Mit guten Nachrichten ins Jahr 2026
Vielleicht haben Sie es ja schon bemerkt: Bei uns auf der BRAUWELT-Website tut sich Neues. Uns hat es beschäftigt, dass es viele interessante Meldungen aus der Branche aus Platzgründen nicht oder nur stark gekürzt in die BRAUWELT-Hefte geschafft haben. Das haben wir jetzt geändert. Unter brauwelt.com finden Sie seit kurzem nahezu täglich die neuesten Meldungen aus der Branche. Reinschauen lohnt sich! Aber keine Angst, das Wichtigste lesen Sie nach wie vor auch in unseren gedruckten Ausgaben.
Die Zukunft des Hopfens – Für die Hopfenbranche läuft es gerade nicht ganz so reibungslos. Tiefgreifende Marktveränderungen fordern Hopfenpflanzer und -händler, Züchter und Brauer heraus, wie bei der Hopfen-Pressekonferenz vor kurzem deutlich wurde. Ungeachtet dessen sehen die Beteiligten mit Zuversicht in die Zukunft – gewillt, sich der Lage anzupassen und neue Lösungsansätze zu entwickeln (Seite 5). Aufgrund der langwierigen Züchtungsarbeit hat man in Hüll schon früh damit begonnen und an klimaresistenten, nachhaltigen und ertragreichen Sorten gezüchtet. In einer mehrteiligen Serie stellen Horst Dornbusch und Walter König die neue Sorte Huell Classic als möglichen Ersatz für Hallertauer Mittelfrüh oder Tradition vor, inklusive Brauversuchen in Deutschland und den USA (Seite 11).
CO2-Rückgewinnung – Lohnt für kleine und mittlere Brauereien eine eigene Anlage? Bisher nicht, obwohl Vorteile wie mehr Nachhaltigkeit und Unabhängigkeit von der Versorgungslage oder Preisschwankungen reizvoll sind. Die dänische Fa. Dalum hat jetzt eine platzsparende Anlage für Brauereien mit einem Jahresbierausstoß ab 400 hl entwickelt und zeigt an realen Daten die wirtschaftliche Machbarkeit einer eigenen Anlage (Seite 21).
Thermische Barriere – Kondenswasser ist an vielen Stellen in der Brauerei ein Problem. Aber ist es unvermeidbar? Ab Seite 17 stellen wir eine Glaskeramik-Vakuum-Nanodämmung vor, die die Wärmeübertragung blockiert und damit Kondensation verhindert. Hinter dem sperrigen Namen verbirgt sich eine dünne Beschichtung aus Glaskeramik, die in anderen Branchen und auch einer großen Brauerei bereits erfolgreich zum Einsatz kommt.
Nachhaltige Alternative – Auch in der Forschung tut sich Neues: Auf der Suche nach einer Alternative zu klassischen Stabilisierungsmitteln bedient sich Antonia Korbmacher vom Lehrstuhl für Brau- und Getränketechnologie in Weihenstephan mit Lignin eines Nebenproduktes der Zellstoffindustrie. Erste Ergebnisse zeigen ein großes Potenzial für enzymatisch vernetztes Lignin in der Bierstabilisierung (Seite 14). Es fängt doch gut an, das neue Jahr …
Autoren
Lydia Junkersfeld
Quelle
BRAUWELT 1, 2026, S. 3