Wechselndes Konsumverhalten erfordert neue Antworten
Das Konsumverhalten der Menschen verändert sich, und dies offensichtlich unabhängig von Alter und Geschlecht, wie eine kürzlich veröffentlichte Studie von YouGov Deutschland zeigt. Die Gründe dafür sind unterschiedlich. Die Antworten darauf können es auch sein.
Paradigmenwechsel im Trinkverhalten – Das Gesundheitsbewusstsein in der Bevölkerung wächst, ebenso der Wunsch nach mehr Kontrolle und bewusster Lebensgestaltung. Die Folge sind neue Formen von Genuss und sozialem Miteinander. Die Herausforderung für die Unternehmen wird daher sein, unterschiedliche Genussmomente und flexible Bedürfnisse zielgerichtet anzusprechen. Einen kurzen Überblick über die Ergebnisse der YouGov-Studie geben wir ab Seite 379.
Alternativen – Während sich in diesem schwierigen Umfeld die Mineralbrunnenbranche 2025 über ein erneutes Plus freuen durfte, wie Christiane Hohmann ab Seite 384 darlegt, gibt es auch für Brauereien und Mälzereien noch Möglichkeiten: Das 5. Symposium „Sauer fermentierte alkoholfreie Getränke“ der VLB Berlin widmete sich zwei Tage lang Getränken wie Kombucha, Wasserkefir und Co. Das sind vielversprechende Getränke-Alternativen, und Brauer und Mälzer bringen dafür genau die richtige Expertise mit. Ab Seite 377 werfen wir einen Blick auf die Veranstaltung. Die breitgefächerte Ausbildung der Brauer und Mälzer lohnt sich also mehr denn je – gute Aussichten für unseren Nachwuchs, trotz derzeit schlechter Bier-Absatzzahlen eine berufliche Perspektive zu haben (Seiten 378 und 379).
Sparpotenzial – Nicht nur die Absatzzahlen, auch die Kosten, vor allem die Energiekosten belasten die Branche. Doch auch hier lässt sich durch die beharrliche Suche nach Lösungen vieles erreichen. In unserem heutigen Schwerpunktthema Energie und Umwelt zeigen wir z.B. ab Seite 389, wie es die FäserMalz GmbH geschafft hat, Energieflüsse transparent zu machen, Einsparpotenziale zu identifizieren und die regenerative Ausrichtung des Standortes in Giengen weiter auszubauen. Denn, so das Fazit von FäserMalz-Chef Michael Doetsch, auch etablierte Produktionsbetriebe verfügen über erhebliche energetische Einsparpotenziale. Entscheidend ist eine gesamtheitliche Betrachtung.
Soweit zu den Schwerpunkten in dieser BRAUWELT-Ausgabe. Und nicht vergessen: täglich www.brauwelt.com.
Autoren
Lydia Junkersfeld
Quelle
BRAUWELT 11, 2026, S. 375