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Im Report über die „Sommertage Getränkewirtschaft“, Brauwelt 35, 2000, Seite 1384, wurde über die Prognose von Rüdiger Ruoss zur Entwicklung des deutschen Biermarktes berichtet. Rüdiger Ruoss legt Wert darauf, daß der im Bericht verwendete Begriff „Mittelstand“ nicht nur mittelständische Brauereien beinhaltet, sondern alle Brauereien mit einem Jahresausstoß von 5000 hl und mehr.

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Die Wettbewerbsverhältnisse auf dem deutschen Biermarkt sind durch Fusionen bzw. Übernahmen bei den großen Brauereigruppen in starkem Maße verändert.
Für das Jahr 2000 ergibt sich somit auch eine neue Rangfolge, vorausgesetzt, die Fusion zwischen der Bayerischen BrauHolding und der Brau- und Brunnen AG kommt zustande. Dazu teilte die Bayerische BrauHolding AG am 11. September 2000 mit, daß sich die beiden Gesprächspartner bisher nicht auf einheitliche Bewertungskriterien einigen konnten. Deshalb dürfte der Fusionsprozeß im ursprünglich vorgenommenen Zeitrahmen und in der beabsichtigten Form nur schwer durchzuführen sein.
In den Zahlen sind nur die Brauereien mit Mehrheitsbeteiligungen enthalten – Beteiligungen unter 50% sind dementsprechend nicht berücksichtigt..

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Alkoholhaltige Getränke haben seit langem bei den deutschen Haushalten ein relativ stabiles Ausgabenniveau. Im ersten Halbjahr 2000 sind die Haushaltsausgaben lt. Karl-Heinz Roiger, IRI/GfK Retail Services, Nürnberg, um 3,5% auf 9,7 Mrd DM angstiegen. Davon entfielen 33,6% auf Bier, 23,2% auf Spirituosen, 31,0% auf Wein, 8,5% auf Sekt/Champagner und 3,8% auf andere alkoholhaltige Getränke.
Bei Bier hat sich der Wettbewerb stark verschärft. Die zehn größten Brauereigruppen erzielten im LEH und in den Getränkeabholmärkten mehr als 55% des Bierabsatzes.
Bei allen Biersorten findet man Marken, die nicht in die Gruppe der Top-Ten gehören. Bei Weizen, Altbier, Kölsch, Diät und Bockbier sind diese sogar Marktführer. Bei Kölsch und Bock stellen die Nicht-Top 10 die meisten Marken..

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Im ersten Halbjahr 2000 legte der Absatz alkoholfreier Getränke nach einer Mitteilung der GfK Nürnberg um 5% zu. Im häuslichen Bereich tranken die Bundesbürger insgesamt 6,49 Mrd l alkohlfreie Getränke. In erster Linie machten die Experten der GfK dafür das schöne Wetter im Mai und Juni verantwortlich. Die etablierten Bereiche wie Wasser, fruchthaltige Gertränke und Süßgetränke werden immer stärker von den neuen Getränken „angegriffen“, wie z.B. den Teegetränken, den Schorlen, den Functional Drinks und den ACE-Getränken.
Beim Bier wurde der Wettbewerb im ersten Halbjahr 2000 in erster Linie über den Preis ausgetragen. Lt. Michael Horn brachten die ersten sechs Monate dieses Jahres in etwa die Hälfte des letztjährigen Gesamtabsatzes und der Verbrauchsausgaben..

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Die Getränkeindustrie verändert sich rasch. Was sind die Faktoren, die diesen dramatischen Wandel vorantreiben? Welche Chancen und welche Risiken ergeben sich daraus? Wo sind Möglichkeiten, erfolgreich zu reagieren? Das sind die Fragen, über die auf der vergangenen 25. Jahrestagung des Internationalen Materialwirtschaftlichen Arbeitskreises der Getränkeindustrie (imag) nachgedacht und diskutiert wurde. Ich möchte einige Gedanken, die dabei aufgekommen sind, hier einer breiteren Fachöffentlichkeit zugänglich machen.
Als Gymnasiast, Anfang der 80er Jahre, habe ich in den Ferien in drei Brauereien gearbeitet. Ich habe von Hand Leergut auf Fließbänder gepackt und gelernt, wie Holzfässer gepicht werden. Im vergangenen Jahr haben zwei „meiner“ drei Brauereien die Produktion eingestellt..

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„Der deutsche Biermarkt wird sich dramatischer entwickeln als prognostiziert.“ Rüdiger Ruoss, zusammen mit der Lebensmittel Zeitung, Veranstalter der „Sommertage Getränkewirtschaft“, die am 24. und 25. August 2000 in Leipzig stattfanden, untermauerte in seinem Eröffnungsreferat am 24. August 2000 diese Aussage mit einer Reihe von Zitaten profunder Marktkenner und mit Ergebnissen zahlreicher Marktanalysen. So zitierte er zunächst Dr. Werner Röttger, Vorstandsmitglied der Binding-Brauerei AG, Frankfurt, mit dem Satz: „Wir müssen uns damit abfinden, daß der Pro-Kopf-Verbrauch an Bier eines Tages nur noch 100 Liter pro Jahr betragen wird.“ Ruoss selber hatte 1993 für das Jahr 2013 einen Pro-Kopf-Verbrauch von 120 Liter vorausgesagt. Im Jahr 2000 dürfte er bei 127 Liter liegen. 83 Mio hl.B.

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Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg der Absatz von Mineral- und Heilwasser sowie von Erfrischungsgetränken auf Mineralwasser-Basis um 8,5%. Die großen Gewinner des ersten Halbjahres waren dabei vor allem Mineralwässer ohne Kohlensäure (+38,9%) und Fruchtschorlen (+35,3%). Alle anderen Mineralwasser-Erfrischungsgetränke, wie Brausen, Limonaden, Cola-Getränke, stiegen um 9,5% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Leichte Einbußen von 1,4% mußte dagegen das Heilwasser hinnehmen.

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