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Personen und Positionen

Hans Zeiner spricht anlässlich der 60-Jahr-Feier „seiner“ HVG Spalt
26.01.2021

Johann Zeiner verstorben

Nachruf | Johann „Hans“ Zeiner ist am 18. Januar 2021 völlig unerwartet verstorben. Die Hopfenwelt verliert einen in jeder Beziehung außerordentlich wertvollen Vertreter, für seine Verdienste bekam er den Bayerischen Löwen verliehen. Die Brauwirtschaft verliert einen verlässlichen Partner.

Man kannte ihn als zuverlässigen, hilfsbereiten, rührigen und einzigartigen Chef des „Spalter Hopfens“. Seine wichtigsten Errungenschaften auf diesem Gebiet sind: die Umstellung der Genossenschaft der Spalter Hopfenpflanzer zu mehr Direktvertrieb, die Übernahme der Lohnverpackung für Dritte, der Bau einer Kühlhalle zur Sicherstellung der qualitätserhaltenden Lagerung, die Einführung der Neutralen Qualitätsfeststellung, der EU-weite Schutz des Spalter Hopfens (gU) und die Bewässerung der Spalter Hopfengärten. Geboren in einen Hopfenbaubetrieb in Obersteinbach ob Gmünd, war der Hopfen zeitlebens seine Leidenschaft.

Der Weg zum Hopfenhändler war ihm jedoch nicht in die Wiege gelegt. Nach einer landwirtschaftlichen Ausbildung hatte er den Hopfenanbau 1973 von seinem Vater übernommen und zusammen mit seiner Frau Anita erfolgreich betrieben. In „seiner“ Genossenschaft HVG Spalt eG war er zunächst einfaches Mitglied, dann Aufsichtsrat (1983 – 85), Vorstand (1985 – 2014), Vorstandsvorsitzender seit Oktober 1986 und Geschäftsführer seit Juli 1987. In dieser Zeit hat er die HVG Spalt eG von einer kleinen Genossenschaft mit Teilzeitbetrieb und ohne Direktkunden zu einem weltweit tätigen Hopfenlieferanten gemacht. Zu diesem Zweck hat er im Januar 2005 die Spalter Hopfen GmbH als Tochterunternehmen gegründet. Den Hopfenanbau hatte er 2014 übergeben. Losgelassen hatte er ihn nicht. Von 2000 bis 2016 bekleidete er das Ehrenamt des 2. Vorsitzenden des Spalter Hopfenpflanzerverbandes. Er war der Ideengeber und Mitbegründer des Wasserverbandes „Unteres Rezattal“ zur Bewässerung von Hopfengärten und weiteren Sonderkulturen.

Sein gesellschaftliches Engagement brachte ihm Ehrenämter ein wie den Posten des 2. Bürgermeisters von Abenberg (2002 – 2020), Ortssprecher und Stadtrat für die CSU (1990 – 2020), Jagdvorsteher, Ehrenvorsitzender der FFW.

Bei seinen Weggefährten bleiben sein Humor, seine Herzlichkeit, sein Pflichtbewusstsein, seine verbindliche Art sowie vorbildliche Eigenschaften wie Bescheidenheit, Zuverlässigkeit, Anstand, Ehrlichkeit, Pflichtbewusstsein und Hilfsbereitschaft in Erinnerung.