsum um 17 Prozent gestiegen.B. Bier-Cola, Radler). ...
2004 brachte der deutschen Behälterglasindustrie Absatzverluste im Inland sowie Zugewinne im Exportgeschäft. Im Gesamtjahr gingen die Inlandsverkäufe um -7,8 Prozent auf 2,8 Mio t zurück. Der Auslandsabsatz stieg um +7,1 Prozent auf 1,2 Mio t, wodurch die Inlandsverluste allerdings nicht ausgeglichen werden konnten. In der Summe blieben die Verkäufe mit 4 Mio t um -3,7 Prozent unter dem Vorjahresniveau.
Die im Inland eingetretenen Verluste konzentrierten sich fast ausschließlich auf den Bereich Getränkeflaschen, der weiter unter den Folgen des seit 1. Januar 2003 geltenden Zwangspfandes litt. In der Summe gingen im Getränkebereich auf den Inlandsmärkten rund 240?000 t verloren. Mit dem Ende der anhaltenden Pfandverunsicherung sieht die Branche wieder optimistisch in die Zukunft..
Im Moment ist eine Berechnung des offiziellen Pro-Kopf-Verbrauches für Bier für das Jahr 2004 noch nicht möglich, da die benötigten Ausstoßzahlen aus einigen Verbänden noch fehlen. Der Deutsche Brauer-Bund geht von einem geschätzten Pro-Kopf-Verbrauch von 115,5 Litern für das Jahr 2004 aus.
Georg Balk, Vorsitzender der Gesellschaft für Hopfenforschung, gab im Rahmen der 79. Mitgliederversammlung seines Verbandes am 4. April 2005 in Wolnzach einen kurzen Überblick über den Welthopfenmarkt und die sich dort abzeichnenden Entwicklungen. Seit dem Jahre 1993 hat sich lt. Balk der Weltbierausstoß von 1,189 Mrd hl auf 1,545 hl um rd. 30% erhöht. Der Bedarf an Alphasäure ist im gleichen Zeitraum dagegen um 550?t bzw. 7% gesunken. Der durchschnittliche Alphasäurengehalt pro hl hat von 6,7 g auf 4,8 g bzw. um 28% abgenommen. Balk führte diese Entwicklung auf folgende Faktoren zurück:
- Globaler Trend zu milderen, weniger hopfenbetonten Bieren, wie auch die aktuellen Einführungen der "neuen Milden" zeigen. 25 gesunken. Die Hektarerträge haben sich deutlich erhöht. ...
Glas-Mehrweg bleibt der Favorit der Bierfreunde, die im Lebensmitteleinzelhandel und in Getränkeabholmärkten einkaufen. Im Discount erfreut sich Bier in PET-Einweg steigender Beliebtheit.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes, Wiesbaden, wurden im ersten Quartal 2005 in Deutschland 21,9 Mio hl Bier abgesetzt. Das waren 3,5 Prozent weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum. In den Zahlen nicht enthalten sind alkoholfreie Biere und Malztrunk sowie das aus Ländern außerhalb der EU eingeführte Bier. 19,2 Mio hl (-3,6%) der abgesetzten Menge wurden versteuert, d.h. sie dienten dem Inlandsverbrauch. Steuerfrei wurden 2,7 Mio hl Bier abgesetzt (-3,0%). Davon gingen 2,1 Mio hl (+0,1%) in EU-Länder, 0,6 Mio hl (-12,1%) in Drittländer und 47?864 hl -–2,2%) unentgeltlich als Haustrunk an die Beschäftigten der Brauereien.
Im Jahr 2004 ging der Biermarkt in der Bundesrepublik um 1,5 Prozent zurück. Einen ähnlichen Verlauf nahm auch der Schwarzbier-Markt, stellte Dr. Kai Kelch bei der Analyse der zehn größten Schwarzbiermarken fest (über 20 000 hl). Dabei entwickelten sich die Marken doch unterschiedlich.
Mehr als 120 Teilnehmer nahmen am Seminar "Verkaufsförderung im Handel" Anfang April in Hirschaid teil. Auf Einladung des Verbandes mittelständischer Privatbrauereien in Bayern zeigten die Referenten Ansätze zur Optimierung der Verkaufsarbeit im organisierten Lebensmitteleinzelhandel und Getränkeabholmarkt.
Manfred Mödinger, Unternehmensberater aus Siegsdorf, hielt den Brauern den Spiegel vor und zeigte an konkreten Beispielen die heute oft anzutreffende Wirkungslosigkeit von Verkaufsfördermaßnahmen. Positive Beispiele zeigen, dass gerade die Regionalität vieler Brauereien sehr gute Möglichkeiten bietet,
Das Thema, Kundenbindung durch eine erfolgreiche Verkaufsarbeit zu erreichen griff Michael Fuchs auf, geschäftsführender Gesellschafter der Werbeagentur Werry & Fuchs..
