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03.02.2026

Traditionsbiermarken ab 2027 unter einem Dach

Neuer Markeninhaber | Vor dem Hintergrund der unverändert anhaltenden Schwäche des deutschen Biermarktes planen die bayerische Traditionsbrauerei G. Schneider & Sohn GmbH („Schneider Weisse“) aus Kelheim und die von einer Stiftung des Bistums Regensburg getragene Brauerei Bischofshof GmbH & Co. KG zum 1. Januar 2027 ihre Geschäftsaktivitäten neu zu ordnen.

Beide Brauereien kooperieren bereits seit langem im Rahmen einer Lohnbrauvereinbarung miteinander. Mit der Neuordnung der Aktivitäten sollen drei Hauptziele erreicht werden: 1. Die Nutzung von Synergien und eine deutliche Effizienzsteigerung bei Produktion, Vertrieb sowie Organisation sollen den bekannten Biermarken eine langfristig starke Position in ihren Absatzmärkten garantieren. 2. Trotz des fortschreitenden Brauereisterbens in Deutschland wird ein Komplettverlust von Arbeitsplätzen verhindert. 3. Die Herstellung der bekannten Biermarken basiert auf jahrhundertealter Brauerfahrung und regionalen Traditionen. Sie sollen auch künftig vollständig in bayerischer Hand und unter bayerischem Management bleiben.

Brauerei wird geschlossen

Um diese Ziele zu erreichen, wird folgende Vereinbarung getroffen: Schneider Weisse soll ab dem 1. Januar 2027 von der Brauerei Bischofshof die Rechte an den Marken „Bischofshof“ und „Weltenburger“ erwerben. Über den Kaufpreis haben die Vertragspartner Stillschweigen vereinbart. Schneider Weisse wird mit der avisierten Übernahme der beiden Biermarken nach derzeitigem Stand auch die älteste Klosterbrauerei der Welt, die 1050 gegründete und seit 1973 zu Bischofshof gehörende Klosterbrauerei Weltenburg, sowie das für die Logistik zuständige Unternehmen von Bischofshof mit insgesamt 21 Mitarbeitern fortführen. Die Produktion aller Marken soll mittelfristig komplett am Stammsitz von Schneider Weisse in Kelheim und in der Klosterbrauerei Weltenburg stattfinden, wofür die Voraussetzungen in Kelheim in den nächsten Jahren entsprechend geschaffen werden. Die Brauerei Bischofshof mit ihrem Standort in Regensburg, an dem derzeit 56 Mitarbeiter beschäftigt sind, soll nach aktuellen Planungen zum 31. Dezember 2026 geschlossen werden. Zur gemeinsamen Findung sozialverträglicher Lösungen für die dortigen Mitarbeiter werden Gespräche mit dem Betriebsrat aufgenommen.

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