Die Eröffnung der 50. Brauwirtschaftlichen Tagung nutzte Michael Weiß, Präsident des Bayerischen Brauerbundes, am 11. April 2005 in Freising vor knapp 200 Teilnehmern nicht nur dazu, ein Resümee zu ziehen über ein halbes Jahrhundert praktischer Hilfestellung für die Brauwirtschaft, sondern auch, der Branche wieder einmal kritisch den Spiegel vorzuhalten. Vor 50 Jahren, so Weiß, zu Zeiten der Wirtschaftswunderjahre herrschte noch Spaß am Konsum, auch am Bier. Der Pro-Kopf-Verbrauch nahm kontinuierlich zu.
Deutsche Braukunst war in aller Munde, und das weltweit. Seit Mitte der 70er Jahre war die Phase des "Bier-Verteilen-Dürfens" vorbei, es kam die Phase des "Bier-Verkaufen-Müssens", auf die viele nicht vorbereitet waren. Trotz vieler kreativer Ansätze, angeregt z.B..
Eine Übersicht über die Entwicklung der größten 23 Weißbiermarken (über 40 000 hl) für das Jahr 2004 im Vergleich zum Vorjahr gibt Dr. Kai Kelch in diesem Beitrag. Der insgesamt leicht rückläufige Weißbiermarkt 2004 muss jedoch differenziert betrachtet werden.
Im Rahmen der 79. Mitgliederversammlung der Gesellschaft für Hopfenforschung gab deren Vorsitzender Georg Balk auch einen Überblick über den Weltbiermarkt. So ist die Weltbierproduktion im Jahr 2004 um gut 3 Prozent auf 1,545 Mrd hl gestiegen. Das bedeutet im Vergleich zu 1970 eine Verdoppelung, gegenüber dem Jahr 2000 eine Steigerung um 10,8 Prozent bzw. um 150 Mio hl.
Nach der GfK-Konsumklimastudie für den März 2005 sehen die deutschen Verbraucher die allgemeine Wirtschaftsentwicklung als auch die eigene materielle Zukunft wieder etwas skeptischer. Auch die Unternehmer sehen der Zukunft eher skeptisch entgegen (s. S. 413). Allerdings äußern sich die Finanzanalysten lt. ZEW-Index im Hinblick auf die zu erwartende Entwicklung leicht positiv.
Der Deutsche Brauer-Bund führt seit Jahren eine Übersicht über die Entwicklung der Werbeausgaben der deutschen Brauwirtschaft. Nun sind die Zahlen für das Jahr 2004 veröffentlicht worden. Danach hat die Braubranche im Jahr 2004 364 Mio EUR für die Werbung für ihre Produkte ausgegeben. Die Vorjahresergebnisse: 2003: 330 Mio EUR; 2002: 347 Mio EUR; 2001: 361 Mio EUR; 2000: 389 Mio EUR.
"Brauereigruppen und Privatbrauereien mit einem Gesamtausstoß über 2 Mio hl" (Brauwelt Nr. 10/2005; Seite 260). Aufgrund eines Übermittlungsfehlers waren in der am 10. März 2005 veröffentlichten Tabelle Rechenfehler enthalten. Demzufolge ist der Gesamtabsatz nach Bundesländern für das Jahr 2004 nicht rückläufig gewesen, sondern hat um 0,2 Prozent zugenommen. Nachfolgend deshalb nochmals die korrigierte Tabelle. "Tabelle"
Die Kunden der Brauereien erwarten heute nicht nur pünktliche Bierlieferungen, sondern die Brauerei-Außendienstmitarbeiter beraten, konzipieren und stehen als Ansprechpartner bei vielen Problemen zur Verfügung. Um diese Aufgabe lösen zu können, müssen sie ohne Zeit- und Informationsverluste Zugriff auf Kunden- und betriebswirtschaftliche Daten haben. Die Brauerei Felsenkeller in Herford hat ihre Mitarbeiter gerüstet, wie im Folgenden zu lesen ist.
Die Kundenbeziehungen im hart umkämpften Brauereimarkt sind überaus komplex. Vor allem für gastronomische Betriebe ist die Brauerei heute weit mehr als ein Bierlieferant, er ist auch Managementberater sowie Geldgeber in einer Person.5 und mit Hilfe des IBM Lotus Enterprise Integrator (LEI). ...
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